Energieeffizientes und nachhaltiges Bauen
Energie-effizientes und nachhaltiges Bauen bedeutet die Entwicklung und Umsetzung von Gesamtkonzepten und deren Integration in den Planungs- und Bauprozess mit dem Ziel, ein Höchstmaß an Lebensqualität mit geringsten irreversiblen Eingriffen in die natürlichen Kreisläufe zu schaffen.
Der Umgang mit dem Bestand ist dem Neubau auf unerschlossenem Gelände grundsätzlich vorzuziehen.
Ganzheitliche Planung – Was ist das?
Gesamtkonzepte für ökologische Bau- und Sanierungsmaßnahmen und Neubebauung sind an übergreifenden Zielen nachhaltiger Stadtentwicklung orientiert. Die klassischen baulich-ökologischen Aspekte, wie z.B. die Verwendung gesundheitlich unbedenklicher Baustoffe oder die energetische Optimierung der Gebäudehülle u.a., werden - im Sinne einer ganzheitlichen Planung - um ökonomische und soziale Aspekte erweitert. Dabei wird über das einzelne Gebäude hinaus immer auch der umgebende Kontext (Ensemble, Stadtquartier) in die Betrachtung einbezogen. Übergeordnetes Ziel ist die Entwicklung von Lebensräumen mit hoher, differenzierter Lebensqualität. Nur so kann den Forderungen der Agenda 21 und der Definition »nachhaltiger Entwicklung«, Rechnung getragen werden.
Das Ökologische Gesamtkonzept als Planungsmethode hilft den Architekten mit ihren Fachplanern dabei, zu einer ganzheitlichen Lösung zu gelangen, die dann Grundlage auch für eine schrittweise Planung und Umsetzung des Projektes ist. Einzelne Aspekte können intensiver, andere weniger genau betrachtet werden, ohne dass die Gesamtzusammenhänge, Wechselwirkungen aber auch unvermeidliche Zielkonflikte aus dem Blick geraten. Innerhalb einer starken Struktur kann man flexibler reagieren. Ein weiterer Vorteil: Bei einer »kreisläufigen Planung«, sind Rückkopplungen und somit Korrekturen einfacher möglich, d.h. fehlerfreundliche Planung!
Ziele des energie-effizienten und nachhaltigen Planens und Bauens
- Langfristig und dauerhaft planen, bauen und bewirtschaften (ökologisch/ökonomisch/ sozial)
- gesamten Lebenszykluss von Gebäuden betrachten, Kreisläufe wiederherstellen
- Preiswerten Wohnraum erhalten/ wiederherstellen bei gleichzeitiger Erhöhung der Wohn- und Lebensqualität
- ökologische Lasten (Energie, Wasser, Stoffe und Landschaft) verringern, Energie- und Wasserverbrauch reduzieren
- Wohnen und Arbeiten, gemischte Nutzung der Wohngebiete bzw. der Gebäude anstreben, Beschäftigungsmöglichkeiten schaffen
- Wohnungen unterschiedlicher Größe und flexibler Nutzung
- ein günstiges Umfeld für soziale und kulturelle Entwicklung schaffen, soziale und kulturelle Angebote verbessern
- Wasser-, Landschafts- und Freiraumkonzeption miteinander verbinden Eigenverantwortung und Mitgestaltungsrecht der Bewohner anerkennen und nutzen (Partizipation, Integration, Identität stiften)
Regionale Kontakte und Initiativen
Erfurter Grüne Hausnummer
okales Qualitätssiegel für Nachhaltiges Bauen im Neubau und im Bestand. Eine Initiative der Lokalen Agenda 21 unter der Federführung der BürgerWerkStadt e.V.
Weitere Informationen und Formulare unter www.buergerwerkstadterfurt.de.
Arena der Zukunft
Engagement und Beteiligung. 9. 9.-1.10.2006. Aktionswochen mit Vorträgen, Workshops und einer Open-Space-Konferenz in Thüringer Städten. Im Rahmen der Dekade »Bildung für nachhaltige Entwicklung.
Weitere Informationen unter www.boell-thueringen.de.
Nachhaltige Entwicklung in Thüringen
Fünfundsechzig Exkursionen zu innovativen Projekten von Solarenergienutzung über Umweltbildung bis zu nachwachsenden Rohstoffen. Eine Initiative der Agenda 21 Thüringen im Auftrag des Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt (TMLNU).
Weitere Informationen unter http://nat.nt-web.de.
Weitere Links zum Thema finden Sie in der Linkliste.


