80 Objekte in 34 Städten und Gemeinden

Samstag, 25. Juni | Sonntag 26. Juni 2011
Im Rahmen der bundesweiten Initiative „Besser Wohnen. Mit Architekten”

Umbau / Modernisierung Wohngebäude Stumpfelsgasse / Braugasse

Schmalkalden | Stumpfelsgasse 1-5 und Braugasse 1

Planungsbüros  WOHNSTADT Geschäftsstelle Weimar, Weimar | Architekturbüro Dr. Andrea Untermann, Bad Berka

Entwurfsverfasser  Dr.-Ing. Claus Dieter Untermann

Bauherr  Wohnungsbau GmbH der Stadt Schmalkalden

Fertigstellung  März 2011

Die Gebäude Stumpfelsgasse 1-5 und Braugasse 1 sind Teil eines innerstädtischen Wohnquartiers im Zentrum von Schmalkalden, das erst 1990 in Plattenbauweise fertig gestellt wurde. Mit den Ersatzneubauten konnte der Stadtgrundriss weitgehend bewahrt werden. Im Zusammenhang mit der umfassenden Neugestaltung des Stadtbodens im Zentrum ist die Stärkung des Erscheinungsbildes der Einzelhäuser durch die Neugestaltung der Fassaden wesentlicher Schwerpunkt der baulichen Weiterentwicklung. Folgende Maßnahmen wurden realisiert: Ersatz der straßenseitigen Loggien durch stützenfreie Balkonlösungen, Aufwertung der Erdgeschosszonen durch neue attraktive Hauseingänge und mehr Schaufenster für neue und vorhandene Geschäfte, altstadtgerechte Aufwertung der Dachgeschosszonen durch Neueindeckung der Steildächer mit Tonziegeln und Ersatz der Wohndachfenster durch dreiseitig verglaste Gauben. Die Fassaden- und Dacharbeiten sind zugleich wirksame Schritte zur energetischen Ertüchtigung der Gebäude.

Umbau / Modernisierung Wohngebäude Stumpfelsgasse / Braugasse

Blick auf das Gebäude Stumpfelsgasse 5 nach dem Umbau | Foto: Dipl.-Ing. Michael H. Lange

Freiflächengestaltung am Felsbach, alte Burgauer Brücke

Jena OT Burgau | Göschwitzer Straße / Alte Burgauer Brücke

Planungsbüro  stock + partner, Freie Landschaftsarchitekten, Jena

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Wolfram Stock

Bauherr  Stadt Jena

Fertigstellung  Mai 2010

Die Freistellung des Denkmalensembles „Burgauer Brücke und Felsen“ wurde Anfang der 1990er Jahre im Landschaftsplan der Stadt Jena von stock + partner als Ziel formuliert. 2009 wurden die ehemaligen Gewerbeflächen dann zur multifunktionalen Platzfläche. Mit der Verwendung von Muschelkalkpflaster vor rotem Sandstein kommen die beiden heimischen Natursteinarten, die den Landschaftsraum und das Stadtbild Jenas stark geprägt haben, zur Geltung. Auf dem Platz kreuzen sich die Ost-West-Wegeverbindung von Winzerla nach Alt-Lobeda und die Nord-Süd-Verbindung über den neuen Felsbachsteg. Südlich des Baches gibt eine große Wiesenfläche mit Sitzbänken und Klangskulpturen den Blick frei auf das markante Ensemble der alten Steinbrücke mit dem Felsen und der neoromanischen Binderburg. Am Bach wachsen junge Kopfweiden und zum Gewerbegebiet hin heimische Laubbäume - als Ausgleich für den Straßenbahnneubau, dessen neue Haltestelle sich wie selbstverständlich in das Gesamtensemble einfügt.

Freiflächengestaltung am Felsbach, alte Burgauer Brücke

Gesamtansicht von Süden | Foto: Wolfram Stock

Neubau Kinderkrippe „An der Windmühle“

Weimar | Windmühlenstr. 15

Planungsbüros  gildehaus.reich architekten, Weimar | plandrei Dittrich + Luz GbR, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Andreas Reich

Bauherr  Hufeland-Träger-Gesellschaft Weimar mbH

Fertigstellung  Dezember 2010

Der Neubau erweitert die vorhandene KITA um 24 Krippenplätze in zwei Gruppen. Durch Bezugnahme auf die Hauptachse der Villa ergibt sich ein spürbarer Dialog zwischen Alt- und Neubau, welcher zudem die Bedeutung des Einzeldenkmals hervorhebt. Die Aufgliederung des Neubaus in drei, im Grundriss ovale „Raumkörper“ schafft interessante Raumerlebnisse und ermöglicht eine behutsame Einordnung des Baukörpers in den Kontext. Die "weichen" Formen erzeugen zudem eine kleinkindgerechte Formensprache und vermitteln ein Gefühl der Geborgenheit. Die behutsame Höheneinordnung zwischen Spielhof und Garten ermöglicht natürliche Übergänge von Innen nach Außen und schafft eine sinnvolle Zonierung der Freianlagen. Eine kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung, Dreifachverglasung, Fußbodenheizung und die Verwendung natürlicher, emissionsarmer Baustoffe sorgen für ein gesundes Raumklima und für einen geringen Energieverbrauch.

Neubau Kinderkrippe „An der Windmühle“

Vorplatz und Eingang | Foto: Andreas Reich

Umbau ehemalige Frauenklinik in Wohnungsbau „Wohnument“

Erfurt | Melanchthonstraße 8-10

Planungsbüros  HOFFMANN.SEIFERT.PARTNER architekten und ingenieure, Suhl | Büro für Landschaftsarchitektur Regina Schmalz, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Felix Harbig

Bauherr  Wohnument GmbH, Erfurt

Fertigstellung  September 2010

Ziel des Projekts „Wohnument“ war der Umbau des Bettenhauses der ehemaligen Frauenklinik zu einem Wohnhaus mit hohem Lebenswert. Der Planungs- und Bauprozess beinhaltete den Rückbau von drei Geschossen und die Neuerrichtung eines Staffelgeschosses. Das ursprünglich unmaßstäbliche Gebäude wurde nachträglich in den gewachsenen Bestand eingefügt und so das gesamte Quartier aufgewertet.
Errichtet wurden 30 Wohneinheiten mit 100 bis 180 m² Wohnfläche sowie drei neue Treppentürme mit Aufzügen. Die für den Wohnungsbau ungünstige Gebäudetiefe von 18 Metern konnte mit innenliegenden Bädern, großen Wohn- und Essbereichen und eingezogenen Loggien nutzbar gemacht werden.
Durch eine hochwärmegedämmte Gebäudehülle in Holztafelbauweise und dem Einsatz von Erdwärme durch Wasser-Wasser-Wärmepumpen konnte ein Gebäude im KfW-40-Standard realisiert werden. Jede Wohnung erhielt zudem eine kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung.

Umbau ehemalige Frauenklinik in Wohnungsbau „Wohnument“

Gesamtansicht Melanchthonstraße | Foto: Michael Miltzow

Neubau Foyer Telemann

Saaleplatte OT Wormstedt | Haupstr. 1

Planungsbüro  B19 ARCHITEKTEN BDA, Weimar

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. (FH) Matthias Döhrer | Dipl.-Ing. Marc Rößling

Bauherr  Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Wormstedt, Apolda

Fertigstellung  August 2010

Die äußere Gestalt des Hauses auf dem historischen Kirchhof in Wormstedt ergibt sich aus der Funktion und dem Wunsch, das Haus so stark wie möglich mit dem Ort zu verflechten. Die Fassade öffnet sich großflächig zum südöstlichen Kirchhof mit der Kirche als Platzkante und schließt nach Norden und Westen zur Kirchhofsmauer hin ab. Die Öffnung der Fassade im Südosten ermöglicht es, die Kirche spürbar im Gemeindehaus zu erleben und den sonnigen Kirchhof in das Haus zu tragen. Veranstaltungen können somit innen wie außen stattfinden und von dieser Verzahnung des Gebäudes mit seinem Außenraum profitieren. Das historische Kirchgebäude ist hierdurch im Gemeindehaus und außerhalb stark einbezogen und spürbar.

Neubau Foyer Telemann

Umbau Kindertagesstätte „Wichtelnest“

Katharinenberg OT Wendehausen | Mühlengrund 18

Planungsbüro  Architekturbüro Göbel, Mühlhausen

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Anne Göbel

Bauherr  Gemeinde Katharinenberg

Fertigstellung  Juni 2010

Aufgabe war, die Qualitätsstandards des Arbeiter-Samariter-Bunds (ASB) und den Thüringer Bildungsplan nicht nur pädagogisch, sondern auch baulich im Raumkonzept umzusetzen. Die Kinder sollen selbständig lernen, denken und planen. Ihre Phantasie soll angeregt und Selbstvertrauen entwickelt werden. Traditionelle Gruppengrenzen werden überwunden, die Kinder können frei nach ihren Interessen den Spielbereich wählen. Die Einrichtung besitzt verschiedene Funktionsräume, wie Musik- und Bewegungsraum, Bauzimmer, Kreativraum und Kinderrestaurant. Der Flur dient nicht nur der Erschließung, er ist ein Raum mit verschiedenen Qualitäten. Runde und eckige Wände, durchbohrte Wände und Lichtausschnitte in verschiedenen Formaten gewähren den Kindern Ein- und Ausblicke. Farbspiele an Wand und Boden leiten die Kinder und weisen auf die Nutzung der Räume hin. Die Formensprache und die farbliche Gestaltung wurden auch an der Gebäudehülle fortgeführt.

Umbau Kindertagesstätte „Wichtelnest“

Foyer der Kindertagesstätte | Foto: Anne Göbel

Freiflächengestaltung „Altes Kino“

Neustadt an der Orla | Rodaer Straße / Ecke Mühlstraße

Planungsbüro  B.A.S. Kopperschmidt + Moczala, Weimar

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Juliane Kopperschmidt

Bauherr  Stadt Neustadt an der Orla

Fertigstellung  März 2011

Durch den Abriss des Alten Kinos entstand eine Leerstelle am Eingang zur Altstadt. Das Projekt versucht, mit freiraumplanerischen und künstlerischen Mitteln die Markanz dieses Ortes wiederherzustellen, indem das Thema der Gärten vor der Stadtmauer aufgegriffen wird und die Kubatur des Alten Kinos in der Raumwirkung weiterhin spürbar bleibt. Den Rücken der Anlage bildet eine aus Gabionen gefügte Mauer im Verlauf der alten Stadtmauer. An der Kreuzung zur Rodaer Straße fasst eine Pergola den Stadtraum und bildet das Entrée zum „Platz der Träume“. Seitenwände aus Gabionen tragen ein leichtes Dach aus perforiertem Stahlblech, aus dessen Leerräumen sich ein Bild zusammensetzt – eine Reminiszenz an das Kino als „Palast der Träume“. Ein lichtes Baumdach überspannt die Platzfläche. Zur Mühlstraße wird die Anlage durch eine lineare Staudenpflanzung abgeschirmt. Blau blühende, duftende Stauden folgen dem Verlauf des ehemaligen Mühlgrabens.

Freiflächengestaltung „Altes Kino“

ehemaliger Kinovorplatz | Foto: Dirk Hädicke, B.A.S.

Sanierung Hauptgebäude Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Jena | Philosophenweg 3

Planungsbüros  STEFAN LUDES ARCHITEKTEN, Berlin | PSL Landschaftsarchitekten, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Andrea Ziegenrücker | Dipl.-Ing. Architektur Ludes Stefan

Bauherr  Freistaat Thüringen, vertreten durch das Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr, Gera

Fertigstellung  Dezember 2010

<p>Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude wurde 1879 von Gropius & Schmieden als Landesirrenanstalt errichtet. Im März 2002 begann Stefan Ludes Architekten mit der Planung der Grundsanierung. Jetzt stehen sechs Stationen mit 91 Betten sowie eine Poliklinik zur Verfügung. Zwischen den historischen Kerngebäuden stehen zeitgemäße Verbinderbauten. Durch die großflächigen Glasfassaden können die hier angeordneten Gemeinschaftsräume mit hellem Tageslicht versorgt werden. An der Ostfassade wurde der neue Hörsaal für 144 Personen errichtet. Aus seiner Funktion heraus entwickelt der Baukörper einen eigenen architektonischen Ausdruck und bietet den markanten städtebaulichen Auftakt des umliegenden Campusgeländes. Von PSL Landschaftsarchitekten wurde der Patientengarten, der Wirtschaftshof und die Liegendanfahrt vorgehalten. Der ehemalige Tobhof wird als Fahrradparkplatz genutzt. Die neuen Eingänge sind barrierefrei ausgeführt.</p>

Sanierung Hauptgebäude Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Fassade Hörsaal-Neubau und saniertes Hauptgebäude | Foto: Kim Oliver Gottschalk

Umbau Verwaltungsgebäude in Wohnungsbau „Wohnen über der Stadt“

Leinefelde-Worbis OT Worbis | Braustraße 1a

Planungsbüro  Architekturbüro Stadermann - Architekten BDA, Hausen

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. (FH) Ottmar Stadermann

Bauherr  Städtische Wohnungs GmbH Worbis, Leinefelde-Worbis

Fertigstellung  August 2010

<p>Es ist ein Privileg, nicht auf die Vorzüge des innerstädtischen Wohnens verzichten zu müssen und gleichzeitig über der Stadt, mit Blick in die umliegende Landschaft, wohnen zu können. Das sanierte Gebäude liegt in exponierter Lage am Schnittpunkt von Friedensplatz und Braustraße, umgeben von Geschäfts-, Wohn- und Verwaltungsgebäuden. Es beherbergt 27 moderne barrierefreie Wohnungen mit Balkon und herrlichem Blick auf die Stadt sowie einen separat erschlossenen Gewerbebereich im Erdgeschoss. Das fünfte Obergeschoss ist als Staffelgeschoss ausgebildet. Der hier befindlichen Wohnung ist ein Dachgarten mit Sonnenterrasse zugeordnet. Von hier aus hat man einen einmaligen Rundblick über die Dächer der Stadt in die umliegende Landschaft. Das gesamte Ensemble fügt sich architektonisch eigenständig und kommunikativ in den innerstädtischen Kontext ein. Durch die effektive funktionale Neuordnung von Gebäude und Außenanlage entsteht eine moderne zukunftsorientierte Anlage mit ausgewogener Gestaltung.</p>

Umbau Verwaltungsgebäude in Wohnungsbau „Wohnen über der Stadt“

Südostansicht | Foto: Fotoatelier-Grimm-Leinefelde

Neubau Kinderkrippe Fröbelhaus „Sarona“

Sonneborn | Gothaer Straße 228

Planungsbüro  architekturwerkstatt für soziales planen, Erfurt

Entwurfsverfasser  M.Arch., Dipl.-Ing. (FH) Josef Egger

Bauherr  Gemeinde Sonneborn

Fertigstellung  Juli 2010

Grundgedanke der Konzeption war, ein Gebäude zu entwickeln, in dem sich die von Fröbel entwickelte Pädagogik des „freien Spiels“ entfalten und das Fühlen, die Motorik, die Phantasie und die Kreativität der Kinder gefördert werden können. In Anlehnung an die „Baugaben“ Fröbels entwickelt sich das Gebäude aus einem schlichten Würfel. Durch die spielerische Auflösung der streng logischen Kubatur entsteht eine neue Form der Verzahnung, in der die Kinder neue Bedingungen, Beziehungen und Relationen entdecken können. Das „freie Spiel“ der Fassadenstruktur, in der der einfache Rhythmus der Gliederung immer wieder unterbrochen wird und sich zu neuen Formen zusammenschließt, soll die kreativen und schöpferischen Kräfte der Kinder anregen, um ihnen so die Welt der Erwachsenen nahe zu bringen.

Neubau Kinderkrippe Fröbelhaus „Sarona“

| Foto: Egger

Neubau Trommsdorffstraße 29-31

Erfurt | Trommsdorffstraße 29-31

Planungsbüro  Hauschild-Architekten BDA, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Sabine Hauschild | Dipl.-Ing. Lutz Hauschild

Bauherr  GSW Gemeinnütziges Siedlungswerk GmbH, Erfurt

Fertigstellung  April 2011

<p>Mit dem Neubau wird die ehemals vorhandene Bebauung am westlichen Ende der Trommsdorffstraße wieder hergestellt. Der 40 Meter lange Baukörper zeigt eine gleichmäßige vertikal betonte Fenstergliederung. Unterbrochen wird sie von eingezogenen Loggien, die sich bis in das Flachdach einschneiden und den Baukörper in seiner Länge gliedern. Die Gestaltung nimmt sowohl Bezug auf den historischen Bestand als auch auf den gegenüberliegenden Neubau des Karstadt-Sporthauses.<br /> Mit der Sichtbetonfassade im Erdgeschoss und der Klinkerfassade der Obergeschosse entspricht sie in Gestaltung und Materialität den umgebenden Gründerzeitfassaden. Der straßenseitige Erker betont den Haupteingang im Erdgeschoss, der in das Foyer des Bildungshauses „St. Ursula“ führt.<br /> Im ersten Obergeschoss befindet sich ein Speiseraum mit Küche und Personalbereich des Bildungshauses. Im zweiten und dritten Obergeschoss sind Wohnungen unterschiedlicher Größe entstanden.</p>

Neubau Trommsdorffstraße 29-31

Ansicht Anger | Foto: L + S Hauschild

Neubau Bürogebäude in Passivhausbauweise mit Lagerhalle

Elxleben | Osterlange 5

Planungsbüro  Helge Bucki Freier Architekt, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. (FH) Helge Bucki

Bauherr  Braun + Höfler GmbH, Elxleben

Fertigstellung  Januar 2011

Kontinuierliches Wachstum des Unternehmens veranlasste die Bauherren ein neues Bürogebäude und ausreichende Lagerkapazitäten zu errichten. Durch langjährige Zusammenarbeit mit dem Architekten beim energiesparenden Bauen kam nur eine Passivhausbauweise mit modernster Haustechnik in Frage.
Neben einer hochgedämmten Hülle kam eine Betonkernaktivierung zur Anwendung. Die Beheizung erfolgt über Warmwasserleitungen in der Bodenplatte. Dabei werden bei einer Vorlauftemperatur von nur 25 Grad Innentemperaturen von ca. 22 bis 23 Grad erreicht. Nach dem gleichen Prinzip bleibt die Halle frostfrei.
Die Wärmeversorgung stellt eine kleine Luft-Wasser-Wärmepumpe in Splittbauweise und eine kontrollierte Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sicher. Eine schnelle Erhöhung bzw. Absenkung der Raumtemperaturen in den Büroräumen im Sommer wird über Einzelraum-Deckeneinbaugeräte sichergestellt.
Die Haustechnik, die Verschattungsanlagen und die Beleuchtung werden über ein BUS-System gesteuert.

Neubau Bürogebäude in Passivhausbauweise mit Lagerhalle

Ansicht Süd | Foto: Bauherr

Sanierung Regelschule Königsee / Neubau Mensa

Königsee | Wasserluft 5

Planungsbüro  Fischer Architekten | BDA, Weimar

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Detlef Fischer | Dipl.-Ing. Antje Bräuer | Dipl.-Ing. Stefan Martin

Bauherr  Landkreis Saalfeld/Rudolstadt, Saalfeld

Fertigstellung  Oktober 2010

Der Schulstandort Königsee wird weiterentwickelt. Neben der energetischen Sanierung des 1969 errichteten Typenschulbaues der Regelschule wurde eine gemeinsame Mensa errichtet, die das Schulgebäude mit dem Gymnasium verbindet.

Die Regelschule soll als eigenständiges Gebäude neben dem prägnanten Gymnasium bestehen. Zur Beruhigung der städtebaulichen Situation wird das quaderförmige Grundvolumen des Gebäudes hervorgearbeitet, die dabei entstandenen Innenhöfe wurden durch die kupferfabige Vorhangfassade abgesetzt. Die kleinen Innenhöfe selbst (Haupteingang und Schattengarten) sind zum Schulhof hin durch eine Verschattungsanlage getrennt, die gestalterisch mit der Fibonacci-Zahlenfolge spielt.

Der Speisesaal als neuer Gebäudeteil wird in einer ruhigen und klaren Architektur direkt an die Regelschule angebaut und vom Gymnasium aus durch einen kurzen Gang erschlossen.

Sanierung Regelschule Königsee / Neubau Mensa

Pausenhof | Foto: Dipl.-Ing. Detlef Fischer

Neubau Wohnhaus Grüne Mitte 15a

Saalfeld | Grüne Mitte 15a

Planungsbüro  Huhle + Partner Architektin und Ingenieure, Saalfeld

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Katja Huhle

Bauherr  Waltraud Koitzsch, Saalfeld

Fertigstellung  Februar 2010

Die Fassaden des Kubus leben von der spannungsreichen Lochfassade mit Schwarz-Weiß-Kontrast: Schmale Fenster in Anthrazit werden durch anthrazitfarbene Fensterfelder zu Bändern gereiht, die auf weißem Grund hervorstechen. Daneben gibt es Einzelöffnungen - für besondere Ausblicke kastenartig umrahmt. Zum Schwarz-Weiß-Konzept tragen auch das Wechselspiel der Dachrandprofile sowie die dunkel gehaltene Nebenraum-Spange zwischen Garage und Wohnhaus bei. Hier erzeugt die dunkle Absetzung gleichzeitig Leichtigkeit. Ein weiteres markantes Detail ist die Schleuderbeton-Stütze über zwei Geschosse, die scheinbar mühelos das Flachdach trägt und an die sich der Balkon unscheinbar anhängt. Der freie Grundriss kommt ohne tragende Innenwände oder Pfeiler aus. Das Raumkonzept sieht im Erdgeschoss den Aktionsbereich mit Gästeempfang, Essen und Kochen vor. Im Obergeschoss mündet die Stiege aus gefaltetem Stahlblech im privaten Wohn- und Schlafbereich. Unter der geraden Treppe findet die Haustechnik Platz.

Neubau Wohnhaus Grüne Mitte 15a

Zugangsseite mit Spange | Foto: Huhle + Partner

Neubau Praxis mit zwei Wohneinheiten

Saalfeld | Grüne Mitte 17 und 17a

Planungsbüro  Huhle + Partner Architektin und Ingenieure, Saalfeld

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Katja Huhle

Bauherr  Antje und Andreas Dörfer, Saalfeld

Fertigstellung  September 2010

Die gewünschte Nutzungskombination aus Physiotherapie/Medizinischer Fitness im Erdgeschoss und Wohnen im Obergeschoss erforderte aufgrund der notwendigen Raumgrößen eine Zusammenlegung von zwei Grundstücken. Hierfür wurde die direkte Nachbarschaft zur Sporthalle gewählt. Der Baukörper vermittelt zwischen der Großstruktur Sporthalle und der kleinteiligen Wohnbebauung. Dabei bildet der Praxisteil im Erdgeschoss ein Langhaus. Im Obergeschoss mit zwei Wohneinheiten ist das Gebäude - in Korrespondenz zu den benachbarten Baufeldern – zweigeschossig ausgebildet. Auch mit der Fassadengestaltung wird mit der gewünschten Erscheinung als zwei Einzelhäuser auf den Kontext reagiert, z. B. im Wechselspiel zwischen weißer und terrabrauner Fassade. Besonderheiten sind der gekämmte braune Außenputz und die Betonung von einzelnen Öffnungen durch schräge Leibungen in der Kontrastfarbe Weiß. Die Wohnungen werden über eine Außentreppe erschlossen, die auf die große Dachterrasse führt.

Neubau Praxis mit zwei Wohneinheiten

Langhaus/ Praxiseingang | Foto: Huhle + Partner

Erweiterung Kindergarten „Louella“

Rudolstadt OT Schwarza | Schwarzburger Straße 20a

Planungsbüros  hof10 architekten+ingenieure bollmann knoch partner, Uhlstädt-Kirchhasel | Kunst am Bau: Sibylle Mania

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Jana Bollmann

Bauherr  Stadt Rudolstadt

Fertigstellung  November 2010

Der Kindergarten aus den 1950er Jahren, Südhanglage umgeben von altem Baumbestand, wurde in den 1990er Jahren saniert. Der Erweiterungsneubau beherbergt vier Gruppen- und drei Themenräume insbesondere für Kinder unter drei Jahren. Der winkelförmige, eingeschossige Bau schließt auf der Ebene des Kellerniveaus an das Bestandsgebäude an, das Flachdach ist teilweise als begehbare Dachterrasse ausgeführt. Alle Gruppen- und Mehrzweckräume haben einen barrierefreien direkten Ausgang in den Garten. Das Energiekonzept integriert Fußbodenheizung, kontrollierte Lüftung, Wärmepumpe in Ergänzung mit Drei-Scheiben-Verglasung und verstärkter Dämmung der Außenhülle. Bei der Innenraumgestaltung wurde auf klare Raumaufteilung, Lichtachsen und Farbkonzept Wert gelegt. Eine Besonderheit sind die von Kindern im Rahmen eines von einer Künstlerin geleiteten Workshops gestalteten, handgemalten Fliesen in den Sanitärbereichen.

Erweiterung Kindergarten „Louella“

Südansicht | Foto: Jana Bollmann

Freiflächengestaltung Heiligengasse

Pößneck | Heiligengasse 1

Planungsbüro  Architekturbüro Martin Raffelt, Pößneck

Bauherr  GWG Pößneck/Triptis mbH, Pößneck

Fertigstellung  September 2010

50 Meter neben dem Rathaus, mitten im Zentrum von Pößneck, sollte eine 4000 m² große Brachfläche neu gestaltet werden. Folgendes Programm wurde mit dem Bauherrn, dem Stadtplanungsamt und durch das Architekturbüro Raffelt erarbeitet:

  • Es wurde ein ebener Platz für 300 Personen für Konzerte, Ausstellungen und Stadtfeste gebaut.
  • Der ehemalige Innenhof ist eine parkähnliche Grünanlage geworden, die eine innerstädtische Oase bildet.
  • Viele Kinderspielgeräte sind vorhanden und Sportbetätigung ist möglich.
  • Das ganze Areal wirkt identitätsstiftend und ist Pößneck-spezifisch.

Mit dem neuen Altstadtplatz wurden alle Ziele erfüllt.

Das Thema Buch wurde in vielen Fassetten umgesetzt. Eine Büchergalerie, die mehr als 120 Jahre Buchherstellung der Stadt zeigt, schmückt die Sitzbänke.

Vier Sitzreihen aus Granit bieten 300 Personen Platz und umschließen sanft den Platz.

Freiflächengestaltung Heiligengasse

Panorama Platzeröffnung 3.9.2010 | Foto: Joerg-Uwe Jahn, Nimritz

Neubau Vogtlandhalle Greiz

Greiz | Carolinenstraße 15

Planungsbüros  HOFFMANN.SEIFERT.PARTNER architekten und ingenieure, Suhl | plandrei Dittrich + Luz GbR, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Felix Harbig | Dipl.-Ing. Ernst Scharf

Bauherr  Greizer Freizeit und Dienstleistungs GmbH

Fertigstellung  März 2011

Die Vogtlandhalle positioniert sich zwischen Goethepark und Carolinenstraße. Die besondere Lage ermöglicht das Erleben der Stadthalle schon von der Innenstadt aus. Das Foyer wird zum Fenster zur Stadt. Die Fassade wird durch eine großflächige Verglasung im Eingangsbereich einladend geöffnet. Weitere großformatige Fensterausschnitte definieren die jeweiligen öffentlichen Bereiche im Gebäude. Die Vogtlandhalle beherbergt öffentliche Räume, wie den Saal mit 800 Sitzplätzen, die kleine Bühne mit 150 Sitzplätzen und den Tagungsbereich. Weiter dient sie dem Philharmonischen Orchester und Vereinen als Proben- und Übungsstätte. Verwaltungsfunktionen für Theater, Vereine und Orchester befinden sich ebenfalls im Gebäude. Das Gebäude befindet sich in einer Erdbebenzone und im Überschwemmungsgebiet. Beiden Besonderheiten musste mit aufwendigen Planungen Rechnung getragen werden.

Neubau Vogtlandhalle Greiz

Blick zum Haupteingang | Foto: H.S.P

Neubau Wirtschaftsgebäude Pionierkaserne

Gera | Zum Hain 1

Planungsbüro  bv partnerschaft Architektur- und Ingenieurbüro Iris Karstädt Friedhelm Verges, Sondershausen

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Edith Baars | Dipl.-Ing. Iris Karstädt

Bauherr  Freistaat Thüringen, vertreten durch das Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr, Gera

Fertigstellung  März 2011

Die hohe Glasfassade mit den roten Lamellen und dem eingeschobenen Kubus charakterisieren den Speisesaal und laden zum Essen ein. Durch die Positionierung des Pultdachs öffnet sich die Fassade zur Kaserne hin und bringt eine bewusste Überhöhung. So kann sich das eingeschossige Wirtschaftsgebäude zwischen den Kasernengebäuden behaupten. Transparenz, rote Farbakzente und Blickbeziehungen in die Umgebung ziehen sich durch das gesamte Gebäude.

Das Konjunkturprogramm II machte den notwendigen Neubau eines Wirtschaftsgebäudes in der Pionierkaserne Gera möglich. Für die Küche wurde die Musterplanung der Bundeswehr zugrunde gelegt, wobei es im Speisesaal gestalterische Freiheit gab. Das Küchengebäude ist eingeschossig, mit Kalzipdach und gelber Putzfassade. Die notwendige Technik wurde in einer Teilunterkellerung und der geschickten Nutzung des Dachraums untergebracht. An der Anlieferungsrampe entstand ein Treppenturm mit Lochblechverkleidung.

Neubau Wirtschaftsgebäude Pionierkaserne

Fassade Speisesaal | Foto: Friedhelm Verges

Neubau Busbahnhof Jena-Paradies

Jena | Am Volksbad 1-2

Planungsbüro  dma deckert mester architekten, Erfurt

Entwurfsverfasser  Prof. Dipl.-Ing. Joachim Deckert | Dipl.-Ing. Rainer Mester

Bauherr  Stadt Jena

Fertigstellung  November 2010

Hauptmerkmal des Busbahnhofes ist sein neues, sich über die Wartezonen “schlängelndes” Dach. Es beginnt an einer stadträumlich relevanten Straßenecke und formuliert dort den markanten Punkt als “Eingang zur Stadt”. Das Dach überspannt in freier Form acht Haltestellen. Der dynamische Dachverlauf ist als architektonische Interpretation der Bewegungen des Verkehrsflusses zu sehen. Die Gestaltung des Daches verbindet den Busbahnhof mit dem benachbarten Fernbahnhof und schafft eine sinnfällige optische und funktionale Korrespondenz der beiden Verkehrsbauten. Die Konstruktion ist mit einer silbernen Aluminiumhaut überzogen, die nachts angestrahlt wird und indirektes Licht zurück auf die Bahnsteige reflektiert. Zwei Funktionsgebäude für Warten, Kiosk und Personal positionieren sich in freien Formen neben den Fahrspuren der Busse und verschneiden sich optisch mit der Form des Daches. 

Neubau Busbahnhof Jena-Paradies

Ostansicht Nacht | Foto: dma

Ausbau Garagen zu Anwaltskanzlei

Jena | Brauhofstr. 7

Planungsbüro  Waldhelm GmbH, Jena

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. (FH) Matthias Waldhelm

Bauherr  Peter Specht, Jena

Fertigstellung  November 2010

In einem neu errichteten Anbau sollte eine Büroeinheit neu gestaltet werden.

In dem eingeschossigen Stahlbetonrohbau befindet sich nun eine abgeschlossene Anwaltskanzlei. Dieser Teil des Gebäudes wurde mit zwei Schiebeelement-Verglasungen versehen. Die durch verlorene Betonschalung erstellte Konstruktion wurde in Sichtbeton belassen und mit Ausbaumaterialien ergänzt.

Flächenbündige Türen und ein Podest, um den Höhenunterschied zu überwinden, ergänzen das einfache Gestaltungskonzept der neuen Einheit. Das neue Gebäude sollte sich möglichst von dem bestehenden Gebäude abtrennen und weitestgehend in der Gestaltung zurück nehmen.

Da die Bestandsfassade mit einem matten hellgrauen Putz versehen ist, entschied sich der Bauherr nach langer Überlegung, eine fast schwarz lackierte Aluminiumfassade anzubauen.

Das Projekt wurde in einem Bauabschnitt im Jahr 2010 umgesetzt.

Ausbau Garagen zu Anwaltskanzlei

Übersicht | Foto: M.Waldhelm

Sanierung / Erweiterung IGS „Grete Unrein“

Jena | August-Bebel-Straße 1

Planungsbüros  pbr Planungsbüro Rohling AG Architekten und Ingenieure, Jena | Ehrensberger Holgar Freier Landschaftsarchitekt BDLA, Jena

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Matthias Fiedler

Bauherr  Kommunale Immobilien Jena (KIJ)

Fertigstellung  März 2010

Das dreiflügelige, denkmalgeschützte Gebäude der Integrierten Gesamtschule „Grete Unrein“ in Jena wurde 1909 bis 1912 als Lyzeum errichtet. Das äußere Erscheinungsbild mit plastischer Putzfassade und differenzierter Dachlandschaft stellt einen selbstbewussten Kulminationspunkt im städtebaulichen Gefüge dar. Auch im Gebäudeinneren zeichnet es sich durch Großzügigkeit und Gediegenheit aus. Durch eine längere Nutzungsgeschichte hindurch waren zahlreiche Veränderungen an der ursprünglichen Struktur entstanden und in ihrer Berechtigung kritisch zu hinterfragen. Außerdem bestand ein erheblicher zusätzlicher Raumbedarf. Dieser wurde u. a. durch einen eingeschossigen Speisesaal-Anbau erfüllt. Ziel der Sanierungs-, Modernisierungs-, Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen war daher die Bewahrung, Wiederherstellung und Interpretation der baulich-räumlichen Qualitäten sowie die Herstellung zukunftssicherer Unterrichtsbedingungen.

Sanierung / Erweiterung IGS „Grete Unrein“

Schulhof und Hoffassade | Foto: Bildwerk Miltzow Weimar

Freiflächengestaltung Carl-Zeiss-Gymnasium

Jena | Erich-Kuithan-Straße 7

Planungsbüro  impuls°Landschaftsarchitektur GbR, Jena

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Holgar Ehrensberger

Bauherr  Kommunale Immobilien Jena (KIJ)

Fertigstellung  Oktober 2010

Nach Sanierung der Gebäude erfolgte im Jahr 2009 die Neugestaltung der Außenanlagen. Die Freianlagen der Schule gliedern sich in die Bereiche Sportplatz, den großen Schulhof für die Klassen 7 bis 12 und den kleinen Hof für die Klassen 5 bis 6. Der Sportplatz erhielt eine neue Laufbahn sowie Sitzbänke entlang der Einhundertmeterstrecke. Das Zentrum des großen Hofes mit den mathematischen Linien wird nach Westen von einem Podest mit einem Baumsaal aus dornenlosen Gleditsien begrenzt. Das vor dem Eingang liegende Podest kann z. B. für Theateraufführungen genutzt werden. Die Stufenanlage und die Bänke unter den Bäumen bieten ausreichend Sitzgelegenheiten. An die Gebäudeflügel schließen sich seitlich kleinere Räume an. Staudenbeete umrahmen den Hof. Der kleine Hof ist auf Bewegung ausgelegt. Hier können sich die Schüler bei Tischtennis, Volleyball und Seilklettern austoben. Ein Baumsaal mit kleinkronigen Winterlinden und Sitzelementen sorgt für erhöhte Aufenthaltsqualität.

Freiflächengestaltung Carl-Zeiss-Gymnasium

Großer Hof mit Stufenanlage | Foto: Holgar Ehrensberger

Sanierung / Erweiterung Verwaltungsgebäude

Jena | Am Anger 13

Planungsbüro  Architekt Stephan Sittig , Jena

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. (FH) Stephan Sittig

Bauherr  Kommunale Immobilien Jena (KIJ)

Fertigstellung  März 2011

Ein bestehendes Verwaltungsgebäude aus den 1930er Jahren und einem Anbau aus den 1950er wurde grundlegend technisch, konstruktiv und energetisch saniert, um hier Verwaltungsräume des Dezernats Soziales (u. a. Jugendamt) unterzubringen. Die Sanierung war zum Teil sehr aufwendig, da das Gebäude in schlechtem Rohbauzustand war. Gestaltungselemente der Bauzeit der 1930er Jahre wie Faschen, Fensterformate und Steingewände wurden herausgearbeitet. Die bestehenden Gebäudeteile wurden mit einem viergeschossigen Anbau versehen, in dem Haupteingang und Foyer, Treppenhaus, Aufzug, sanitäre Anlagen und Besprechungsräume untergebracht sind. Der Anbau fügt sich in eine Nische des vorhandenen Gebäudekomplexes ein und ergänzt diesen funktional und gestalterisch mit Mitteln unserer Zeit. Der Hauptzugang mit überdachtem Vorbereich orientiert sich zur Stadt und ermöglicht vom Foyer Blicke ins Stadtzentrum. Die Fertigstellung der Sanierung ist ein weiterer Schritt zur Herstellung eines zentralen Verwaltungsstandortes am Anger in Jena.

Sanierung / Erweiterung Verwaltungsgebäude

Westansicht | Foto: Stephan Sittig

Sanierung / Erweiterung Schulzentrum Jena-Lobeda

Jena OT Lobeda | Karl-Marx-Allee 11

Planungsbüros  gildehaus.reich architekten, Weimar | RoosGrün PLANUNG, Kromsdorf

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Andreas Reich

Bauherr  Kommunale Immobilien Jena (KIJ)

Fertigstellung  September 2010

Die energetische Sanierung und funktionale Ertüchtigung des Schulkomplexes an der Karl-Marx-Allee bildeten Anlass und Ausgangspunkt der Planung. Hinzu kamen der Wunsch nach Schaffung attraktiver Außen- und Innenräume, nach "ablesbaren" Konstruktíonen und "ehrlichen" Materialien sowie nach Erhalt und Fortschreibung der vorgefundenen Gestaltprinzipien. Entstanden ist ein lebendiger Schulorganismus mit Raum für drei Schulen: die Saaletal-Grundschule, die Janis-Förderschule und die integrative Gesamtschule "Querwege".

Sanierung / Erweiterung Schulzentrum Jena-Lobeda

Zugang von der Karl-Marx-Allee | Foto: michael miltzow, www.bildwerk-weimar.de

Neubau Institut für Anorganische und Analytische Chemie FSU Jena

Jena | Humboldtstr. 8

Planungsbüro  pbr Planungsbüro Rohling AG Architekten und Ingenieure, Jena

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Michael Bracke

Bauherr  Freistaat Thüringen, vertreten durch das Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr, Jena

Fertigstellung  April 2011

Das Gebäude ist Ersatzbau und Erweiterung der Institutsflächen, die zur Zeit an unterschiedlichen Standorten in Jena untergebracht sind. 
Das Gebäude erscheint als Gesamtfigur mit einem viergeschossigen Hauptvolumen zur Aufnahme der hochinstallierten Laborräume entlang der Humboldtstraße und einem dreigeschossigen, winkelförmigen Volumen zum Steiger, welches die Erschließung, Seminarräume und Büros aufnimmt.
Es entsteht eine Grundrissfigur, die den Neubau und die Bestandsbauten zu einem mäandernden Gesamtensemble werden lässt.
Zwischen Neubau und Bestand entsteht ein halböffentlicher Platz, der im Norden durch einen eingeschossigen Höhensprung begrenzt wird. Zum Steiger erscheint der Neubau wegen des Höhensprungs als zweigeschossig, wodurch eine angemessene Geschossigkeit gegenüber dem Döbereiner Hörsaal und zum Grünraum am Steiger erreicht wird.

Neubau Institut für Anorganische und Analytische Chemie FSU Jena

Ansicht Humboldtstraße | Foto: Michael Miltzow, Bildwerk Weimar

Neubau Geschäftshaus

Nordhausen | Reichsstraße 27

Planungsbüro  Architektur- und Ingenieurbüro Nordhausen GmbH, Nordhausen

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Thoralf Breuer

Bauherr  Ulrich Damboldt, Bad Sachsa

Fertigstellung  März 2011

In der Nordhäuser Reichsstraße existierte seit den 1990er Jahren zwischen den Gebäuden Nr. 28 und 26a eine Baulücke. Die Bauherren, die gleichzeitig Eigentümer der Nr. 26a sind, sahen mit dem dargestellten Neubau die Möglichkeit, ihr Geschäft für Hörgeräte und Optikerartikel am Standort besser zu platzieren. So beherbergt das Objekt heute im Erdgeschoss die Ladenfläche zur genannten Gewerbeeinheit und im Obergeschoss eine großzügige Wohnung. Die über dem Obergeschoss befindliche Dachterrasse wird von den Wohnungsmietern als Freizeit- und Entspannungsbereich genutzt. Die das Objekt überspannenden Stahlrahmen implizieren die in der Bauflucht übliche Drei- bis Viergeschossigkeit. Der Neubau komplettiert die in der Reichsstraße vorhandene Zeilenbebauung und führt somit zu einem harmonischen Gesamtbild des bislang gestörten Straßenzuges.

Neubau Geschäftshaus

Dachbegrünung stilisiert | Foto: AING Nordhausen GmbH

Neubau Wohnpark „StudiZentrum“

Nordhausen | Taschenberg 37

Planungsbüro  Architektur- und Ingenieurbüro Nordhausen GmbH, Nordhausen

Entwurfsverfasser  Dipl. Ing. Nadine Neidt

Bauherr  Heck Haus- & Wohnungsbaugesellschaft mbH, Nordhausen

Fertigstellung  Oktober 2010

Nordhausens Fachhochschule ist eine Einrichtung mit ständig wachsendem Angebot an Studiengängen und somit auch stetig steigender Anzahl an Studierenden. Der Bau des Wohnparkes „StudiZentrum“ leistet einen Beitrag dazu, den entstandenen Mehrbedarf an kostengünstigem Wohnraum, ausgehend von der räumlichen Nähe zur FH, auf ideale Weise zu lösen. Der Wohnpark wurde auf einem ca. 1500 m² großen und allseitig umbauten Brachland errichtet und trägt durch seine Anbindung an die umliegenden Wohngebiete zur Stadtreparatur und Verdichtung der innerstädtischen Bebauung bei. Die Gebäude beherbergen 128 Wohneinheiten und wurden nach KfW-40-Standard errichtet. Solarthermie und kontrollierte Wohnraumlüftung gehören zum haustechnischen Standard. Der auf dem Grundstück vorhandene und überbaute 450 m² große Gewölbekeller soll nach genauer Prüfung eventuell direkt von den Studenten des Wohnparkes oder der Fachhochschule genutzt werden können.

Neubau Wohnpark „StudiZentrum“

Reihe 3 | Foto: AING Nordhausen GmbH

Sanierung / Umbau Wohn- und Geschäftshaus

Nordhausen | Töpferstraße 41/42

Planungsbüros  arko bauplanung GmbH, Nordhausen | Götze Landschaftsarchitektur, Nordhausen

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. (FH) Pia Wienrich

Bauherr  Städtische Wohnungsbaugesellschaft mbH, Nordhausen

Fertigstellung  April 2010

Der Umbau und die Sanierung der Ecke Töpferstraße 41/42 entfaltet mit neuer Identität ihre positive Wirkung im innerstädtischen Kontext. Dem hohen Anspruch „Wohnen inmitten der Stadt“ unter besonderer Berücksichtigung der älteren Bürger wird das Objekt gerecht. Das attraktive Umfeld, insbesondere die nahe Terrasse mit dem Holzdeck und dem Eiscafé, lädt zum Verweilen ein.
Die funktionale und architektonische Transformation des Plattenbaus folgt der kreativen Auseinandersetzung mit dem baulichen Bestand.
Die modernen Architekturelemente Stele, Cortenbeete und Glasbalkone können wie die farbige Putzfassade provozieren und die Menschen dazu bringen, über Architektur zu diskutieren …
Das Wohnen in der Innenstadt wird heute wiederentdeckt. Ganzheitlich und zukunftsfähig bietet die Töpferstraße 41/42 seinen Mietern eine hohe Wohn- und Lebensqualität, um flexibel Wünsche und Bedürfnisse zu erfüllen.

Sanierung / Umbau Wohn- und Geschäftshaus

Südwestecke mit Freiterrasse | Foto: Pia Wienrich

Umbau / Modernisierung Regelschule „G. E. Lessing“

Nordhausen | Am Salzagraben 4

Planungsbüros  Rembe / Borgwaldt - Freie Architektin / Stadtplaner / Ingenieure, Nordhausen | Wette + Küneke Landschaftsarchitektur, Göttingen

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Kathrin Rembe

Bauherr  Stadt Nordhausen

Fertigstellung  Januar 2011

Bei diesem Vorhaben wurde eine Typenschule aus den 1970er Jahren an die aktuellen Bedürfnisse angepasst und in Teilen rückgebaut. Der Fachraumtrakt und der Längsriegel werden nun durch einen Zwischenbau ergänzt, welcher nicht nur die Haupterschließung, sondern auch den Bezugsort für das soziale Leben der Schule darstellt. Hier ist der zentrale Treffpunkt zum Essen, Reden, Beobachten, Spielen, Lernen in Gruppen und Feiern. Funktionell eng verbunden mit dem Bereich Medien/Bibliothek bietet der Zwischenbau ein Raumerlebnis über zwei Etagen und öffnet sich nach Süden zur Sonne und zum Außengelände. Die Erschließung über die Galerie erlaubte die Vergrößerung der bisher zu kleinen Klassenräume. Entstanden ist eine farbenfrohe Architektur als Hintergrund für den künstlerischen Schaffensdrang der Kinder. Die Schule wurde energetisch saniert und verfügt über eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.

Umbau / Modernisierung Regelschule „G. E. Lessing“

Südansicht | Foto: Kathrin Rembe

Sanierung Rathaus Heringen

Heringen/Helme | Straße der Einheit 100

Planungsbüro  Erfurt & Partner GmbH, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. (FH) Simone Bornemann | Dr.-Ing. Uwe Wilke

Bauherr  öffentlich

Fertigstellung  September 2010

Das Einzeldenkmal im Zentrum der Stadt Heringen wurde im 16. Jahrhundert erbaut und hat eine wechselvolle Bau- und Nutzungsgeschichte erlebt.
In den 1970er Jahren wurde das Objekt um einen dritten Anbau erweitert und bis Anfang der 1990er Jahre als Gaststätte genutzt.
Das Umsetzungskonzept sah vor, das sanierungsbedürftige Gebäude äußerlich auf seinen Urzustand zurück zu bauen. Im Inneren erfolgte die komplette Entkernung und Neuorganisation der Grundrisse. Die Erschließung der einzelnen Gebäudeteile wurde durch einen Glasverbinder ermöglicht. Der neue Verbinder steht im architektonischen Kontrast zur historischen Bausubstanz und macht damit die unterschiedlichen Entstehungszeiten ablesbar.
Entstanden ist ein modernes, lichtdurchflutetes und behindertengerechtes Verwaltungsgebäude der Landgemeinde Stadt Heringen/Helme.

Sanierung Rathaus Heringen

Rückansicht | Foto: Simone Bornemann

Neubau Café mit Backshop

Ebeleben | Sondershäuser Straße 22

Planungsbüro  Architektur- u. Ingenieurbüro Holm Jentsch, Sondershausen

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. (FH), Dipl.-Ing. Holm Jentsch

Bauherr  Lutz Eckleben, Ebeleben

Fertigstellung  September 2010

Fährt man auf der B 249 durch den Ort Ebeleben, lädt ein neues Café in bester Lage zum Stoppen und Verweilen ein. Das moderne geradlinige und transparente Gebäude erregt Aufmerksamkeit.

Hier ist die Geschäftsidee der Traditions-Bäckerei Eckleben real geworden. Ein Verkaufsladen für traditionelle Backwaren im modernen Ambiente mit Café und einem Back-Drive-in. Komplettiert wird es durch die Außenwerbung und die Außenanlagen inklusive Spielplatz und Terrasse.

Raumhohe Verglasungen garantieren einen lichtdurchfluteten Gastraum und erreichen fließende Räume vom Verkauf bis zur Terrasse.

Das Ambiente ist angenehm einladend, nicht zuletzt durch die behutsam mit viel Liebe ausgesuchte Inneneinrichtung.

Zum Einsatz kommt ein Heizleistensystem, das in die Fassadenpfosten und die Fußbodensockel integriert wurde.

Neubau Café mit Backshop

Fassade 2 | Foto: Holm Jentsch

Sanierung Kindertagesstätte „Bummi“

Artern | Einbecker Straße 7

Planungsbüro  Architektur- und Ingenieurbüro Dipl.-Ing. Birgit Reinshaus, Artern

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. (FH) Alexander Reinshaus | Dipl.-Ing. Birgit Reinshaus

Bauherr  Stadt Artern

Fertigstellung  Juli 2010

Die Kindertagesstätte „Bummi“ in Artern wurde 1990 in Plattenbauweise errichtet und seitdem ununterbrochen genutzt. Die alternde Gebäudesubstanz und der gestiegene Raumbedarf forderten eine grundlegende Sanierung. Der Typenbau wurde straßen- und gartenseitig durch schmale Anbauten vergrößert. Das Raumprogramm konnte so erweitert und neu organisiert werden. Durch die in die Eingangsfassade integrierte Rampe und das Anheben der Terrasse sind jetzt alle Zugänge barrierefrei. Der Laubengang schafft nicht nur Freiluftsitzplätze für die Kindercafeteria im Obergeschoss, sondern sichert auch den zweiten Rettungsweg. Der autarke Multifunktionsraum mit ebenengleicher Anbindung an die Terrasse kann über die Öffnungszeiten der Kita hinaus genutzt werden. Mit Blick auf die Ressourcenentwicklung wurde der Altbau im Wesentlichen erhalten. Durch die Sanierung wurde der Energieverbrauch und damit der CO2-Ausstoß deutlich reduziert.

Sanierung Kindertagesstätte „Bummi“

Nordfassade - Haupteingang mit Rampe | Foto: Daniel Franke, Fotodesign Berlin

Umbau Wirtschaftsgebäude in Verwaltungsgebäude

Kleinbartloff OT Reifenstein | Klosterstr. 7

Planungsbüro  Architekturbüro Stadermann - Architekten BDA, Hausen

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. (FH) Ottmar Stadermann

Bauherr  Eichsfeld Klinikum, Kleinbartloff

Fertigstellung  August 2010

Das ehemalige Wirtschaftsgebäude des Zisterzienserklosters Reifenstein entstand Ende des 17., Anfang des 18. Jahrhunderts. Das in den letzten Jahren ungenutzte Haus wird seit dem Umbau im Zeitraum 2009/2010 als zentrale Verwaltung der drei Häuser des Eichsfeld Klinikums nachgenutzt. Im Obergeschoss sind temporäre Wohneinheiten für Ärzte und Auszubildende, die nicht aus dem näheren Umkreis stammen, entstanden. Da das vorhandene Wirtschaftsgebäude die vom Bauherrn geforderten Büroflächen nicht komplett aufweist, wurde ein eingeschossiger Erweiterungsbau parallel zum Bestand ergänzt. Den gemeinsamen Eingangsbereich bildet der als Glasfuge ausgeführte Verbindungsbau. Durch die Wahl der Oberflächen wird die zeitliche Einordnung der Baukörper ablesbar. Es entsteht ein spannungsreicher Kontrast zwischen den modernen, glatten Glas-/Metallfassaden des Neubaus und den historisch gestalteten Fassaden des Bestandes mit rauer Spritzputzoberfläche, Sprossenfenstern und abgesetzten Fensterfaschen.

Umbau Wirtschaftsgebäude in Verwaltungsgebäude

Nordwestansicht Haupteingang | Foto: Fotoatelier-Grimm-Leinefelde

Neubau Informations- und Besucherzentrum am Grenzlandmuseum

Teistungen | Duderstädter Straße 5

Planungsbüro  Architekturbüro Stadermann - Architekten BDA, Hausen

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. (FH) Ottmar Stadermann

Bauherr  Verwaltungsgemeinschaft Lindenberg/Eichsfeld, Teistungen

Fertigstellung  April 2010

Das Grenzlandmuseum Eichsfeld befindet sich im ehemaligen Zollverwaltungsgebäude der DDR an der heutigen niedersächsisch-thüringischen Landesgrenze. Seit 1995 betreibt ein Trägerverein das Museum als Mahn- und Erinnerungsstätte. Eine dem Grenzlandmuseum angeschlossene Bildungsstätte bietet Interessierten die Möglichkeit, sich in Seminaren weiterzubilden. Das neu erbaute Informations- und Besucherzentrum ist als repräsentativer Kopfbau an den vorhandenen Bestand angegliedert. Im Erdgeschoss befindet sich der Empfang mit einem Infopunkt für Touristen. Das Obergeschoss beherbergt einen Informations-, Ausstellungs- und Schulungsraum sowie Büros. Im Untergeschoss sind die Vorbereitungs- und WC-Räume untergebracht. Der moderne Baukörper aus Stahl- und Sichtbeton, kombiniert mit transparenten Glasflächen, ist bewusst schlicht gestaltet. Der schwebende Baukörper im Obergeschoss stellt mit seiner hinterleuchteten Fassade aus Edelstahl die symbolische Assoziation zu einem Grenzzaun her.

Neubau Informations- und Besucherzentrum am Grenzlandmuseum

Nordwestansicht | Foto: Fotoatelier-Grimm-Leinefelde

Freiraumgestaltung „Am Katzensprung“

Schmalkalden | Steinerne Wiese / Katzensprung

Planungsbüros  RoosGrün PLANUNG, Kromsdorf | Künstler Harald Gratz, Schmalkalden

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Heike Roos

Bauherr  Stadt Schmalkalden

Fertigstellung  August 2010

Zwischen den Straßenzügen Schmiedhof und Steinerne Wiese ist der Freiraum Bestandteil des nördlichen Stadtmauerrings. Das übergeordnete Entwicklungsziel der Stadt Schmalkalden ist die Schaffung eines durchgängigen Grüngürtels zwischen innerem und äußerem Stadtmauerring. Die Gestaltung des Freiraumes wird diesem Ziel gerecht. Aufgabe der Planung war die Inszenierung der Stadtmauerrelikte, die Gestaltung der Freifläche als Auftakt in die historische Wallanlage sowie die Einordnung einer standortbezogenen Spielplastik. Hauptelement ist der ovale Platz, der mit Bänken und einer Spielplastik (Katze als Pendant zum Katzensprung) ausgestattet ist und als Aufenthaltsbereich, Treffpunkt und Erholungsort fungiert. Ein aspektreiches Staudenband begrenzt den Platzbereich; ein Meer von Frühjahrsblühern setzt Akzente in der Rasenfläche. Die Stadtmauerrelikte wurden saniert, durch Gehölzrodung freigestellt und durch Effekt-Beleuchtung inszeniert.

Freiraumgestaltung „Am Katzensprung“

Pflanzimpressionen | Foto: Heike Roos

Umbau / Sanierung Aussegnungshalle Barchfeld

Barchfeld | Am Friedhof

Planungsbüro  B19 ARCHITEKTEN BDA, Barchfeld

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Marc Rößling | Dipl.-Ing. (FH) Matthias Döhrer

Bauherr  Gemeinde Barchfeld

Fertigstellung  Januar 2010

Die Trauerhalle der Gemeinde Barchfeld wurde in den 1950er Jahren des letzten Jahrhunderts unweit des Ortes auf dem zugehörigen Friedhof errichtet. Das Gebäude entspricht in Kubatur und Erscheinungsbild den örtlichen Gegebenheiten dieser Zeit und fügt sich sehr gut in sein Umfeld ein. Die Sanierungsmaßnahmen lassen daher die Außenhaut weitgehend unberührt und konzentrieren sich auf den Innenraum. Neben einer Vergrößerung des Hauptraumes und der Schaffung von zusätzlichen Sitzplätzen (Bestandsmöbel) erschien es uns notwendig, dem Andachtsaum ein würdevolles Erscheinungsbild zu geben. Der Altarbereich wird in der Längsachse vergrößert, durch ein einheitliches Materialkonzept zusammengefasst, zum Außenraum hin geöffnet und aufgewertet. Durch den Mittelgang rückt der Altar ins Zentrum und der Raum bekommt einen angemessenen sakralen Charakter.

Umbau / Sanierung Aussegnungshalle Barchfeld

Innenraum

Neubau Unterkunftsgebäude Jugendherberge „Urwald-Life-Camp“

Lauterbach | Harsbergstraße 4

Planungsbüros  Hartmann + Helm Planungsgesellschaft mbH, Weimar | VITAMINOFFICE ARCHITEKTEN, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Ulrich Helm

Bauherr  Deutsches Jugendherbergswerk Landesverband Thüringen, Weimar

Fertigstellung  Juli 2010

Am Nationalpark Hainich befindet sich auf dem Harsberg eine der innovativsten Jugendherbergen, das "Urwald-Life-Camp". Komfortable Unterkünfte in den Bestandsgebäuden und dem Neubau werden von naturnahen Abenteuerunterkünften wie Baumhäusern, Tipi und Erdhöhle sowie Räumen für verschiedene Umweltbildungsangebote ergänzt. Bauten und Einrichtungen wurden parallel zum pädagogischen Programm entwickelt. Im Neubau befinden sich neben 16 Unterkunftszimmern zwei Umweltlabore sowie der 220 m² große Spielaktionsraum. Dieser sechseckige Saal ist ganz auf das speziell entwickelte Lernspiel ausgelegt, das hier veranstaltet wird. Der Raum holt die Buchenwälder des Nationalparks nach innen, schmale Fenster simulieren das Streiflicht zwischen den Baumstämmen der Wandgestaltung. Der Fußboden ist als Spielfläche Aktionsraum und Auditorium zugleich.
Das Gebäude wurde mit Terrassen am Hang mit Blickbezug zum Abenteuerbereich angeordnet und im Holzrahmenbau errichtet.

Neubau Unterkunftsgebäude Jugendherberge „Urwald-Life-Camp“

Ansicht mit Terrasse | Foto: Thomas Weiss

Neubau / Erweiterung Produktions- und Verwaltungsgebäude

Emsetal OT Schwarzhausen | Inselsbergstraße 3

Planungsbüro  Lehrmann & Partner GbR · Architektur- und Ingenieurbüro, Waltershausen

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. (FH) Michael Heß

Bauherr  Sklarz Abwasser- und Umwelttechnik GmbH, Emsetal

Fertigstellung  März 2011

Bauen für den Mittelstand

Dass ein identitätstiftendes Erscheinungsbild für mittelständische Unternehmen interessant ist, beweist der Neubau der Firma Sklarz. Zeichenhaft macht der Neubau entlang der viel befahrenen Landesstraße auf den Standort des europaweit exportierenden Unternehmens aufmerksam und ergänzt die vorhandene Produktionshalle. Der Neubau wird durch stützenfreie Räume charakterisiert, welche sich an ändernde Nutzungsbedingungen anpassen können. Im Erdgeschoss befindet sich ein großzügiges Foyer, dahinter sind die Sozialräume für die Mitarbeiter angeordnet. Das Obergeschoss nimmt neben den Büros einen 40 Personen fassenden Seminarraum auf, in welchem der Bauherr seine Kunden an der eigens gefertigten Produktpalette effizient schulen kann. Ein überkragendes Obergeschoss zur Erschließungsstraße hin definiert den Haupteingang. Die Architektur ist Teil der Corporate Identity und sichert der Firma Sklarz eine verbesserte Situation innerhalb des Wettbewerbs.

Neubau / Erweiterung Produktions- und Verwaltungsgebäude

Südwestansicht mit Sonnenschutz | Foto: Axel Bauer

Neubau Bürogebäude Thüringer Behälterglas GmbH

Schleusingen | Suhler Straße 60

Planungsbüro  Dr. Schmidt Planungsgesellschaft mbH, Schleusingen

Entwurfsverfasser  Dr.-Ing. Hans-Gerd Schmidt | Dipl.-Ing. (FH) Florian Sittig

Bauherr  Thüringer Behälterglas GmbH, Schleusingen

Fertigstellung  September 2010

Schleusingen steht in einer 150-jährigen Tradition der Glasherstellung. Unter Einsatz modernster Technologien werden heute in der Thüringer Behälterglas GmbH Gebrauchsgläser für die europäische Getränke- und Lebensmittelindustrie produziert. Im Rahmen der Neustrukturierung des Betriebes waren sämtliche Verwaltungskapazitäten zu konzentrieren. Dazu wurde ein bestehendes Gebäude saniert und durch einen Neubau zur Firmenzentrale ausgebaut. Der Stahlbetonskelettbau wurde in Anlehnung an die Glasproduktion mit einer Vorhangfassade aus Glaspaneelen bekleidet. Die unregelmäßige Anordnung der vertikal ausgerichteten Öffnungselemente sorgt in Verbindung mit den fein abgestuften und unregelmäßig wiederkehrenden Farbtönen für ein reizvolles Gesamterscheinungsbild. Die Farbtöne sind der Corporate Identity des Unternehmens entlehnt. Raumhohe Fenster und Glastrennwände sorgen für lichtdurchflutete Innenbereiche und gute Sichtbeziehungen.

Neubau Bürogebäude Thüringer Behälterglas GmbH

Haupteingang

Wiederaufbau historische Bibliothek Augustinerkloster Erfurt

Erfurt | Augustinerstraße 10

Planungsbüro  Junk & Reich Architekten BDA Planungsgesellschaft mbH, Weimar

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Klaus Reich | Dipl.-Ing. Ulrich Junk

Bauherr  Evangelisches Augustinerkloster zu Erfurt

Fertigstellung  August 2010

Drei Entwurfsschwerpunkte prägen den Charakter der neuen Gebäude: die Fuge zwischen Alt und Neu, die daraus abgeleitete Lichtführung sowie in Bezug auf die Anordnung von Bauhülle und Ausbau das Thema Haus im Haus. 
Der Neubau für den Veranstaltungs- und Repräsentationsbereich folgt im Wesentlichen der ehemaligen Kubatur des historischen Bibliotheksgebäudes. Auf der Nordseite befinden sich im freigestellten Erschließungsriegel Eingang, Treppen, Aufzug und Sanitärbereich. Die verglasten Längsseiten erlauben den Durchblick zu den historischen Gewänden und Mauerresten, die Transparenz erleichtert die Orientierung im Eingangsbereich. Dreigelenkrahmen aus Leimholzbindern bilden das attraktive Dachgeschoss, in dem sich der Repräsentationsbereich mit Bibliothek befindet. Der Besucher findet Zugang aus dem transparenten Foyer und Erschließungsriegel über kubisch ausgeformte Stege. 

Wiederaufbau historische Bibliothek Augustinerkloster Erfurt

Ansicht Nordfassade | Foto: Thomas Weiß

Neubau Haus SZL

Gotha | Gebrüder-Ruppel-Straße 9

Planungsbüro  kanngießer jauck architekten, Gotha

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Tom Kanngießer

Bauherr  privat

Fertigstellung  Mai 2010

Das Gebiet einer ehemaligen Industriebrache wurde im Rahmen der Stadtentwicklung Gothas zu einem Baugebiet für Wohnbauten entwickelt. Das ausgestellte Gebäude zeigt anschaulich, wie in Zusammenarbeit mit der Stadt Gotha und dem Entwicklungsträger ein „in die Tage gekommener“ Bebauungsplan angepasst werden konnte, so dass die Möglichkeit bestand, die Monotonie der bereits realisierten Gebäude aufzubrechen und das Gebiet um stärker individualisierte Wohnhäuser zu erweitern.
Dementsprechend setzt das Haus SZL kompromisslos das durch die Bauherrschaft angestrebte Raum- und Funktionsprogramm um. In der Gebäudehülle manifestiert sich dies durch kubische Bauformen mit vor- und zurückspringenden Fassadenbereichen, welche sich aus dem internen Raumgefüge ableiten.
Dem zu minimierenden Anteil an Primärenergie bei der Gebäudeheizung Rechnung tragend, wird das Gebäude mittels Erdwärme beheizt und gekühlt.

Neubau Haus SZL

Ansicht Nordseite mit Hauseingang | Foto: kja

Neubau Haus Allewohl

Gotha | Schwabhäuser Straße 24 a

Planungsbüro  grosskopf-architekten, Gotha

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. (FH) Sebastian Großkopf

Bauherr  privat

Fertigstellung  Juni 2010

Energieeffizienz im historischen Kontext.

Das Haus Allewohl (KfW 55) zeigt, dass modernes und energiebewusstes Bauen in der Altstadt keinen Gegensatz bedeutet. Der Entwurf für die vierköpfige Familie basiert auf der Zonierung der Geschosse in die Bereiche Erschließung/Sanitär und Wohnen, wobei sich der letztere durch die Möglichkeit einer variablen Teilung der jeweiligen Lebenssituation der Familie anpassen kann. Die Straßenansicht spielt mit der Neuinterpretation historischer Fassadenelemente wie Gaube, Fenstergewände und Faschen. Die Gartenansicht ist von einer Balkonkonstruktion geprägt, die jeder Ebene einen eigenen „Außenraum“ gibt und für passiven Sonnenschutz der Verglasung sorgt, die ihrerseits solare Gewinne in der kalten Jahreszeit garantiert. Die komplette Haustechnik, bestehend aus Wärmepumpe, Pufferspeicher und Lüftungsanlage, wurde bei dem nicht unterkellerten Gebäude geschickt in den Eingangs- und Garderobenbereich im Erdgeschoss integriert.

Neubau Haus Allewohl

Straßenansicht | Foto: Swen Gottschall

Neubau Montagehallen und Bürogebäude

Gotha | Mühlhäuser Straße 3

Planungsbüro  Liebold Architektur, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Steffen Liebold

Bauherr  Bystronic Maschinenbau GmbH, Gotha

Fertigstellung  2009

Aufgabe war, Funktionen wie Repräsentieren, Verkaufen, Verwalten, Produzieren, Lagern und Transportieren im Rahmen der Fabrikbetriebsplanung mittels Erweiterungsbauten zu ermöglichen.

Die Neustrukturierung bedingte den Bau einer neuen Werkszufahrt, Werksstraße und die Neuordnung der Außenflächen. Die Fabrikerweiterung besteht aus drei Gebäuden, einer Montagehalle in Stahlbetonbauweise mit 32 Meter langen Spannbetonbindern, einem Lagergebäude mit Baugruppenmontage und einem Verwaltungsgebäude mit Foyer. In der Planung wurden vor allem das Corporate Design, die Firmenphilosophie, die Produktionsprozesse sowie Aspekte der Nachhaltigkeit und Energieeffizienz berücksichtigt. Sichtbetonelemente bei Stützen, Wänden und Decken und der von uns entwickelte Designbetonboden prägen das innere Erscheinungsbild. Die horizontale linienförmige Wellenstruktur, die dezente Farbigkeit sowie die flächenbündigen Verglasungen der umlaufend angeordneten Fensterbänder und des Foyers kennzeichnen den Gebäudekomplex.

Neubau Montagehallen und Bürogebäude

Straßenansicht | Foto: Steffen Liebold

Umbau / Modernisierung Staatliche Grundschule Gotha-Siebleben

Gotha OT Siebleben | Högernweg 8

Planungsbüros  Architekturbüro Wohlleben, Gotha | Heinisch Landschaftsarchitekten, Gotha

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Matthias Wohlleben

Bauherr  Stadt Gotha

Fertigstellung  Juli 2010

In kräftigem Ocker-Gelb und Orange strahlt die Umweltschule Gotha-Siebleben. Aus einem DDR-Platten-Typenbau entstanden durch Rückbau zwei parallel gegenüberstehende Gebäudeteile mit einem Pultdach in Holzbinderkonstruktion. Am Verbindungsbau wurde die Fassade komplett entfernt und durch eine Alu-Konstruktion in Pfosten-Riegel-Bauweise ersetzt. Das kinderfreundliche Raumkonzept ist so konzipiert, dass die Räume sowohl durch den Schul- als auch den Hortbetrieb genutzt werden können. Die Aula wurde ins Kellergeschoss verlegt, um einen Zugang zum freizügig gestalteten Außenbereich zu erreichen. In den Treppenhäusern, wo einst Glasbausteine nur wenig Licht spendeten, sorgen nun großzügige Glasflächen für einen Blick über den Ortsteil Siebleben. Erneuerbare Energien konnten durch eine Solarstromanlage auf dem Dach sowie durch ein Blockheizkraftwerk, welches zusätzlich 5.500 Watt ins öffentliche Stromnetz speist, realisiert werden. Eine moderne Grundschule. Im Grünen.

Umbau / Modernisierung Staatliche Grundschule Gotha-Siebleben

Südansicht | Foto: Tim Wohlleben

Umbau Sägewerk in Ortsteilzentrum

Waltershausen OT Wahlwinkel | Hörselgauer Str. 39a

Planungsbüro  B19 ARCHITEKTEN BDA, Barchfeld

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. (FH) Matthias Döhrer | Dipl.-Ing. Marc Rößling

Bauherr  Stadt Waltershausen

Fertigstellung  November 2010

Das ehemalige Sägewerk mit längsseitigem Anbau steht im Ortszentrum von Wahlwinkel vis-a-vis zu Kirche und Pfarrhaus. Durch den Umbau des Gebäudes zu einem Bürgerhaus und die Umgestaltung der Außenanlagen im Rahmen dieser Sanierung erfährt die Gemeinde eine enorme Aufwertung in der so wichtigen historischen Mitte. Die äußere Gestalt des Hauses ist zum Teil vorgegeben aus dem Bestand der beiden Gebäudeteile und wird behutsam an die Umgebung angepasst. Die Fassade behandelt beide Gebäudeteile gleich, damit die innere Nutzung auch nach außen getragen werden kann und der Bürgersaal als „ein Haus“ wahrgenommen wird. Die Fassade öffnet sich großflächig zum geplanten Dorfplatz im Osten und schließt sich nach Westen zur Straße hin.

Umbau Sägewerk in Ortsteilzentrum

Außenansicht

Umbau / Sanierung Produktionshallen

Mechterstädt | Lauchaer Straße 13

Planungsbüro  Liebold Architektur, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Steffen Liebold

Bauherr  Thüringer Agrartechnik & Maschinenbau GmbH, Dingelstädt

Fertigstellung  2008

Funktionen wie Repräsentieren, Verkaufen, Verwalten, Produzieren, Lagern, Transportieren im Rahmen der Fabrikbetriebsplanung mittels Umbau und Sanierung effizienter zu ermöglichen, war gefordert. Der in den Jahren 1955/56 als Standort der MTS gebaute Gebäudekomplex wurde im Anschluss als Landmaschineninstandsetzungswerk genutzt. Heute werden in dem zentralen dreischiffigen Gebäude Komponenten und Produkte im Bereich Maschinenbau gefertigt. Die neu gegliederten Fensterbänder, sowie die Farbgestaltung prägen das äußere Erscheinungsbild. Neue Sozial- und Bürobereiche sind im Eingangsbereich, Oberflächenbehandlungsanlagen für Stahl und die Fertigungswerkstätten sind seitlich der Montagehalle geschaffen worden. Weitere Gebäude wurden dem funktionalen Anforderungen des Werkstatt- und Servicebereiches für Landmaschinen angepasst. Eine funktional notwendige Neuordnung und Gestaltung der Außenflächen, sowie Maßnahmen der Energieeffizienz und Emissionssenkung wurden bei der Sanierung umgesetzt.

Umbau / Sanierung Produktionshallen

Süd-West-Ansicht | Foto: Foto: Steffen Liebold

Neubau Bürogebäude Emsys

Ilmenau | Werner-von-Siemens-Straße 20

Planungsbüro  Gabriele Döller - Freie Architektin, Weimar

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Gabriele Döller | Dipl.-Ing. Jan Weyh

Bauherr  Dr. Karsten Pahnke, Ilmenau

Fertigstellung  Oktober 2010

Entwurfsaufgabe war die Planung eines Büroneubaus für ein Unternehmen der Hochtechnologiebranche. Ein klar gegliederter Baukörper bildet die Funktionen im Inneren nach außen ab. Die Möglichkeit eines Erweiterungsbaus unter Nutzung des vorhandenen Treppenhauses wurde vorgesehen. Der Eingangsbereich wirkt durch seine Zweigeschossigkeit großzügig, die Oberflächen sind zurückhaltend und sparsam gestaltet. Im Erdgeschoss findet sich eine klare Raumstruktur durch Einzelbüros, Werkstatt, Labor und Bibliothek. Das Obergeschoss beherbergt Geschäftsleitung und Besprechungsräume. Im Kellergeschoss sind Stellplätze und Nebenräume untergebracht. Das Gebäude zeichnet sich durch eine schlichte Formensprache aus, die Tragkonstruktion besteht aus Stahlbeton, die Fassade spielt mit dem Kontrast einer hellen Putzfassade und farbigem Eternit.

Neubau Bürogebäude Emsys

Blick von der Straße | Foto: Gabriele Döller, Weimar

Freiflächengestaltung im Stadtzentrum Arnstadt

Arnstadt | Marktstraße / Ledermarktgasse / Untere Marktstraße

Planungsbüros  RoosGrün PLANUNG, Kromsdorf | Künstler Laurin Zwo, Chemnitz

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Heike Roos

Bauherr  Stadt Arnstadt

Fertigstellung  Dezember 2010

Inmitten des Stadtzentrums wollte die Stadt Arnstadt drei benachbarte, unattraktive Brachflächen umgestalten und geordneten Nutzungen zuführen. Auf der südexponierten Fläche 1 ermöglichen moderne Spielgeräte und mit Sträuchern bepflanzte Abenteuer- und Kletterhänge ein interessantes und abwechslungsreiches Spielen, Bewegen und Ruhen auf drei Geländeebenen. Der Spielbereich ist mit einer Mauer eingefasst, die den Raum gegenüber der Straße schließt und als Spielwand fungiert. Die Fläche 2 dient als öffentlicher Aufenthaltsbereich. Eine Vielzahl von Sitz- und Liegemöglichkeiten lädt zum Verweilen ein; anspruchsvolle, bespielbare Kunstobjekte gestalten den Aufenthalt für Jung und Alt interessant. Die Fläche 3, eine nordorientierte Baulücke umrahmt von Gebäudefassaden, dient als städtischer Raum für Wirtschaftsfunktionen. Eine berankte Pergola, die die Geschossigkeit der Nachbargebäude aufnimmt, schließt die unterbrochene Raumkante.

Freiflächengestaltung im Stadtzentrum Arnstadt

Aufenthaltsbereich, Fläche 2 | Foto: Heike Roos

Freiflächengestaltung Zugang Friedhofsverwaltung

Arnstadt | Am Friedhof 2

Planungsbüro  Büro für Freiraumplanung Möbius, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. (FH) Steffen Möbius

Bauherr  Stadt Arnstadt

Fertigstellung  August 2009

Die Gestaltung von Friedhofsflächen ist geprägt von der Aufgabe des Ortes als Trauer- und Gedenkraum. In Freiräumen, in denen getrauert werden darf, muss sich auch Hoffnung entfalten können. Diese Idee liegt dem Entwurfskonzept zu Grunde und spiegelt sich vor allem in dem hohen Grünanteil und der Verwendung von pflegeleichten blühenden Sträuchern und Stauden wieder. Die Gebäude wurden mit Klettergehölzen begrünt und fügen sich somit harmonisch in das Gesamtbild des Friedhofes ein. Ein altes Toilettengebäude wurde als Lagerraum umgebaut und vollständig mit Grün eingefasst. Am Eingangsbereich der Verwaltung wurden Sitzstühle vor einer Rosen-Staudenpflanzung gruppiert. Unter Berücksichtigung des vorhandenen Baumbestandes wurde der Anteil der befestigten Wegeflächen auf das Funktionsnotwendige beschränkt. Seitlich zum Verwaltungseingang wurden Stellflächen für die Fahrzeuge der Friedhofsverwaltung und Fahrradstellplätze eingeordnet.

Freiflächengestaltung Zugang Friedhofsverwaltung

Sitzgruppe vor der Friedhofsverwaltung | Foto: Steffen Möbius

Umbau Werkstattgebäude in Fahrsicherheitszentrum

Nohra OT Obergrunstedt | Gebreitestraße 2

Planungsbüros  Budszuhn & Rüttger Architekten . Fachplaner, Erfurt | Architekturbüro Ziegenrücker, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Philipp Budszuhn | Dipl.-Ing. Hilmar Ziegenrücker

Bauherr  ADAC Hessen-Thüringen e.V., Frankfurt am Main

Fertigstellung  September 2009

Der zunächst geplante Abriss der Metall-Leichtbauhalle (Baujahr ca. 1980) wurde aufgegeben, nachdem Wettbewerbsentwurf und Brandschutzkonzept die Verwendbarkeit der Bausubstanz nachgewiesen hatten. Durch Rückbau, Entkernung und Einzug einer Geschossdecke entstand eine neue Gebäudestruktur für theoretische Ausbildung, Verwaltung und Versorgung sowie vielfältige Raumangebote für Veranstaltungen mit bis zu 200 Personen.

Energiekonzept: zwei Wärmepumpen mit 30 Erdsonden zur Energiegewinnung, Industrieboden mit Fußbodenheizung, Photovoltaikanlage, Regenwasseraufbereitung zur Versorgung der Fahrsicherheitsmodule;
Gestaltungskonzept: flügelgeglätteter Beton in der Halle, Oberdorlaer Muschelkalk, Carpet-Concept für Seminarraum-Fußböden;
Akustik: Akustikplatten an Wand und Decke zur Reduzierung der hohen Nachhallzeit.

Umbau Werkstattgebäude in Fahrsicherheitszentrum

Haupteingang | Foto: Manfred Möll

Freiflächengestaltung Marktplatz Sömmerda

Sömmerda | Marktplatz

Planungsbüro  Büro für Landschaftsarchitektur Frank Feistel, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. (FH) Frank-Dirk Feistel

Bauherr  Stadt Sömmerda

Fertigstellung  Mai 2011

Die Neugestaltung des Marktplatzes in Sömmerda ist Bestandteil und Bauabschnitt der Neugestaltung der Innenstadt. Der zentrale Platzteil erhält eine moderne Gestaltung mit großformatigen Betonplatten. Diese zeitgemäße Interpretation wird eingebettet in das klassische Ambiente der Stadt Sömmerda und den historischen Stadtboden. Ein großzügiges Wasserspiel sorgt für den belebenden Akzent. Der vorhandene Baumbestand wurde in der Planung berücksichtigt und weitgehend erhalten. Die Mauern des Kirchhügels werden saniert und einbezogen.

Freiflächengestaltung Marktplatz Sömmerda

Stufen

Neubau Produktionshalle und Bürogebäude

Sömmerda | Am Unterwege 21

Planungsbüro  Altenstädter, Ilka Freie Architektin, Griefstedt

Bauherr  Altenstädter und Schmidt, Sömmerda

Fertigstellung  Mai 2010

Für den 1901 gegründeten holzverarbeitenden Handwerksbetrieb im Zentrum Sömmerdas, ergab sich durch städtische Auflagen und durch gestiegene produktionstechnische Anforderungen die Notwendigkeit, eine neue Produktionshalle im Gewerbegebiet zu errichten.

Im Gewerbegebiet wurde bereits 1995 eine Abbundhalle errichtet. Parallel dazu erstreckt sich die neue Halle auf 60 m Länge und 25 m Breite. Die gesamte Hallenkonstruktion besteht aus einem Holztragwerk mit eingespannten Stützen und freitragenden Leimholzbindern. Die Fassade ist bewusst mit einer schlichten sägerauhen Lärchebrettschalung versehen. Für den reibungslosen Produktionsfluss mussten beide Hallen miteinander verbunden werden. Der Brandschutz forderte hier einen massiven Zwischenbau.

Das zweigeschossige Bürogebäude ist in Holzmassivbauweise, ganz im Sinne der Nachhaltig- und Wirtschaftlichkeit des Unternehmens errichtet worden. Die Fassadenverkleidung wurde mit einer filigranen Rhombus-Lärchenschalung versehen.

Neubau Produktionshalle und Bürogebäude

Ansicht Halle West | Foto: Erfurt M. F. Schmidt

Neubau Einfamilienhaus Chuchollek

Ettersburg | Im Zweibuchenfelde 2

Planungsbüro  VK Architekten, Weimar

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Veit Kästner

Bauherr  Monika und Frank Chuchollek, Ettersburg

Fertigstellung  Juni 2010

Am Anfang stand der Wunsch nach einem energiesparenden und  preiswerten Einfamilienhaus. Auf dem Weg zum Ziel wurden viele Vorstellungen neu definiert. Am Ende steht ein neuer Wohnraum als Lebenskonzept.

Das Gebäude ist ein Holzrahmenbau. Die Vorfertigung in der Halle gewährleistete sowohl eine hohe Qualität als auch eine wetterunabhängige Produktion. Die Aufstellung des gesamten Rohbaus erfolgte an einem Tag. Die Gesamtbauzeit betrug viereinhalb Monate.

Das räumliche Konzept ist einfach, jedoch erlebnisreich. Von mehreren Seiten belichtete Haupträume wirken hell und freundlich. Eingang und Terrassenaustritt sind im Baukörper selbst ausgeformt und bilden wettergeschützte Übergangszonen. Der Wohnraum hebt sich im Inneren und Äußeren in der Gestaltung ab.

Das Haus besitzt keinen Gasanschluss. Die Heizenergie wird über eine Luftwärmepumpe generiert. Nach einem Jahr Wohnen ist der Energieverbrauch mit 2332 kWh geringer als in der Planung berechnet und nahe dem Passivhausstandard.

Neubau Einfamilienhaus Chuchollek

Ansicht Südwest,Terrasse | Foto: Frank Chuchollek

Neubau Haus D

Weimar | Am Jakobskirchhof 10

Planungsbüro  Susanne Dieckmann Architektin, Weimar

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Susanne Dieckmann

Bauherr  privat

Fertigstellung  Juli 2009

Der Neubau des Einfamilienhauses an der Jakobskirche in Weimar fügt sich maßstäblich in den historischen Kontext der Jakobsvorstadt ein. Das neue Gebäude nimmt Elemente der angrenzenden mittelalterlichen Bauten, wie Dachformen, Fensterfaschen etc. auf und entwickelt diese in einer zeitgemäßen Formensprache weiter.
Das Erdgeschoss vermittelt zwischen der unmittelbaren städtischen Dichte der engen Gasse und der Privatheit des Wohnens. Hier sind der Eingangsbereich, ein Arbeitszimmer und Wohnnebenfunktionen angeordnet. Im ersten Obergeschoss öffnen sich die Wohnräume über großzügige Fenster nach Süden. Die Loggia bietet hier einen geschützten privaten Außenraum. Unter dem Dach befinden sich die Individualräume und das Bad.
Die Dachterrasse ist ein verstecktes privates Kleinod im dichten städtischen Gefüge, einsehbar nur vom Turm der Jakobskirche.

Neubau Haus D

Blick aus der Friedensgasse | Foto: Susanne Dieckmann

Sanierung / Umbau Mehrfamilienhaus

Weimar | Ernst-Thälmann-Straße 54

Planungsbüro  VK Architekten, Weimar

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Veit Kästner

Bauherr  Katrin und Jörg Völlger, Weimar

Fertigstellung  Oktober 2010

Ein Mehrfamilienhaus aus der Gründerzeit wurde nach Jahren des Leerstands und mit großer Schadensproblematik zu einem Wohnhaus mit barrierefreien Grundrisssen und auf hohem energetischen Niveau (KfW 60) umgebaut und saniert.

Die Wohnqualitäten ergeben sich insbesondere aus der Planung und Umsetzung von architektonisch-räumlichen Details. Unterstützt werden die räumlichen Qualitäten durch einen hohen Standard in der Ausstattung.

Details der Realisierung:

  • Fassadengestaltung mit Wärmedämmverbundsystem unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten
  • Sanierung von Hausschwammbefall
  • tiefgreifende Grundrissänderung und Anbau
  • Einbau Aufzug und Gestaltung barrierefreier Grundrisse
  • Errichtung einer Balkonanlage auf der Südseite
  • wohnungsbezogene Lüftungsanlagen
  • Nutzung Solarenergie über Absorber auf dem Dach
  • denkmalgerechte Dreifachverglasung
  • zu Teilen Erhalt und Überarbeitung alter Lehmputzflächen
  • Durchführung Blower-Door-Test A und B

Sanierung / Umbau Mehrfamilienhaus

Ansicht Westseite neu | Foto: VK Architekten

Experiment Bauhaus 1:1, Experimentalbau green:house

Weimar | Bauhausstraße 7c

Planungsbüro  Bauhaus-Universität Weimar, Fakultät Architektur, Weimar

Bauherr  Bauhaus-Universität Weimar, Fakultät Architektur

Fertigstellung  März 2011

Das experimentelle Bauen auf dem Campus der Bauhaus-Universität in der Verantwortung der Fakultät Architektur versteht sich als Werkstatt, Laboratorium und Fachdisziplinen übergreifender Innovationspool und bietet die Chance, die aktuellen Anforderungen an Architektur, Umweltgestaltung und Planung durch globale und regionale Wandlungsprozesse in Projekten auf allen Maßstabsebenen zu diskutieren und exemplarisch zu realisieren. Der energetische und demographische Wandel sind die Faktoren in diesem Diskurs, das Experiment und dessen Evaluierung bieten das methodische Rückgrat. Der Experimentalbau green:house setzt sich mit dem neuen Baustoff Holzbeton als Forschungsschwerpunkt auseinander. Mit diesem Material wird die Absicht verfolgt, die positiven Eigenschaften des Massivbaus mit denen des Holzbaus zu kombinieren. Durch die hervorragende Wärmedämmfähigkeit des Wandaufbaus, kombiniert mit einfacher, aber effektiver Gebäudetechnik, wird der Passivhausstandard erreicht.

Experiment Bauhaus 1:1, Experimentalbau green:house

Nordseite | Foto: Tobias Haag

Experiment Bauhaus 1:1, Experimentalbau x.stahl

Weimar | Geschwister-Scholl-Straße 8

Planungsbüro  Bauhaus-Universität Weimar, Fakultät Architektur, Weimar

Entwurfsverfasser  Prof. Dipl.-Ing. Bernd Rudolf

Bauherr  Bauhaus-Universität Weimar, Fakultät Architektur

Fertigstellung  Oktober 2010

Das experimentelle Bauen auf dem Campus der Bauhaus-Universität Weimar in der Verantwortung der Fakultät Architektur versteht sich als Werkstatt, Laboratorium und fachübergreifender Innovationspool mit der Chance, die aktuellen Anforderungen an Architektur, Umweltgestaltung und Planung durch globale und regionale Wandlungsprozesse in Projekten auf allen Maßstabsebenen zu diskutieren. Das Experiment und dessen Evaluierung bieten das methodische Rückgrat. Der Experimentalbau x.stahl steht beispielhaft für eine wachsende und lernende Struktur, in der zu entwickelnde Bauteile und Montagetechnologien experimentell untersucht werden sollen. Wandlungsfähige Bauformen werden in generischen Entwurfsprozessen entwickelt, in modellhaften Prototypen umgesetzt und im Maßstab 1:1 realisiert. Modulare Raum- und Wandsysteme, reversible Montagetechnologien, energieeffiziente Gebäudegestaltung, Licht- und Systemtechnik, Raumgestaltung, architekturbezogenes Interfacedesign u. a. m. stehen im Fokus studentischer Projekte mit externen Forschungspartnern.

Experiment Bauhaus 1:1, Experimentalbau x.stahl

| Foto: Bernd Rudolf

Sanierung / Modernisierung Kindertagesstätte Taubach

Weimar OT Taubach | Ilmtalstraße 32

Planungsbüro  KLP kunert.linse.palladino Partnerschaftsgesellschaft Freie Architekten, Gutachter & Sprachmittler, Weimar

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Oliver Kunert | Dipl.-Ing. Kai-Thomas Linse

Bauherr  Hufeland-Träger-Gesellschaft Weimar mbH

Fertigstellung  Dezember 2010

Im Herzen des Dorfes, gegenüber der Dorfkirche, befindet sich die KITA Taubach. In Auftrag des Trägers und enger Abstimmung mit den Ämtern erfolgte 2009/10 die Sanierung. Die unwirtschaftliche Energiebilanz sollte nachhaltig verbessert werden. Dazu wurde eine Dämmung der Außenhaut und des Daches sowie der Austausch der Fenster und der Ersatz des Kessels vorgesehen. Der Energieverbrauch konnte damit um 52 Prozent gesenkt werden. Um die Belüftung der Räume zu gewährleisten, wurde individuell ein Fenster mit Lüftungsflügel zum gefahrlosen Öffnen entworfen. Die zusätzliche Flügelteilung wurde mit einem horizontalen Stulp erreicht. Damit erfolgt eine schnelle Raumdurchlüftung bzw. kann dauerhaft gelüftet werden. Auf Kippflügel wurde vollständig verzichtet. Mit seinen blauen Schiebeläden erhielt das Gebäude von außen ein neues, frisches Aussehen. Die unmittelbare Umgebung mit der Kirche vis-a-vis erfährt eine Aufwertung, ohne dass sich die KITA in den Vordergrund drängt.

Sanierung / Modernisierung Kindertagesstätte Taubach

Ansicht im Straßenraum | Foto: K.-T. Linse

Erweiterung Cranachschulzentrum Weimar / Neubau Mensa

Weimar | Bonhoefferstraße 26

Planungsbüros  nitschke + kollegen architekten gmbh, Weimar | Wittig & Rietig Landschaftsarchitekten Stadtplaner Ingenieure GmbH, Weimar

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Attila Zsoldos

Bauherr  Weimarer Wohnstätte GmbH

Fertigstellung  Januar 2011

Erweiterung und Modernisierung einer DDR-Typenbauschule mit Sporthalle und Neubau einer Mensa Getrennt und doch vereint - Motto und Herausforderung, die industriell vorgefertigte Schule für die Nutzung des Förderzentrums Sprachen und der Lukas-Cranach-Grundschule baulich zu erweitern und umfassend zu sanieren. Die auch baurechtlich notwendigen Anbauten nehmen neben der Flurerweiterung den neuen Grundschulhaupteingang, Unterrichtsräume und das neue Treppenhaus auf. Der Hauptzugang zur Förderschule wurde verlegt und architektonisch betont. Materialien, Farb- und Fassadengestaltung binden die Schulteile wieder zusammen. Der gemeinsam genutzte Neubau des Mensa-/Aulagebäudes schließt östlich den Schulhof ab. Die umgestaltete Sporthalle komplettiert die Anlage. Eine Besonderheit stellt die haustechnische Ausrüstung mit hocheffizienten Lüftungsanlagen mit Wärmetauschern für alle Räume des Schulkomplexes dar. Somit konnte der Niedrigenergiestandard erreicht werden.

Erweiterung Cranachschulzentrum Weimar / Neubau Mensa

Fassade Eingang | Foto: nitschke + kollegen

Sanierung / Neubau Parkgrundschule Weimar - Ehringsdorf

Weimar OT Ehringsdorf | Weimarische Straße 19

Planungsbüro  Planungsgruppe Fölsche Architekten + Ingenieure GbR, Weimar

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Frank Häselbarth

Bauherr  Hufeland-Träger-Gesellschaft Weimar mbH

Fertigstellung  März 2010

Das Gebäudeensemble der Parkgrundschule in Weimar-Ehringsdorf wurde im Jahr 2009 um einen modernen Pavillonbau ergänzt. Der eingeschossige Bau dient der Hortbetreuung und dem Mittagessen. Die Verbindung der Gebäude übernimmt ein Steg, welcher aus dem ersten Obergeschoss des denkmalgeschützten Altbaus in den Garten zum dortigen Pavillon führt. Das kleine Grundstück der alten Dorfschule erforderte die sensible Einordnung des Gebäudes in den Garten. Dabei war außerdem Rücksicht auf die ortsprägende Blutbuche des Schulhofes zu nehmen. Der Steg wurde als Stahlkonstruktion mit Eichenbohlen als Gehbelag ausgeführt. Stahlbetonfertigteile mit Kerndämmung bilden die Außenwände des Pavillons. Im Inneren wurde eine Akustikdecke aus Holz eingebracht.

Sanierung / Neubau Parkgrundschule Weimar - Ehringsdorf

Blick vom Westen | Foto: Planungsgruppe Fölsche

Sanierung Liszthaus Weimar

Weimar | Marienstraße

Planungsbüro  Tectum Hille · Kobelt Architekten PartG mbB, Weimar

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Christiane Hille

Bauherr  öffentlich

Fertigstellung  März 2011

Zusammen mit dem gegenüberliegenden Pendant, dem Haus des Floßgeldeinnehmers, war das Objekt durch C. W. Coudray kurz nach der Erbauung als Gebäudepaar und torähnlicher Stadteingang konzipiert worden.

Bei den jetzt durchgeführten Maßnahmen wurde großer Wert darauf gelegt, nah am Leitzeitraum der Lisztzeit, um 1870, zu bleiben und material- und handwerkstechnisch mit Qualitäten zu arbeiten, die sich dem Bestand schlüssig einfügen. Sehr große Bedeutung wurde dem Erhalt von historischen Fassungen beigemessen. In der interdisziplinären Zusammenarbeit von Technikern, Restauratoren und Museumsfachleuten mit dem Nutzer ist es gelungen, den Zeitgeist der Lisztzeit wieder erlebbar zu machen.

Sanierung Liszthaus Weimar

Musiksalon | Foto: Claus Bach

Neubau Mutter-Kind-Haus der Stiftung Dr. Georg Haar

Weimar OT Niedergrunstedt | Lindenstraße 19a

Planungsbüro  Tectum Hille · Kobelt Architekten PartG mbB, Weimar

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Christiane Hille

Bauherr  Stiftung Dr. Georg Haar, Weimar

Fertigstellung  März 2011

Die Stiftung Dr. Georg Haar bietet durch den Neubau in einem Dreiseitenhof in Niedergrunstedt bis zu acht jungen Müttern und ihren Kindern temporäre Wohnmöglichkeiten mit individueller Betreuung an. Das Gebäude gliedert sich in einen Wohnbereich mit Betreuung und Gemeinschaftsräumen im Erdgeschoss und zwei separat zugängliche Verselbstständigungswohneinheiten im Obergeschoss. Das Ziel einer möglichst umweltschonenden Bauweise wurde durch den Bau im Niedrigenergiestandard und der Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen umgesetzt. Die Tragkonstruktion wurde hierbei in moderner Massivholztafelbauweise umgesetzt. Die  Verwendung von sägerauem eingefärbten Lärchenholz, Holzfenstern in der Fassade und Fußböden und Möbeln aus Holz schafft eine angenehme Wohnqualität. Die  Räume wurden trotz der vorgegebenen geringen Flächen durch Einbaumöbel und offene Dachbereiche großzügig gestaltet.

Neubau Mutter-Kind-Haus der Stiftung Dr. Georg Haar

Fassade vom Hof | Foto: Claus Bach

Neubau Neuapostolische Kirche Weimar

Weimar | Ernst-Thälmann-Straße 9

Planungsbüros  Gabriele Döller - Freie Architektin, Weimar | Architekturbüro Reimann, Weimar

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Gabriele Döller | Dipl.-Ing. Frank Reimann | Dipl.-Ing. Jan Weyh

Bauherr  Neuapostolische Kirche Sachsen/Thüringen K.d.ö.R., Taucha

Fertigstellung  Dezember 2010

Der Entwurf orientiert sich an der städtebaulichen Grundstruktur des Gründerzeitquartiers. Eine Gebäudeachse, vom Altar im Gemeindesaal bis zum Haupteingang der Kirche, sowie die dreiteilige Staffelung des Baukörpers beziehen sich auf den traditionellen Sakralbau. Große Glasflächen bieten Einblicke und laden zum Eintreten ein. Das großzügige Foyer dient gleichzeitig als Mehrzweckraum. Bewegungen im Obergeschoss werden durch die Galerie im Erdgeschoss und auch außen erlebbar. Der Gemeindesaal liegt hinter dem Foyerbereich. An der Gebäuderückseite entsteht ein Innenhof, der für Veranstaltungen im Außenbereich den nötigen Spielraum lässt. Die Materialwahl ist schlicht: geputzte Wände, Verzicht auf zusätzliche Oberflächenbeläge, offene Dachtragkonstruktionen und Einbauten aus Holz. Verglasungen im Kirchensaal bleiben auf das Notwendigste beschränkt. Das Gebäude ist nicht unterkellert und in Massivbauweise mit Flachdach errichtet.

Neubau Neuapostolische Kirche Weimar

Blick von Süden | Foto: Peter Trunk, Weimar

Umbau Berufsschule in Tagesklinik, PIA, Hospiz und Suchthilfe

Erfurt OT Windischholzhausen | Am Buchenberg 20

Planungsbüros  HDR GmbH, Erfurt | Alkewitz Landschaftsarchitekt, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Gabriele Kasper-Pohl

Bauherr  Hospitalvereinigung Thüringen gGmbH, Erfurt

Fertigstellung  März 2011

Eine in der Nähe zum Katholischen Krankenhaus gelegene ehemalige Schule wurde zu Psychiatrischer Tagesklinik, Psychiatrischer Institutsambulanz (PIA) und Hospiz umgebaut.

Das Gebäude bestand aus drei Trakten. Der Mitteltrakt musste dem Verbindungsbau weichen. Trakt 1 und 3 wurden entkernt. Im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss befinden sich die Räume der PIA und Psychiatrischen Tagesklinik. Im zweiten Obergeschoss wurde das Hospiz angesiedelt. Hier entstanden zehn großzügige Einzelzimmer mit zentralem Aufenthaltsbereich und Südterrasse.

Mit dem „Raum der Stille“ steht  ein Raum für Ruhe und Rückzug zur Verfügung. Im dritten Obergeschoss entstanden Beratungs- und Gruppenräume der ambulanten Suchthilfe der Caritas.

Das Gebäude wurde nach der aktuellen EnEV wärmegedämmt. Es entstanden insgesamt zehn Hospizplätze und 24 tagesklinische Plätze auf einer Fläche von 4.239,71 m².

Umbau Berufsschule in Tagesklinik, PIA, Hospiz und Suchthilfe

Ansicht Süd

Neubau Effizienzhaus für drei Familien

Erfurt OT Ringelberg | Fernkornstraße 9

Planungsbüro  Haus-mit-Zukunft Architekten Kaiser Weiß PartGmbB, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. (FH) Christian Kaiser | Dipl. Ing. Architektin Stefanie Madsack

Bauherr  privat

Fertigstellung  Juni 2010

Viel Qualität auf den "zweiten Blick" verspricht das Wohnhaus im KfW-Effizienzhaus-Standard am Erfurter Ringelberg. Niedrige Baukosten, starke Einschränkungen durch den B-Plan und die Vorgabe, drei gleichwertige Wohnungen zu schaffen sollten den Entwurfsprozess wesentlich beeinflussen. Eine einfache aber funktionale Gebäudestruktur sollte Baukosten und Energieverbrauch senken. Die konsequente Ausrichtung der Fenster nach Süden bringt viel Licht und solare Energie in die Wohnräume. Die eingeschnittenen Freisitze geben dem Gebäude besondere Qualität. Im Dachgeschoss entstehen so Räume ohne Schrägen und die Dachterrasse schenkt einen faszinierenden Blick über die Stadt. Eine hohe Funktionalität, Energieeffizienz, der günstige Baupreis und gestalterische Elemente machen das Gebäude zu einer gelungenen Mischung aus hochwertiger Architektur und wirtschaftlicher Bauweise. Wir wünschen den Bauherren weiterhin viel Zufriedenheit und Harmonie in ihrem Haus.

Neubau Effizienzhaus für drei Familien

Ansicht Süd | Foto: Maik Luding

Neubau Holzhaus S

Erfurt | Brühler Herrenberg 61

Planungsbüro  funken architekten, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. (FH) Matthias Funken

Bauherr  Jürgen Stein, Erfurt

Fertigstellung  August 2010

Das Gebäude für zwei Wohneinheiten wurde in Holztafelbauweise errichtet. Es wurden nur ökologisch empfehlenswerte oder mindestens eingeschränkt ökologisch empfehlenswerte Baustoffe verwendet. Die Auswahl der Materialien richtete sich nach den strengen Kriterien der „Erfurter Grünen Hausnummer“. Das Gebäude besticht durch sein ökologisches Gesamtkonzept.

Durch das nach Süden ausgerichtete Gebäude mit seinen großen Fensteröffnungen auf der sonnenzugewandten Seite wird die Solarenergie optimal passiv genutzt.

Sommerlichen Wärmeschutz bietet die Auskragung der Geschossdecke im Süden.

Durch die im Keller aufgestellte Luftwärmepumpe mit integrierter Lüftungsanlage wird ein minimierter Energieverbrauch und eine geringe Heizenergie erreicht. Der Primärenergiebedarf liegt bei 27,1 KWh/m²a und erfüllt somit den Energieeffizienzhaus-Standard 55 der KfW.

Das Energiekonzept wird durch eine ca. 50 m² große Photovoltaikanlage auf dem komplett nach Süden ausgerichteten Dach abgerundet.

Neubau Holzhaus S

Südseite am Abend | Foto: J. Stein

Neubau Niedrigenergiehaus im Universitätsgarten

Erfurt | Justus-Jonas-Straße 6

Planungsbüro  Architekturbüro Weingart, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. (FH) Rüdiger Weingart

Bauherr  Familie Bergk König, Erfurt

Fertigstellung  März 2011

Inmitten einer durch den Bebauungsplan vorgegebenen Patchwork-Siedlung entstand ein großzügiges aber schlichtes Einfamilienhaus mit einem beispielhaften Energiekonzept. Die Räume sind fließend und enden in Rückzugsbereichen. Durch eine qualifizierte Belichtung einzelner Räume im Untergeschoss wurde der Aufwand einer Unterkellerung erst legitimiert.

Neubau Niedrigenergiehaus im Universitätsgarten

Süd-Westansicht

Neubau Wohnhaus BS im Universitätsgarten

Erfurt | Jacob-Planer-Str. 2

Planungsbüro  funken architekten, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. (FH) Matthias Funken

Bauherr  Baumgart / Sieberichs, Erfurt

Fertigstellung  Januar 2011

Der moderne Baukörper beinhaltet die klassischen Nutzungen eines Einfamilienhauses auf zwei Etagen. Die skulpturale Erscheinung beruht auf den konträren Fassadenflächen Weiss und Schwarz und der kubischen Ausformung der sich überlagernden Baukörper.

Das Erdgeschoss bildet in Kombination mit dem Carport durch seine Ausbuchtungen geschützte Nischen am Eingang und im Terrassenbereich.

Energetisch wurde durch den Einsatz einer Erdwärmepumpe in Kombination mit 20 cm dicker Dämmung an den Außenwänden der hohe Energieeffizienzhaus-Standard 55 der KfW erreicht.

Neubau Wohnhaus BS im Universitätsgarten

Gartenseite | Foto: M. Funken

Sanierung / Umbau Gorkistraße 6

Erfurt | Gorkistraße 6

Planungsbüros  Architekturbüro H. Günther, Erfurt | Büro für Landschaftsarchitektur Regina Schmalz, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. (FH) Hermann Günther

Bauherr  Wohnument GmbH, Erfurt

Fertigstellung  Oktober 2010

Der Bankier Adolph Stürcke ließ 1883 eine der repräsentativsten Villen in Erfurt errichten.
In den 1970er Jahren wurde das Gebäude Teil der Frauenklinik. Bis 2003 war das Klinikgebäude in Betrieb und zuletzt in einem erbärmlichen Zustand.
Heute ist es ein Mehrfamilienhaus mit acht Eigentumswohnungen mit ca. 1200 m² Wohnfläche.
An der südlichen Gebäudeseite entstanden zwei neue unterkellerte Anbauten in zeitgemäßer Formensprache. Das flache Dach der 1970er Jahre wurde abgenommen und ein Staffelgeschoss in Holzbauweise aufgesetzt.
Das gewählte Energiekonzept ist zukunftsorientiert. Der Einsatz von Erdwärme (Brunnen) gewährleistet eine ressourcenschonende Wärmeerzeugung (Wasser-Wasser-Wärmepumpe). Trotz nicht machbarer Wärmedämmung der Klinkerfassade hat das Haus einen Primärenergieverbrauch von nur 38,96 kwh/m²a.

Sanierung / Umbau Gorkistraße 6

Fassade, Dach | Foto: H. Günther

Modernisierung Nordbad Erfurt / Neubau von drei Gebäuden

Erfurt | Am Nordpark 1-2

Planungsbüros  Architekturbüro Norbert Ruge, Ilmenau | Büro für Landschaftsarchitektur Regina Schmalz, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Norbert Ruge

Bauherr  SWE Bäder GmbH, Erfurt

Fertigstellung  Juni 2010

Das Erfurter Nordbad befindet sich auf einem ca. 26.000 m² großen Grundstück im Nordpark der Stadt. An der westlichen Grundstücksgrenze wurden in Anlehnung an die ursprüngliche axiale Ausrichtung drei Gebäude mit unterschiedlichen Funktionen wie Umkleidebereich, Sanitärbereich, Kiosk etc. neu errichtet. Die Gebäude sind verbunden durch einen überdachten Eingangsbereich mit einem darüber schwebenden Obergeschoss, in dem sich Personal- und Büroräume befinden. Nach dem Passieren des Eingangsbereiches gelangt der Besucher von der Eingangsebene über eine Treppenanlage auf die ca. 2,50 m tiefer gelegene Badeplatte, wo ihn Sport-, Sprung-, Erlebnis- und Planschbecken mit diversen Rutschen und Attraktionen sowie ein Wasserspielplatz erwarten. Beiderseits der Treppenanlage sind Sitz- und Liegestufen angeordnet. Das Eingangsgebäude ist unterkellert und hat über eine Treppe einen direkten Zugang zum ca. 1.000 m² großen Technikkeller unterhalb der Badeplatte.

Modernisierung Nordbad Erfurt / Neubau von drei Gebäuden

Blick von Südosten auf die Funktionsgebäude

Sanierung Kindertagesstätte „Zwergenland“

Erfurt | Max-Steenbeck-Str. 26

Planungsbüro  RJ Planungsbüro Rolf Jentzsch - Renée Möser GbR, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Renée Möser

Bauherr  Jugendsozialwerk Nordhausen e.V.

Fertigstellung  Januar 2011

Bei diesem Objekt handelt es sich um ein aus DDR-Zeiten stammendes Typenprojekt für Kindertageseinrichtungen in der damals üblichen Wandplattenbauweise (WBS 70). Das Gebäude ist unterkellert und besitzt drei oberirdische Geschosse, umgeben von viel Grün. Aufgabe war es, die Kindertagesstätte bei laufendem Betrieb komplett zu sanieren. Die Zentralküche wurde den heutigen Anforderungen durch Umbau und technische Ausstattung angepasst. Die gesamte Außenhülle des Gebäudes wurde energetisch saniert. Das Raumprogramm umfasst sechs Gruppen mit etwa 120 Kindern. Ein Sportraum, Gemeinschafts- und Beschäftigungsräume im zweiten Obergeschoss werden zusätzlich angeboten. Der Kindergarten „Zwergenland“ arbeitet mit seinem Konzept nach Friedrich Fröbel. Dieser Aspekt wurde sowohl bei der Außen- als auch Innengestaltung berücksichtigt. Diese Baumaßnahme wurde mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II gefördert.

Sanierung Kindertagesstätte „Zwergenland“

Ansicht Süden | Foto: RJ Planungsbüro

Neubau Sozialtrakt Schulsporthalle Grundschule 20

Erfurt OT Gispersleben | Gubener Straße 10a

Planungsbüro  neu + rein ARCHITEKTEN, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Ulf Neumeister | Dipl.-Ing. Frances Schuster-Reinhöfer

Bauherr  Stadt Erfurt, vertreten durch das Amt für Hochbau und Gebäudeverwaltung

Fertigstellung  Mai 2010

Die Baumaßnahme umfasste Rückbau des Bestandes sowie parallele Neuerrichtung des Sozialtraktes. Der Baukörper ist als eingeschossiger, an die bestehende Turnhalle angelagerter Flachbau konzipiert. Die Gebäudekubatur ergibt sich aus den Hauptfunktionen der Umkleide- und Sanitärbereiche für Schüler und Lehrer und aufrechtzuerhaltenden räumlichen Verknüpfungen mit der Sporthalle. Ein innenliegender Flur mit verglaster Eingangshalle erschließt alle Funktionseinheiten. In den hallenseitigen Gebäudebereichen sind Lager- und Abstellfunktionen, Behinderten-WC und Haustechnikzentrale untergebracht. Die Eckverglasung des Lehrerbereiches unterstützt Aufsichtsfunktionen. Ein im Baufeld befindlicher Notwasserbrunnen wurde mittels atriumartiger Überbauung integriert. Die Fassadenzonierung setzt sich aus Sichtbetonsockel, Putzfassaden mit Fensterband bzw. Holz-Pfosten-Riegelfassaden sowie dem deutlich akzentuierten Flachdach zusammen. Die auskragende Dachscheibe weitet sich über dem Haupteingang zum schützenden Vorbereich auf.

Neubau Sozialtrakt Schulsporthalle Grundschule 20

Haupteingang | Foto: Bildwerk Weimar

Neubau Kindertagesstätte „Arche Noah“

Erfurt | Bukarester Straße 50

Planungsbüros  A21 GbR architektur + kommunikation, Weimar | Hoffmann . Seifert und Partner, Ingenieur- und Architekturbüro, NL Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Tobias Haag | Dipl.-Ing. Katja Fischer | Dipl.-Ing. Daniela Haag

Bauherr  Evangelische Kirchengemeinde Erfurt-Gispersleben

Fertigstellung  März 2011

Der Neubau der Kindertagesstätte „Arche Noah“ wurde auf dem Grundstück einer ehemaligen Förderschule realisiert. Nach Norden nimmt der Neubau über eine Spielstraße und eine Vorterrasse den Geländeverlauf auf. Das eingeschossige, nach Süden orientierte, Gebäude ermöglicht aus allen Räumen eine ebenerdige Verbindung zum Garten. Die Form des Gebäudes bildet sich aus einem Rückgrat nach Norden sowie durch drei in den Garten greifende Gebäudeflügel mit eingeschobenen Terrassen. In diesen befinden sich die Gruppenräume des Kindergartens. Das Rückgrat des Gebäudes nimmt alle infrastrukturell erschlossenen Funktionen auf. Die Nord-Ost-Ecke bietet einer besonderen Funktion Raum: Hier wurde der Andachtsraum realisiert, der über eine große Eckverglasung auch einen Blick zum Kirchturm der Kirchengemeinde Erfurt-Gispersleben erlaubt. Für den Neubau wurde bewusst auf natürliche Materialien und Baustoffe, wie Backstein und Lärchenholz, zurückgegriffen.

Neubau Kindertagesstätte „Arche Noah“

Eingangssituation | Foto: Michael Miltzow

Sanierung / Umbau Anger 34 und Hirschlachufer 81

Erfurt | Anger 34

Planungsbüro  Architekturbüro H. Günther, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. (FH) Hermann Günther

Bauherr  Candor GmbH, Würzburg

Fertigstellung  Dezember 2008

Die Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts erbauten denkmalgeschützten Gebäude Anger 34 und Hirschlachufer 81 wurden nach umfassender Instandsetzung energetisch saniert.
Es entstanden eine Ladeneinheit über zwei Ebenen und fünf Wohnungen in gehobener Qualität. Bauhistorisch wichtige und erhaltenswerte Bauteile, insbesondere die Sandsteinfassade zum Anger, wurden erhalten und restauriert.
Der ruinöse Zustand des bauhistorisch unbedeutenden Mitteltraktes und die unbrauchbaren Grundrisse machten einen Abbruch dieses Gebäudeteils unumgänglich.
Durch den Neubau eines modernen Verbindungstraktes entstand ein Anwesen mit ca. 1200 m² Nutzfläche.
Ab dem zweiten Obergeschoss beginnt die Wohnnutzung. Die Wohnräume orientieren sich nach innen zur begrünten Dachterrasse. Freisitze und Balkone tragen maßgeblich zur Erhöhung der Wohnqualität bei.
Anliegen der Architekten war es, Altes und Neues gestalterisch harmonisch - jedoch klar in der Formensprache getrennt - zu verbinden.

Sanierung / Umbau Anger 34 und Hirschlachufer 81

Anger 34: Fassade

Neubau Grundschule 38

Erfurt OT Kerspleben | Gartenstraße 19

Planungsbüros  WOLFF | Architekten & Ingenieure, Erfurt | Schley + Partner Landschaftsarchitektur Urbanistik, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Kristiane Schley | Dipl.-Ing. Stefan Wolff

Bauherr  Stadt Erfurt, vertreten durch das Amt für Grundstücks- und Gebäudeverwaltung

Fertigstellung  Juli 2010

Die einzügige Grundschule besteht aus vier Unterrichtsräumen mit zugeordneten Garderoberäumen, einer großen Pausenhalle, einem Mehrzweckraum, der Bibliothek/Mediathek sowie den Hort-Räumen. Diese Sonderräume sind so ausgebildet, dass sie in Jahren mit großen Schülerzahlen ebenfalls als Unterrichtsräume genutzt werden können. Der Baukörper besteht aus vier Flügeln. Drei Flügel bilden den Schulhof, der vierte dient als Verbinder zur Regelschule - mit Lehrerzimmer der Grundschule, Direktorat der Regel- bzw. Grundschule und einem gemeinsam genutzten Sekretariat. Die ausgeprägten Steil- und Flachdächer tragen zur natürlichen Querlüftung bei und verbessern die natürliche Belichtung der Unterrichtsräume. Das Dach über Pausenhalle, Lehrküche und Mehrzweckraum bietet optimale Bedingungen für die installierte Photovoltaikanlage. Nicht nur das Farbkonzept, sondern auch die barrierefreie Ausführung sowie die gute Raumakustik werden mit Begeisterung aufgenommen.

Neubau Grundschule 38

Pausenhof | Foto: Stefan Wolff

Sanierung / Umbau Evangelisches Ratsgymnasium „Casinoschule“

Erfurt | Meister-Eckehart-Straße 1

Planungsbüro  Smits + Tandler freie Architekten und Ingenieure Partnerschaft, Erfurt

Entwurfsverfasser  Bernhard Smits | Dipl.-Ing. Peter Tandler

Bauherr  Evangelischer Kirchenkreis Erfurt

Fertigstellung  November 2010

Die im 19. Jahrhundert erbaute Casinoschule befindet sich im Zentrum der Erfurter Altstadt. Der Massivbau wies erhebliche bauliche, brandschutz- und sicherheitstechnische Mängel auf und entsprach in weiten Teilen nicht den funktionalen und gesetzlichen Anforderungen an ein Schulgebäude. Zur Erfüllung des Raumprogrammes wurden geschossweise während des laufenden Schulbetriebes Umbauten und Modernisierungen im Inneren des Gebäudes im Bereich der Klassen-, Verwaltungs- und Sanitärräume durchgeführt. Unter Hinweis auf die Forderungen des Bauordnungs- und Brandschutzamtes erfolgten Sicherungsmaßnahmen zur Erhöhung des Brandschutzes der Treppenhäuser und Flure, die Erneuerung der technischen Anlagen und die barrierefreie Erschließung durch den Neubau eines Außenaufzugs. Des Weiteren wurden Energieeinsparmaßnahmen im Bereich der Fenster und Decken vorgenommen. Im Bereich der Freianlagen erfolgte eine Neugestaltung des nördlichen Pausenhofs.

Sanierung / Umbau Evangelisches Ratsgymnasium „Casinoschule“

Ansicht Nordfassade, Nördlicher Pausenhof und Predigerkloster | Foto: SMITS + PARTNER

Sanierung Alte Synagoge Erfurt

Erfurt | Waagegasse 8

Planungsbüros  Rittmannsperger + Partner, Erfurt | PSL Landschaftsarchitekten, Erfurt Albrecht von Kirchbach Innenarchitektur + Design, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Andrea Ziegenrücker | Dipl.-Des. (FH) Albrecht von Kirchbach | Dipl.-Ing. Gerhard Schade

Bauherr  Stadt Erfurt, vertreten durch das Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft

Fertigstellung  Oktober 2009

Nach ersten Sicherungen 1991/93 begann 1999 auf der Grundlage des Kaufes durch die Stadt Erfurt die schrittweise Sanierung mit dem Dach und der Westfassade. 2005 fiel die Nutzungsentscheidung entsprechend der baulichen und Befundsituation. Das aufgehende Mauerwerk repräsentiert die vier Bauphasen der Synagoge bis zum Pogrom 1349, die Ausstellung unterstreicht im Erdgeschoss die diesbezüglichen Befunde. Das nachträglich eingebaute Kellergewölbe von 1350 wird zur Präsentation des wenige Meter entfernt in der Tiefe entdeckten Schatzfundes genutzt. In allen Ebenen ordnet sich die Gestaltung der Sanierung dieser baugeschichtlichen Befundsituation unter, funktionelle Ergänzungen erfolgten unter äußerster Zurückhaltung. Die notwendigen neuen Bauteile wurden nicht nur aus Kostengründen sehr schlicht und neutral gestaltet.

Sanierung Alte Synagoge Erfurt

Hauptansicht Nordfassade | Foto: Hans-Peter Szyszka

Umbau / Modernisierung Ägidienkirche Erfurt

Erfurt | Wenigemarkt 4

Planungsbüro  Smits + Tandler freie Architekten und Ingenieure Partnerschaft, Erfurt

Entwurfsverfasser  Bernhard Smits | Dipl.-Ing. Peter Tandler

Bauherr  Evangelisch-Methodistische Kirche, Gemeindebezirk Erfurt

Fertigstellung  Oktober 2010

Die Ägidienkirche in Erfurt ist ein stadtbildprägender gotischer Baukörper im Zentrum der historischen Altstadt von Erfurt in unmittelbarer Nachbarschaft zur Krämerbrücke, einem Baudenkmal von besonderer nationaler Bedeutung. Da die Kirche nach der Reformation zu Wohn- und Wirtschaftszwecken genutzt wurde, erfuhr sie im Inneren erhebliche Umgestaltungen. Seit der von 1957 bis 1960 durchgeführten Restaurierung wird sie von der evangelisch-methodistischen Kirche wieder als Sakralraum genutzt. Der Treppenaufgang und der Kirchenzugang entsprachen nicht mehr den heutigen funktionalen und sicherheitstechnischen Anforderungen. Nach Abbruch früherer Einbauten ist ein großzügiger Kircheneingang entstanden. Die neue Treppe und die Empore sind als begehbare Möbel mit Abstand in den Sakralbau eingefügt. Der Besucher wird mittels indirekter Beleuchtung im Bereich der Treppe und der Türen in den Kirchsaal im ersten Obergeschoss geführt.

Umbau / Modernisierung Ägidienkirche Erfurt

Neue Treppe zwischen Erdgeschoss und Obergeschoss | Foto: SMITS + PARTNER

Architektenkammer Thüringen
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