77 Objekte in 40 Städten und Gemeinden

Samstag, 29. Juni | Sonntag 30. Juni 2013
Im Rahmen der bundesweiten Initiative „Architektur leben”

Neubau Mehrfamilienhaus einer Baugemeinschaft

Erfurt OT Altstadt | Brühler Straße 1a

Planungsbüro  Hardt · Goedecke Freie Architekten + Ingenieure, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Michael Hardt

Bauherr  GbR Brühler Straße 1, Erfurt

Fertigstellung  August 2012

Vier Familien schließen sich in ihrer Wohnungssuche zusammen, gründen eine GbR, planen und bauen ihr Wohnhaus, teilen alle Kosten. Ein Architekturbüro, weitere Planer und 40 kleine Firmen waren für die Eigentümergemeinschaft tätig. Das Energieeffizienzhaus hat keinen Keller, dafür ein Erdgeschoss mit Abstellräumen, einen Aufzug, vier Carports und einen Garten. Die vier unterschiedlich großen Wohnungen sind individuell zugeschnitten, verfügen über veränderbare Grundrisse, große Fenster, barrierefreie Bäder sowie große zu begrünende Terrassen. Entstanden ist ein modernes Haus zum Wohnen und Arbeiten für zehn Personen im Alter von vier bis 65 Jahren. Die Gesamtkosten je Quadratmeter Wohnfläche waren wesentlich geringer als bei einer Bauträgerlösung. Kurzum: Ein Planungs- und Baumodell, selbstbestimmt, individuell, kostensparend, zu dem sich mehr Familien zusammenschließen sollten. Übrigens: Auch heute sprechen die beteiligten Parteien noch miteinander.

Neubau Mehrfamilienhaus einer Baugemeinschaft

| Foto: Lutz Edelhof

Neubau/Umbau „Schottenhöfe“ - Wohnen an der Krämerbrücke

Erfurt | Schottenstraße, Gotthardtstraße, Schottengasse

Planungsbüro  Osterwold°Schmidt EXP!ANDER Architekten BDA, Weimar

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Antje Osterwold | Dipl.-Ing. Matthias Schmidt

Bauherr  CULT BAUEN & WOHNEN GMBH, Frau Busse, Erfurt

Fertigstellung  Dezember 2012

Zur Ergänzung der Quartierskante wurden eigenständige Stadtbausteine entwickelt und in die jeweilige Baulücke implantiert. Dabei übernehmen sie die Rolle konsequenter Vermittler zwischen Alt und Neu und schaffen proportionalen Bezug zwischen den baulichen Volumen verschiedenster Epochen durch das Auffangen und Übersetzen auch stark unterschiedlicher First- und Traufhöhen. Gleichwohl behaupten sie sich als Unikate innerhalb der Blockfassung - durch das Motiv der Zwerchhäuser mit geraden und geneigten Giebelkanten, das Wiedererkennbarkeit garantiert. Die neuen Bausteine tragen Tradition von Neuem und Überliefertem in sich, ohne zu historisieren oder zu wichten. Sie bieten im Herzen Erfurts Zusammengehörigkeit in der Formensprache an - bei gleichzeitiger Individualität und Einzeladressbildung.

Neubau/Umbau „Schottenhöfe“ - Wohnen an der Krämerbrücke

Neuer Stadtbaustein in der Schottengasse | Foto: Steffen Michael Gross, Weimar

Sanierung/Erweiterung Goethe- und Schiller-Archiv

Weimar | Hans-Wahl-Straße 4

Planungsbüros  arge gs / archiv - Architekturbüro Dr. Lutz Krause / gildehaus.reich architekten BDA, Weimar | stock landschaftsarchitekten bdla, Jena

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Bernd Gildehaus | Dipl.-Ing. Felix Flechtner | Dr.-Ing. Lutz Krause | Dipl.-Ing. Alexander Pfohl

Bauherr  Klassik Stiftung Weimar

Fertigstellung  April 2012

Das Goethe- und Schiller-Archiv in Weimar ist das älteste und bedeutendste Literaturarchiv Deutschlands. Wesentliche Teile des Bestandes wurden in die UNESCO-Liste „Memory of the World“ aufgenommen. Kern des Entwurfskonzeptes ist das Bild einer „Schublade im Sockel der alten Kommode“. Das Haus bleibt die repräsentative „Kommode“, so wie sie Otto Minkert (1845-1900) nach den Vorstellungen von Großherzogin Sophie (1824-1897) als „Schatztruhe“ für den Nachlass von Goethe und Schiller errichtet hat. Die „Schublade“ erweitert den schwer nutzbaren Keller des Bestandsgebäudes und öffnet sich durch die Stützmauer an der Ilm zur Stadt hin. In der „Schublade“ werden die vergrößerten Sicherheitsarchive und die Technik untergebracht, ergänzt durch direkt hinter der Fassade gelegene Arbeitsplätze für die wissenschaftlichen Mitarbeiter. Ihre Blende aus feinem Edelstahlgewebe schützt vor Sonne und Hitze und bietet Sicherheit für die dahinterliegenden Archivräume und Archivalien.

Sanierung/Erweiterung Goethe- und Schiller-Archiv

Schublade | Foto: Andreas Reich

Neubau Familienhotel

Weimar | Seifengasse 8

Planungsbüros  raum 33 architekturbüro weber, Weimar | Architekturbüro Müller & Lehmann GmbH, Bad Berka

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Jörg Weber

Bauherr  Goethezimmer GmbH, Weimar

Fertigstellung  Mai 2012

Als erstes innerstädtisches Hotel in Vollholzbauweise geht das Familienhotel Weimar neue Wege: Es kombiniert die bewährten Pfade des Kulturtourismus mit den Anforderungen einer jungen Zielgruppe, den Familien. Entstanden ist ein Haus, das den Komfort eines Vier-Sterne-Hotels mit der Großzügigkeit von Ferienwohnungen kombiniert. Direkt neben dem Allerheiligsten der Stadt, dem Goethehaus am Frauenplan, entstand ein innovativer Neubau aus massivem Holz, der in seiner Konstruktion einzigartig ist und sich trotzdem harmonisch in das bestehende Ensemble der Seifengasse einfügt. Auch im Inneren wurde konsequent auf ökologische Baumaterialien geachtet: Lehmwände mit Wandheizungen, Holzfußböden, Dämmung aus Hanfstroh und Möbel aus Massivholz runden das Gesamtkonzept ab. Es gelang der Nachweis, dass der nachwachsende Rohstoff Holz auch in einer engen Innenstadtbebauung als ökologisches Baumaterial dienen kann.

Neubau Familienhotel

Ansicht Seifengasse | Foto: Hamish John Appleby

Gestaltung Garten „Bettina von Wangenheim“

Weimar | Trierer Sraße 18

Planungsbüros  Trebert Landschaftsarchitektur, Erfurt | VK Architekten, Weimar

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. (FH) Martina Trebert

Bauherr  Bettina von Wangenheim, Weimar

Fertigstellung  Dezember 2012

Nach der Sanierung des Stadthauses sollte zunächst nur der hintere Gartenbereich neu gestaltet werden. Mit Beginn der Planung wurde indes deutlich, dass nur durch eine Neuordnung der Hoffläche die fehlende Verbindung zwischen Haus und Garten wieder hergestellt werden kann. Die Gestaltung erfolgt mit klarem Gebäudebezug und trägt einen formalen Charakter. Mit der Eibe als immergrüner Heckenpflanze werden die Garten- bzw. Nutzungsräume definiert und voneinander abgegrenzt. Zwei unterschiedlich große Sitzplätze sowie die platzartige Aufweitung am rückwärtigen Gebäudeausgang bieten Raum zum Verweilen im Garten. Alle Grünflächen wurden als Pflanzflächen ausgebildet, die durch Blattform und -farbe, Blüte und Duft das Jahr über ansprechend sein werden. Die Wege und Platzflächen im Garten und am Hauseingang in der Trierer Straße wurden mit Travertinplatten befestigt, die Hoffläche mit einem farblich passenden Betonstein. Garten und Wohnhaus sind barrierefrei ausgebildet.

Gestaltung Garten „Bettina von Wangenheim“

Gartenweg | Foto: Martina Trebert

Umbau Bauernhof in Wohnhaus und Garten

Buttelstedt OT Nermsdorf | Im Dorfe 21/22

Planungsbüros  Architekturbüro Kohl, Weimar | DANE Landschaftsarchitektur BDLA, Weimar

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Martin Kohl

Bauherr  Michael Dane und Grit Hasselmann, Buttelstedt

Fertigstellung  März 2012

Nermsdorf liegt an der historischen Route der Via Regia, einer der ältesten und längsten Handelswege Europas. Diese mittelalterliche Verbindung läuft direkt an dem von den Bauherren erworbenen alten Bauerngehöft vorbei. Der Umbau der hofprägenden Gebäude (Wohnhaus, Gartenhaus und Nebengelasse) sowie die Neufassung des Gartenbereiches als großzügiger Staudengarten haben das mutige Ziel, diesen geschichtlich und landschaftlich geprägten Ort inhaltlich so wiederzubeleben, dass das Wort Gartenkultur neu definiert wird. Es entsteht nicht nur ein Wohnhaus mit Garten, sondern ein Hof für Begegnungen, für generationenübergreifendes Lernen – für Groß und Klein. Das Wohnhaus ist jetzt strukturell so konzipiert, dass es modernen Wohnansprüchen der Bauherren gerecht wird. Im Gartenhaus werden Seminare, Lesungen und Werkstätten abgehalten.

Umbau Bauernhof in Wohnhaus und Garten

Hofansicht | Foto: Michael Dane

Sanierung/Umbau Bahnhof in Technologieterminal

Ilmenau | Am Bahndamm 10

Planungsbüros  Erfurt & Partner GmbH, Erfurt | VITAMINOFFICE ARCHITEKTEN Bastam Enenkel Partnerschaft, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dr.-Ing. Uwe Wilke | Dipl.-Ing. Thomas Erfurt | Dipl.-Ing. Daniel Preußker | Dipl.-Ing. Bernd Sauerbrey

Bauherr  Stadt Ilmenau, Ilmenau

Fertigstellung  Oktober 2011

Die Entwicklung des Gebietes rund um den Bahnhof ist eines der wichtigsten städtebaulichen Ziele der Stadt Ilmenau. Am Rande des Stadtzentrums gelegen, dient die exponierte Entwicklungsfläche dem Zusammenwachsen von Altstadt und der TU Ilmenau. Auf der Grundlage von Bestandsanalysen und städtebaulichen Vorgaben wurde der Technologieterminal Ilmenau als modulares Gesamtkonzept auf dem ehemaligen Bahnhofsareal entwickelt. Als erster Baustein wurde das ehemalige Bahnhofsgebäude umgebaut und saniert. Eine bauliche Ergänzung erfuhr der Bestand durch eine modern gestaltete, zweigeschossige Aufstockung. Das neu errichtete gläserne Treppenhaus an der Südwestseite dient ebenso der Erschließung des Terminals B, der derzeit in einer zweiten Ausbaustufe ausgeführt wird. Die entstandenen modernen Räumlichkeiten werden heute überwiegend von IT-Unternehmen genutzt. Das Bauwerk erfuhr im Rahmen der Ausführung eine energetische Ertüchtigung, die weit über die Vorgaben hinausgeht.

Sanierung/Umbau Bahnhof in Technologieterminal

| Foto: Matthias Frank Schmidt

Neubau Bundesfachschule Kälte-Klima-Technik

Harztor OT Niedersachswerfen | Steinstraße 19

Planungsbüros  Hartmann + Helm Planungsgesellschaft mbH, Weimar | Junk & Reich Architekten BDA Planungsgesellschaft mbH, Weimar

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Eckhardt Hartmann | Dipl.-Ing. Klaus Reich | Dipl.-Ing. Carolin Otto

Bauherr  Landesinnung Kälte-Klima-Technik Hessen-Thüringen, Maintal

Fertigstellung  Februar 2013

In Nordthüringen, eine Region mit großer Tradition in der Entwicklung der Klimatechnik, wurde in der Ortsmitte von Niedersachswerfen der Neubau für die Bundesfachschule Kälte-Klima-Technik errichtet. Der Gebäudekomplex wird aus drei klar ablesbaren Baukörpern gebildet. Diese nehmen die drei wesentlichen Funktionen der Schule auf: das eingeschossige Werkstattgebäude, der Versorgungsbereich mit Cafeteria und Küche sowie das zweigeschossige Schul- und Verwaltungsgebäude. Ein großzügiges Eingangsfoyer verbindet die drei Baukörper und dient als Verteiler. Durch die Anordnung der Baukörper entsteht auf der Nordseite im Außenraum ein geschützter Pausenbereich, der sich im Innenraum fortsetzt. Die hellen, großzügigen und bedarfsgerechten Räume bieten ein optimales Lern- und Lehrumfeld. In Zusammenarbeit mit der Bundesfachschule wurde ein innovatives Energiekonzept erarbeitet. Der Heiz- und Kühllastbedarf wird ausschließlich mittels Luft-Luft-Wärmepumpen bereitgestellt.

Neubau Bundesfachschule Kälte-Klima-Technik

| Foto: Hartmann + Helm

Neubau Katholisches Gemeindezentrum

Roßleben | Am Weinberg 1

Planungsbüro  Architekturbüro Michael Katzer, Bad Langensalza

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Michael Katzer

Bauherr  Katholische Pfarrgemeinde Sömmerda

Fertigstellung  Juni 2011

Der Neubau, bestehend aus Gottesdienstraum sowie Sakristei, Teeküche, Gemeinde- und Sanitärräumen, stellt durch seine flexiblen Nutzungsmöglichkeiten ein geistiges und kulturelles Zentrum für verschiedenste Veranstaltungen dar. Das krönende Kreuz auf dem Zeltdach des höheren Gottesdienstraumes weist auf das sakrale Gebäude hin. Im schlicht gehaltenen Innenraum fällt der Blick auf die symmetrische Altarachse mit dem modernen, rot-violetten Bleiglasfenster, welches je nach Sonneneinstrahlung den Raum in wechselnd warmes Licht taucht. Mit zugehörigem Edelstahl-Tabernakel auf der rechten und Kreuzdarstellung auf der linken Seite entsteht eine gelungene Dreierkomposition der auch einzeln wirkenden Elemente. Zur sichtbaren Holzdeckenkonstruktion und zum farblich abgesetzten Fliesenbelag wurden passende Möbel in wiederkehrendem Holzton gewählt. Eine barrierefreie Ausstattung erstreckt sich auf die Gestaltung des gesamten Geländes.

Neubau Katholisches Gemeindezentrum

Gottesdienstraum | Foto: Druckerei Möbius, Artern

Freiflächengestaltung Leichtathletikanlage

Bad Langensalza | Oostkampstraße

Planungsbüro  Casparius Architekten & Ingenieure, Erfurt

Entwurfsverfasser  Prof. Dr.-Ing. Joachim Casparius

Bauherr  Stadt Bad Langensalza

Fertigstellung  August 2010

Die Außenanlagen um die Sporthalle in der Oostkampstraße wurden in Verbindung mit der Freifläche zwischen der historischen Stadtmauer und der Salza neu gestaltet und notwendige Außensportflächen für den Schulsport angelegt. Mittels einer neuen Fußgängerbrücke über die Salza gelangt man auf einen großzügigen Platz am Haupteingang der Sporthalle. Dieser neue Vorplatz ist für Veranstaltungen jeglicher Art vorgesehen. Über eine kombinierte Treppen- und Tribünenanlage gelangt man westlich zum Bereich vor der Stadtmauer, in dem eine 60-Meter–Laufbahn mit integrierter Weitsprunganlage und eine separate Kugelstoßanlage entstanden sind. Östlich des Vorplatzes stellt eine geschwungene Tribünenanlage mit integrierter Treppe, welche zusätzlich als Amphitheater für Schultheateraufführungen oder als „Grünes Klassenzimmer“ genutzt werden kann, die Verbindung zum neuen Allwetterplatz her. Hier sind neben Basketball und Volleyball auch andere Sportarten möglich.

Freiflächengestaltung Leichtathletikanlage

Laufbahn entlang der Stadtmauer | Foto: Casparius Architekten & Ingenieure

Neubau Wohnhaus „Winter-WS18“

Jena | Wilhelm-Stade-Straße 18

Planungsbüro  Kaden Klingbeil, Berlin

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Tom Kaden

Bauherr  Dorit und Rando Winter, Jena

Fertigstellung  Mai 2012

Das Wohnhaus „Winter-WS18“ liegt in Südwesthanglage, in einem gewachsenen Siedlungsgebiet in Wenigenjena. Es ist ein viergeschossiger Bau mit Satteldach. Das wasserundurchlässige Kellergeschoss nimmt den Höhenversatz des Geländes auf und bildet auf Grundstücksbreite einen Sockel. Darauf befinden sich die Obergeschosse in Holzrahmenkonstruktion sowie der überdachte Eingangsbereich mit Carport. Der Baukörper der Obergeschosse wird durch das Herausstehen von Treppenhaus auf der Straßenseite und Box auf der Hangseite klar gegliedert. Diese Elemente sind durch rote Plattenfassaden und Attikaausbildung von der weißen Putzfassade abgesetzt. Durch die großzügigen Fensteröffnungen auf der Südseite ist in allen Geschossen ein Blick über das Tal möglich. Der Sonnenschutz wird über Raffstore gewährleistet. Das Gebäude erfüllt den KfW-70-Standard. Zur Qualitätssicherung wurde eine Blower-Door-Messung durchgeführt. Die Wärmeerzeugung erfolgt über eine Erdwärmepumpenanlage, die Wärmeverteilung mittels Fußbodenheizung.

Neubau Wohnhaus „Winter-WS18“

| Foto: Bernd Borchardt, Berlin

Innenraumgestaltung Büroräume

Gera | Schülerstraße 40

Planungsbüro  Knoblauch GU Team GmbH, Gera

Entwurfsverfasser  Dipl-Ing. (FH) Tony Witlacil

Bauherr  Knoblauch GU Team GmbH, Gera

Fertigstellung  Februar 2013

Die Architekten der Knoblauch GU Team GmbH bauten in Eigenregie ihre Büroräume um. In dem 152 Jahre alten Gebäude wurde im März 2012 zunächst die Fläche von 240 Quadratmeter ausgebaut, im Februar 2013 folgte eine Vergrößerung um weitere 120 Quadratmeter. Mit geringem Aufwand den Charakter des Gebäudes zu erhalten, war das Ziel des Projekts, in dem die Architekten nicht nur planten, sondern auch den Trockenbau, die Maler- und Elektroarbeiten sowie die Inneneinrichtung selbst ausführten. In Leichtbauweise errichtete und mit naturbelassenem Holz verkleidete Kuben beherbergen Besprechungsräume, Einzelbüros und Küche. Bewusst wurde dabei die Raumstruktur, die sich durch Säulen und Stützbalken in der Decke abzeichnet, außer Acht gelassen. Die Kuben treten somit in einen spannenden Kontrast zum Großraumbüro und wahren einen eigenständigen Charakter. Eine charmante Anspielung auf die kontrastreiche Geschichte des Hauses, das schon eine Tischlerei, eine Zigarettenfabrik sowie ein Bekleidungswerk beherbergte.

Innenraumgestaltung Büroräume

| Foto: Knoblauch GU Team

Neubau Besucherzentrum Leuchtenburg

Seitenroda | Dorfstraße 100

Planungsbüro  Bau-Consult Hermsdorf Gesellschaft beratender Ingenieure GmbH, Hermsdorf

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. (FH) Jörg Kießling

Bauherr  Stiftung Leuchtenburg, Seitenroda

Fertigstellung  Mai 2012

Die Leuchtenburg bei Kahla liegt weithin sichtbar im Thüringer Holzland auf dem 401 Meter hohen Lichtenberg. Für die Ausstellung „Porzellanwelten Leuchtenburg“ werden große Teile der Burganlage umgebaut, saniert und neu strukturiert. Ein Baustein davon ist das Besucherzentrum auf dem Vorplatz der Leuchtenburg, gelegen auf einem Burgsporn, den schon im 19. Jahrhundert ein herzoglicher Pavillon zierte. Das Gebäude fasst den südlichen Bereich des Burgplatzes und korrespondiert durch den mehrfach geknickten, polygonalen Baukörper mit Sichtachsen und räumlichen Bezügen. Das in Massivholzbauweise errichtete Gebäude wurde durch 77 Kleinbohrpfähle mit jeweils bis zu 20 Meter Länge im Muschelkalk des Burgberges verankert. Die dadurch erreichte exponierte Lage an der Hangkante gestattet wunderbare Ausblicke über das Thüringer Land, die durch große, nach allen Richtungen angeordnete Panoramafenster gerahmt werden.

Neubau Besucherzentrum Leuchtenburg

Shop | Foto: Christoph Reichelt

Umbau Fabrikgebäude in Service-Wohnen in der „Grünen Mitte“

Saalfeld | Grüne Mitte 6

Planungsbüro  k.u.g.-architekten, München

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Carolin Kodisch | Dipl.-Ing. Odile Ullrich | Dipl.-Ing. Harald Gasmann

Bauherr  AWO Kreisverband Saalfeld-Rudolstadt e. V., Saalfeld

Fertigstellung  Juli 2011

Das Team um k.u.g.-architekten baute ein Fabrikgebäude, das abgerissen werden sollte, zum neuen Wahrzeichen Saalfelds um und schuf dort gleichzeitig Wohnraum und Begegnungsstätten für das Wohnen im Alter. Das Objekt ist hervorragend an die Innenstadt angebunden. Nördlich grenzt die Altstadt, südlich die neu angelegte „Grüne Mitte“ an. Der Erhalt des Gebäudes war mehr als umstritten. Die Architekten überzeugten Stadt und Bauherrn, das markante Gebäude und dessen Geschichte als Zeitzeugnis zu erhalten. Das Gebäudekonzept umfasst drei Hauptnutzungen: Tagespflege im Erdgeschoss, Wohnnutzung im zweiten bis vierten Obergeschoss und ein öffentliches Café mit Gemeinschaftsflächen und Dachterrassen im fünften Obergeschoss. An den Längsseiten des Gebäudes erstrecken sich lichtdurchflutete Laubengänge und Loggien. Diese Bereiche sind nicht beheizt und dienen als energetische Puffer. Die Loggien sind individuell zum Nachbarn abtrennbar und können als privater oder gemeinsamer Außenraum genutzt werden.

Umbau Fabrikgebäude in Service-Wohnen in der „Grünen Mitte“

| Foto: Harald Gasmann, München

Neubau Informationszentrum/Café am Märtens Teich

Leinefelde-Worbis OT Leinefelde | Zentraler Platz 1

Planungsbüro  Architekturbüro Stadermann - Architekten BDA, Hausen

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. (FH) Ottmar Stadermann

Bauherr  Stadt Leinefelde-Worbis

Fertigstellung  September 2012

Um die Attraktivität des neu gestalteten Stadtteiches zu erhöhen und gleichzeitig einen repräsentativen Standort für Ausstellung sowie gastronomische Betreuung zu erhalten, erschien die räumliche Verbindung zwischen Informationszentrum und Café für die Stadt Leinefelde ideal. Auf der Ebene des um den Stadtteich führenden Flanierwegs befindet sich nun in der südseitigen Hanglage des Ufers vom „Märtens Teich“ der Ausstellungsraum des Informationszentrums mit vorgelagertem, multifunktional nutzbarem Außenraum. Er stellt als öffentlicher Kommunikationsbereich die Verknüpfung des Informationszentrums mit dem Stadtraum her. Das Café schiebt sich als frei schwebender, modern gestalteter Baukörper über die von der Stützmauer geprägten Kante des Teichufers hinweg. Die großflächigen Glasfassaden erzeugen Transparenz und lassen somit interessante Ein- und Ausblicke zu. Eine auf der Straßenseite vorgelagerte Pergola mit integrierten Verschattungselementen lädt zum Verweilen ein.

Neubau Informationszentrum/Café am Märtens Teich

| Foto: Fotoatelier Grimm Leinefelde

Neubau „MARA Hotel“

Ilmenau | Krohnestraße 5

Planungsbüros  Architektur- und Sachverständigenbüro Dr. B. Schramm, Ilmenau | Schön Architektur, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dr.-Ing. Barbara Schramm

Bauherr  Schramm & Wicht GbR, Ilmenau

Fertigstellung  März 2013

Ziel des Projektes war die Schaffung eines modernen, hochwertigen Hotelneubaus am Universitätsstandort Ilmenau. Die Vorstellung des Bauherrn war ein konventioneller Quader. Der Baukörper wurde dann aufgrund der abgeschrägten Grundstücksform und seiner Lage entlang der Zufahrtstraße zum Stadtzentrum als Quader mit halbrundem Flügel entworfen und konzipiert. Diese Kubatur wird sowohl durch die Geschossigkeit als auch durch die Materialität der Fassade unterstützt. Das typische Thüringer Motiv der dunklen Schieferfassade wurde als anthrazitfarbene Klinkerfassade im Außenbereich neu interpretiert. Die Gebäudeteile sind im Erdgeschoss durch eine voll verglaste Lobby verbunden. Zur atmosphärischen Gestaltung des Lobbybereiches wurde auf die Verwendung von Holz und warmen Farbtönen Wert gelegt. Das eigens für die Zimmer entwickelte Möbelsystem schafft Großzügigkeit und findet sich auch bei der Gestaltung des Barbereiches und Empfangstresens wieder.

Neubau „MARA Hotel“

Fassade mit Balkonen

Innenraumgestaltung „Hotel SCALA“

Jena | Leutragraben 1

Planungsbüro  Falko Bärenwald - Freier Architekt, Jena

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Falko Bärenwald

Bauherr  Andreas Machner, Jena

Fertigstellung  Dezember 2012

Das „Hotel SCALA“ besticht im konsequenten Einsatz der Formen- und Materialsprache durch Leichtigkeit und Exklusivität. In Kombination mit der atemberaubenden Aussicht auf 120 Meter Höhe ergibt sich in Deutschlands zweithöchstem Hotel ein einzigartiges Wohnerlebnis. Glas und Aluminium mit kontrastierendem orangefarbenen Filz, Ganzglasbäder und individuell wählbare, LED-gesteuerte Farbstimmung der einzelnen Räume garantieren sinnliches Vergnügen und einen Aufenthalt auf höchstem Niveau.

Innenraumgestaltung „Hotel SCALA“

Empfang | Foto: Falko Bärenwald

Sanierung/Umbau Pfarr- und Gemeindehaus Predigergemeinde

Erfurt OT Altstadt | Predigerstraße 3/4

Planungsbüro  Smits + Tandler freie Architekten und Ingenieure Partnerschaft, Erfurt

Entwurfsverfasser  Bernhard Smits | Dipl.-Ing. Peter Tandler | Dipl.-Ing. (FH) Tino Baudler | Dipl.-Ing. Christina Weigelt

Bauherr  Evangelische Predigergemeinde Erfurt

Fertigstellung  November 2012

Das Pfarr- und Gemeindehaus ist ein stadtbildprägender, barocker Baukörper im Zentrum der historischen Altstadt. Es wurde um 1737 errichtet. Der Gebäudekomplex, bestehend aus einem Haupt- und einem Seitengebäude, wird im Erdgeschoss für kirchliche und öffentlich-kulturelle Zwecke genutzt; im Obergeschoss befinden sich drei Wohnungen. Zur Gewährleistung der Nutzung und zur Lösung der funktionalen Probleme im Bereich der Erschließung wurde nach Abbruch des alten Zwischenbaus die ursprüngliche Hoffassade freigelegt und durch ein Treppenhaus in Sichtbeton ergänzt. Unter Berücksichtigung der funktionalen, gestalterischen und baukonstruktiven Anforderungen wurden Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen zur Verbesserung des Brandschutzes und des Wärmeschutzes realisiert. Die barrierefreie Erschließung der Gemeinderäume konnte durch einen neuen Zugang am Westgiebel sowie die Absenkung der Fußbodenniveaus im Erdgeschoss erreicht werden.

Sanierung/Umbau Pfarr- und Gemeindehaus Predigergemeinde

Ansicht von Norden | Foto: Smits und Partner

Sanierung Sporthalle

Erfurt OT Urbich | Büßlebener Straße 9

Planungsbüro  WOLFF | Architekten & Ingenieure, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Stefan Wolff

Bauherr  Landeshauptstadt Erfurt, vertreten durch das Amt für Grundstücks- und Gebäudeverwaltung

Fertigstellung  Februar 2012

Die Baumaßnahme umfasste die energetische Sanierung der im Ortsgebiet von Erfurt-Urbich gelegenen Sporthalle. Gemäß der Energieeinsparverordnung wurde die komplette Dachkonstruktion erneuert und die Fassade mit Wärmedämmung versehen. Die ursprünglichen Fensterbänder der Halle sind durch eine milchige und ballwurfsichere Isolierverglasung ersetzt worden. Der bestehende Fußbodenaufbau, inklusive der Bodenplatte, wurde abgebrochen und durch einen neuen Sportboden samt Fußbodenheizung ersetzt. Die umlaufenden Wände wurden mit einer Holzprallwand versehen. Die sichtbaren Wände sowie die bestehenden Stahltragwerkskonstruktionen erhielten eine neutrale, malermäßige Instandsetzung. Das Foyer zwischen Haupteingang und Halle wurde neu gestaltet. Zusätzlich wurde ein zweiter Rettungsweg als Windfang angelegt. Eine ballwurfsichere Türanlage aus Stahl und Glas ermöglicht den direkten Blick nach draußen.

Sanierung Sporthalle

Innenansicht Südost | Foto: Stefan Wolff

Ersatzneubau Feuerwehr

Hohenfelden | Im Dorfe 64b

Planungsbüro  Architekturbüro Cornelia Sell, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Cornelia Sell

Bauherr  Gemeinde Hohenfelden

Fertigstellung  Oktober 2012

Der Bau der Freiwilligen Feuerwehr Hohenfelden konnte dank des selbstlosen Einsatzes der vielen freiwilligen Helfer realisiert und am 17. November 2012 feierlich eingeweiht werden. Das fertiggestellte Gebäude beinhaltet im Erdgeschoss zwei Stellplätze für die Feuerwehrfahrzeuge, Werkstatt, Umkleideraum und Sanitäreinrichtungen. Zusätzlich entstand ein separater Gebäudeteil für die Gemeinde. Im Obergeschoss befinden sich das Büro des Ortsbrandmeisters, ein Raum für die Jugendfeuerwehr, ein Versammlungsraum mit Küche sowie ein Archiv und Traditionszimmer. Das Gebäude nimmt in seiner Gestaltung ortsbildtypische Elemente auf und interpretiert sie neu. So erinnert der lange schmale Baukörper an die historisch überlieferte Scheunenstruktur am Ortsrand. Das flach geneigte, mit roten Ziegeln belegte Dach fügt sich in das Ortsbild ein und unterstreicht das homogene Bild der Dachlandschaft Hohenfeldens. Ein Fensterband im Obergeschoss belichtet die oberen Räume sowie die Fahrzeughalle.

Ersatzneubau Feuerwehr

Ansicht Südost | Foto: Cornelia Sell

Umbau/Erweiterung Vereinshaus

Sonneborn | Am Sportplatz

Planungsbüro  Baubüro Lehniger Dipl.-Ing. Architekt, Gotha

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Manfred Lehniger | Dipl.-Ing. Michael Priebs

Bauherr  Gemeinde Sonneborn

Fertigstellung  September 2012

Durch den Umbau und die Erweiterung des bestehenden Sportvereinshauses am Sportplatz entstand der neue Dorfmittelpunkt der Gemeinde. Dabei wird hier in Zukunft nicht mehr der Sport allein sein Domizil finden. Vielmehr ist das Gebäude als Vereinshaus und Begegnungsstätte angelegt, das von allen Vereinen des Ortes genutzt werden soll. Das bestehende Konglomerat wurde um einen Neubau erweitert. Alt- und Neubauteil sind unter einer neuen Konstruktion aus verschränkten Satteldächern zusammengefasst. Die Fassaden wurden vereinheitlicht. Die Architektursprache zeigt die neue Nutzung an. Die neuen Dächer sind mit unterschiedlichen Überständen und Auskragungen angelegt, die Fassaden zum Teil eingezogen. Somit entstand innerhalb des Volumens ein überdachter Tribünenbereich und ein geschützter Zugang zu den Umkleideräumen. Das Vereinshaus besitzt einen großen Saal mit Nebenräumen und Küche im Altbaubereich. Im Neubauteil wurden Sanitär- und Umkleideräume eingerichtet.

Umbau/Erweiterung Vereinshaus

Ansicht Nordost | Foto: Baubüro Lehniger

Umbau Gebäude 003 Karl-Günther-Kaserne

Sondershausen | Kurt-Hafermalz-Straße 5

Planungsbüro  bv partnerschaft Architektur- und Ingenieurbüro Iris Karstädt Friedhelm Verges, Sondershausen

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Iris Karstädt | Dipl.-Ing. Edith Baars

Bauherr  öffentlich

Fertigstellung  September 2012

Das Gebäude 003 in der Karl-Günther-Kaserne aus dem Jahr 1935 wurde zum Betreuungsgebäude umgebaut. Im Objekt sind verschiedene Gast- und Freizeiträume sowie Büros der Seelsorger untergebracht. Dem Pächter stehen auf zwei Etagen moderne Küchen-, Kühl- und Lagerräume zur Verfügung. Mit der Anpassung zum Betreuungsgebäude wurden komplizierte räumliche Zuordnungen überwunden. Mittels umfassender Umbauarbeiten wurde das Gebäude neu strukturiert und ist nun zeitgemäß nutzbar. Wesentlich waren die Neugestaltung des Eingangs und der Einbau eines neuen Treppenhauses. Die Fenster wurden vergrößert und es wurden moderne, helle und großzügige Räume geschaffen. Mit kräftigem Rot wurden im Innenraum farbige Akzente gesetzt, die mit Grau und Beige kontrastieren. Eine deutliche Aufwertung der Nutzung stellt die Terrasse im Außenbereich dar. Die zurückhaltende Fassade fügt sich harmonisch in die Kasernenanlage ein. Die Möbel konnten für diese Baumaßnahme individuell geplant werden.

Umbau Gebäude 003 Karl-Günther-Kaserne

Terrasse | Foto: Iris Karstädt

Erweiterung Wohn- und Geschäftshaus Baumschule

Niederorschel | Hauptstraße 1

Planungsbüro  Roberto May - Architektur Werkstatt, Leinefelde-Worbis

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Roberto May | Dipl.-Ing. Frank Hübler

Bauherr  Eichsfelder Baumschulen & Gartenservice Kaufhold, Niederorschel

Fertigstellung  April 2012

Das bestehende Wohnhaus wurde mit Wohnflächen im Obergeschoss und Geschäftsräumen im Erdgeschoss erweitert. Die Erweiterung erfolgte durch einen kubusförmigen Anbau in Holztrapezleistenoptik. Dieser nimmt im Erdgeschoss die neuen Geschäftsräume der Baumschule auf. Über die äußere Zugangstreppe erreicht man die Wohnung im Obergeschoss. Ihr neuer Eingangsbereich verbindet Bestandshaus und Anbau miteinander. Durch die Anordnung der neuen Gebäudeteile wurde der ehemals kaum genutzte, da frei einsehbare Balkon zu einem „offenen Wohnhof“. Mit der Möglichkeit des privaten Rückzuges bietet dieser eine hohe Aufenthaltsqualität und wird zum zentralen Thema des Wohnens. Der Anbau wurde als Effizienzhaus von der KfW gefördert. Beheizt wird das Gebäude durch eine Scheitholzvergaserheizung in Kombination mit einer Gasbrennwerttherme.

Erweiterung Wohn- und Geschäftshaus Baumschule

Ansicht Südwest | Foto: F. Hübler

Umbau Konsum in Dorfgemeinschaftshaus

Kleinbodungen | Friedrich-Kiel-Straße 40

Planungsbüro  Architekturbüro Ebert, Kleinbodungen

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. (FH) Sven Ebert

Bauherr  Gemeinde Kleinbodungen

Fertigstellung  Oktober 2012

Der alte Dorfkonsum (Baujahr 1977) im Ortskern von Kleinbodungen stand seit zehn Jahren leer. Er sollte wieder mit Leben gefüllt und zu einem modernen und zeitgemäßen Dorfgemeinschaftshaus mit circa 140 Sitzplätzen umgenutzt und energetisch saniert werden. Unter Einbeziehung des danebengelegenen Dorfparks sollte ein Gemeindezentrum für Vereine, Familienfeiern und die Jugend entstehen. Die Kubatur wurde erhalten, der Eingang versetzt, das Gebäude komplett entkernt, die Zwischendecke entfernt und das alte Dachtragwerk sichtbar gemacht. Als Technik- und Abstellfläche dient die Teilunterkellerung. Die bisher geschlossene Ostseite des Gebäudes zum Park hin wurde mit großen Verglasungen versehen, um den Park ins Gebäude mit einfließen zu lassen. Eine vorgelagerte Holzterrasse mit Behindertenrampe ist die Verbindung zwischen Innenraum und Dorfpark. Wärmepumpe, Lüftungsanlage und die Flächenheizung gehören ebenso zum energetischen Konzept wie eine Vollwärmedämmung.

Umbau Konsum in Dorfgemeinschaftshaus

Ansicht Straße | Foto: Sven Ebert

Neubau Gemeindezentrum „Bergkreis“

Erfurt OT Bindersleben | Flughafenstraße 83

Planungsbüro  architekt jens eberhardt architektur - denkmalpflege, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. (FH) Jens Eberhardt

Bauherr  Evangelische Kirchgemeinde Bindersleben-Gottstedt, Erfurt

Fertigstellung  Mai 2012

Am neuen Pfarrsitz Erfurt-Bindersleben entstand ein ganzjährig nutzbares, barrierefreies Gemeindezentrum. Der westlich des Pfarrhauses befindliche Neubau setzt sich aus zwei Elementen zusammen: einem Veranstaltungssaal sowie einem Erschließungsgebäude mit Gemeinderaum und Sanitäreinrichtungen. Über den südlichen, ebenerdigen Haupteingang mit raumhoher Verglasung gelangt der Besucher in das vorgelagerte Foyer des Erschließungstraktes. Im Westen befindet sich der elliptisch gestaltete Saal. Indirekt einfallendes Licht im Altarbereich rückt dessen sakralen Charakter in den Vordergrund. Ausgehend vom Foyer gelangt man in den Gemeinderaum des Obergeschosses. Die barrierefreien sanitären Anlagen befinden sich im Osten. Das geneigte Dach des Erschließungstraktes vermittelt zwischen Saal und Pfarrhaus in der Höhe, die elliptische Dachform über dem Gemeindesaal ist einladende und schützende Geste zugleich.

Neubau Gemeindezentrum „Bergkreis“

Eingangssituation | Foto: Jens Eberhardt

Sanierung ehemaliges Innenministerium

Erfurt OT Löbervorstadt | Schillerstraße 27

Planungsbüros  herb | architekten, Erfurt | Architektur- und Ingenieurbüro Bunge & Kahlo, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. (FH) Hans-Georg Herb

Bauherr  Denkmal-Dichterviertel GmbH & Co. KG, Erfurt

Fertigstellung  Dezember 2012

Im ausgehenden 19. Jahrhundert als Gründungsgebäude der Thuringia-Versicherung gebaut, wurde das Ensemble zu DDR-Zeiten als Bezirksdirektion der Volkspolizei und nach der Wende als Sitz des Thüringer Innenministeriums genutzt. Nach mehr als zehn Jahren Leerstand wurde das denkmalgeschützte Ensemble in den letzen drei Jahren umfassend saniert und neuen Nutzungen zugeführt. Entstanden sind straßenseitig Gewerbeeinheiten und im Innenhof hochwertige Eigentumswohnungen. Highlight ist die farbliche Erstfassung des dreiläufigen Haupttreppenhauses in der Schillerstraße 27. Dieses zeichnet sich durch die damals typische komplexe Farbgebung aus und konnte in Teilen freigelegt und konserviert werden. Eine an die Erstfassung angelehnte Farbgestaltung vervollständigt das Treppenhaus. Der zu DDR-Zeiten angefügte Plattenbau wurde teilweise zurückgebaut. Somit konnte die denkmalgeschützte Fassade des Altbaus wieder freigelegt und zu ihrer ursprünglichen Erscheinung zurückgeführt werden.

Sanierung ehemaliges Innenministerium

Ansicht Schillerstraße | Foto: herb | architekten

Ersatzneubau Zweifeldsporthalle

Bad Berka | Bergstraße 9

Planungsbüros  Junk & Reich Architekten BDA Planungsgesellschaft mbH, Weimar | Planungsbüro Rau - Landschaftsarchitektur, Weimar

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Ulrich Junk | Dipl.-Ing. Klaus Reich | Dipl.-Ing Jörg Baum

Bauherr  Landkreis Weimarer Land, Apolda

Fertigstellung  Dezember 2011

Der Schulstandort wird durch drei wichtige Merkmale geprägt: die exponierte Lage der Schulgebäude über dem Hang, die ausdruckvolle Architektur der Ergänzungsbauten sowie nicht zuletzt die sensible Lage zur benachbarten Wohnbebauung. Das große Volumen der erweiterten Zweifeldsportfläche wird in den Hang versetzt, auf dem Dach der Halle werden die notwendigen Pausenflächen angeboten. Die Belichtung der Sporthalle erfolgt über blendfreies Tageslicht von Norden. Die aus dem Hang ragenden Baukörper reduzieren das gebaute Volumen und nehmen den Maßstab der Schulanbauten auf.

Ersatzneubau Zweifeldsporthalle

| Foto: Junk & Reich

Neubau mobile Forschungsstation

Weimar | Geschwister-Scholl-Straße 8

Planungsbüro  Bauhaus-Universität Weimar, Fakultät Architektur, Weimar

Entwurfsverfasser  Ulrike Wetzel | Manuel Rauwolf | Matthias Prüger | Daniel Reisch

Bauherr  Bauhaus-Universität Weimar

Fertigstellung  Juli 2012

Die Arbeit in der mobilen Forschungsstation setzt sich - mit den Mitteln der Architektur - mit den Aspekten des Lebens in der heutigen Gesellschaft auseinander und fokussiert dabei insbesondere die Beziehung zwischen Mensch und Natur. Das Bauwerk beinhaltet drei Funktionseinheiten. Eine Arbeitskoje sowie eine Schlafnische für zwei Personen werden von einem dienenden Vorraum mit Essküche ergänzt. Die einzelnen Einheiten sind auf minimalster Fläche so gekoppelt, dass der Raum sich optisch weitet und für den Nutzer auf Dauer kein Gefühl der Enge entsteht. Mit seiner weißen, künstlichen Erscheinung grenzt sich das „Raumexperiment“ deutlich von der Umwelt ab. Durch verschiedene Klappen lässt sich der Bezug zur Umgebung je nach Anforderung individuell regulieren. Aufgrund des modularen Konstruktionsprinzips kann die Forschungsstation an verschiedenen Orten leicht zusammengesetzt werden. Der mehrmalige Auf- und Abbau ist so möglich.

Neubau mobile Forschungsstation

Mobile Forschungsstation | Foto: Bauhaus-Universität Weimar

Sanierung/statische Sicherung Rundkirche

Gerstungen OT Untersuhl | An der Kirche

Planungsbüro  B19 ARCHITEKTEN BDA, Barchfeld

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. (FH) Matthias Döhrer | Dipl.-Ing. Jürgen Schuchert

Bauherr  Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Untersuhl, Gerstungen

Fertigstellung  April 2013

Die evangelisch-lutherische Rundkirche in Untersuhl ist kreisrund aufgebaut, mit angebauter gewölbter Apsis, und besteht im unteren Teil aus massivem Mauerwerk aus unbehauenen Sandsteinen. Der Grundriss ist für eine Kirche außergewöhnlich. Über dem massiven Mauerwerk schließt ein Fachwerkaufsatz mit einem steil aufsteigenden, achtseitigen Dach an, welches an der Spitze von einer barocken Haube abgeschlossen wird. In Orientierung an die Himmelsrichtungen verzieren vier Dacherker, mit spitzen Turmhauben, im unteren Bereich des steil aufsteigenden Daches das äußere Erscheinungsbild. Sanierungsschwerpunkte waren die Turmhelmkonstruktion, die Fachwerkaußenwand, die Glockenstuhlkonstruktion, das Mauerwerk sowie die Dacheindeckung einschließlich Turmzier. Verantwortlich für Statik und Konstruktion war das Ingenieurbüro Trabert + Partner, Geisa.

Sanierung/statische Sicherung Rundkirche

| Foto: B19 ARCHITEKTEN BDA

Neubau Gefahrenabwehrzentrum

Erfurt | Wilhelm-Wolff-Straße 1

Planungsbüros  Osterwold°Schmidt EXP!ANDER Architekten BDA, Weimar | Planungsgruppe Gestering / Knipping / de Vries Partnerschaftsgesellschaft Architekten, Weimar

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Antje Osterwold | Dipl.-Ing. Matthias Schmidt

Bauherr  Landeshauptstadt Erfurt, vertreten durch das Amt für Grundstücks- und Gebäudeverwaltung

Fertigstellung  April 2013

Im Zuge der Sicherstellung rettungsdienstlicher Versorgung und der Einhaltung von Rettungsfristen im Zuständigkeitsbereich des Brand-, Rettungs- und Katastrophenschutzes ließ die Landeshauptstadt im Südosten ein zweites Gefahrenabwehrzentrum errichten - in Ergänzung der Feuerwache 1 im Nordosten der Stadt, die Mitte der 1990er Jahre gebaut wurde. Der Neubau beherbergt Feuerwache, Rettungswache und ein Lager für die Allgemeine Hilfe und soll die Versorgung des Südteils von Erfurt absichern. Er bietet Raum für insgesamt 75 Mitarbeiter sowie 27 Fahrzeuge der Berufsfeuerwehr, des Rettungsdienstes, der Freiwilligen Feuerwehr und des Katastrophenschutzes. Der Entwurf für den Neubau stammt von Osterwold°Schmidt EXP!ANDER Architekten (Weimar) zusammen mit der Bremer Planungsgruppe Gestering / Knipping / de Vries, die ein Verhandlungsverfahren im September 2008 für sich entscheiden konnte.

Neubau Gefahrenabwehrzentrum

Ansicht Wilhelm-Wolff-Straße | Foto: Matthias Schmidt, Osterwold°Schmidt EXP!ANDER Architekten BDA

Innenraumgestaltung Foyer Goethe-Nationalmuseum

Weimar | Frauenplan 1

Planungsbüros  Innenarchitektur+Design, Albrecht von Kirchbach Freier Innenarchitekt, Erfurt | stock landschaftsarchitekten bdla, Jena

Entwurfsverfasser  Dipl.-Des. (FH) Albrecht von Kirchbach | Dipl.-Ing. Ulf Ströde | Dipl.-Ing. (FH) Nadine Giehl

Bauherr  Klassik Stiftung Weimar

Fertigstellung  August 2012

Steigende Besucherzahlen und die Neugestaltung der Dauerausstellung im Goethe-Nationalmuseum Weimar gaben Anlass, die öffentlichen Funktionen des Gebäudes neu zu ordnen. Die kleingliedrige Raumstruktur wurde mittels statischer Eingriffe zusammengeführt. Ein wiederhergestellter Durchgang zwischen Torfahrt und Foyer ermöglicht die barrierefreie Erschließung. Die zentrale Tresenanlage verbindet die Raumteile, kaschiert verbliebene Pfeiler und Stützen und ordnet Wegebeziehungen. Der Museumsladen erhielt einen eigenen abgeschlossenen Raum. Die Funktionen im hinteren Foyer wurden neu strukturiert, so dass ein großzügiger, multifunktionaler Bereich entstand. Das neue Lichtkonzept hebt den Haupttresen hervor und erhöht die Aufenthaltsqualität in Verbindung mit dem Innenhof. Die Ausstellungsräume wurden mittels Drehschiebewänden vor den Fenstern und einem LED-basierten Beleuchtungssystem den konservatorischen Anforderungen angepasst. Projekt- und Bauleitung: Dipl.-Ing. Ulf Ströde.

Innenraumgestaltung Foyer Goethe-Nationalmuseum

Eingangsbereich | Foto: Albrecht von Kirchbach

Neubau Internat Staatliches Sportgymnasium

Oberhof | Am Harzwald 3

Planungsbüro  Schirmbeck & Weber, Weimar

Entwurfsverfasser  Prof. Dipl.-Ing. Günter Weber | Prof. Dr.-Ing. habil. Egon Schirmbeck

Bauherr  Freistaat Thüringen, vertreten durch das Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr, Erfurt

Fertigstellung  Januar 2011

In einer geschwungenen Spange sind alle Wohnbereiche nach Süden bzw. zu der sie umgebenden Natur orientiert. Klubräume und Erzieherzimmer wenden sich zum Schulhof bzw. zur Aussichtslage nach Oberhof. Dazwischen entsteht eine belebte, offene Flurzone mit Einblicken in die Gemeinschaftsbereiche und vielfältigen Ausblicken auf Oberhof und den Thüringer Wald. Durch eine sinnfällige Gliederung der einzelnen Funktionsflächen wird im Erdgeschoss eine günstige Anpassung an die bestehende Topographie ermöglicht. Über einen geschlossenen Gang erfolgt die Anbindung an den Komplex des Sportgymnasiums. Die Internatszimmer sind in kleine Wohngruppen mit zwei Sanitärräumen und einem gemeinsamen Vorbereich integriert. Mit den nach Süden orientierten Fenstertüren werden eine günstige Nutzung der passiven Solarenergie und ein enger Bezug zum Landschaftsraum erreicht. Auf der nach Süden geneigten Dachfläche ist eine Photovoltaikanlage installiert.

Neubau Internat Staatliches Sportgymnasium

Südfassade | Foto: Schirmbeck & Weber

Umbau/Erweiterung Praxiszentrum für Energieeffizienz und energetische Gebäudesanierung

Rohr OT Kloster | Kloster 1

Planungsbüro  Projektscheune Planungsgesellschaft mbH, St. Kilian

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Jens Lönnecker

Bauherr  Handwerkskammer Südthüringen, Suhl

Fertigstellung  März 2013

Das Vorhaben beinhaltet Umbau und Erweiterung eines bestehenden Ausbildungskomplexes im südthüringischen Rohr-Kloster zu einem Praxiszentrum für Energieeffizienz und energetische Gebäudesanierung. Vor dem Hintergrund der energiepolitischen Ziele von Bundesrepublik und Europäischer Union wird hier fundiertes Wissen zu neuen Technologien, Anwendungen und Lösungen vermittelt. Die Gebäudestruktur ist durch die Abfolge der Funktionen Lehre und Bildung, Information und Beispiel, Demonstration, Experiment und Anwendung determiniert. Der zweigeschossige Erweiterungsbau nimmt das auch für Ausstellungen nutzbare Foyer, einen Seminarbereich, Verwaltungsräume sowie einen kleinen Hörsaal auf. Die vormalige Ausbildungshalle 1 dient zu Demonstrations- und Experimentierzwecken sowie der Vermittlung von praktischen Fähigkeiten und Fertigkeiten. In Halle 2 verdeutlichen Gebäudeschnittmodelle und Lehrexponate den fachlich richtigen Umgang mit verschiedenen Bauweisen und -produkten.

Umbau/Erweiterung Praxiszentrum für Energieeffizienz und energetische Gebäudesanierung

Osten | Foto: HWK Südthüringen

Freiflächengestaltung Hüttenplatz

Lauscha | Hüttenplatz

Planungsbüro  Dr. Schmidt Planungsgesellschaft mbH, Schleusingen

Entwurfsverfasser  Dr.-Ing. Hans-Gerd Schmidt | Dipl.-Ing. Hagen Höllering

Bauherr  Stadt Lauscha

Fertigstellung  November 2011

Lauscha gilt als Zentrum der Kunstglasbläserei in Deutschland. Der im Stadtzentrum gelegene Hüttenplatz wurde zurückliegend durch Abbrüche und partielle Eingriffe seiner ursprünglichen Wahrnehmung beraubt. Im Rahmen der Stadtsanierung sollte der historisch bedeutsame Platz, an dem 1597 die erste Lauschaer Glashütte errichtet wurde, als attraktiver Stadtraum und markanter Ort entlang der Thüringer Glasstraße neu gestaltet werden. Das langgestreckte und gestufte „Band“ aus Theumaer Schiefer und Lauschaer Glas gibt der heterogenen Platz- und Bebauungsstruktur einen neuen formalen Halt und verbindet die verschiedenen Teilbereiche des Ortskerns miteinander. Der „glühende Fluss“ aus Glas, der sich in den Schiefer schneidet, wurde durch einen Lauschaer Künstler gestaltet. Holzbelegte, breite Sitzblöcke und lineare Pflanzungen bieten zusätzliche Aufenthaltsqualitäten für Bewohner und Besucher der Stadt. Die vorhandenen Brachflächen wurden zu multifunktional nutzbaren Stadträumen umgewidmet.

Freiflächengestaltung Hüttenplatz

Schieferband | Foto: J. Konrad Schmidt

Neubau Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie - Hans-Knöll-Institut

Jena | Beutenbergstraße 11a

Planungsbüros  Beeg Lemke Architekten GmbH, München | DANE Landschaftsarchitektur BDLA, Weimar

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Udo Lemke

Bauherr  Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie - Hans-Knöll-Institut, Jena

Fertigstellung  September 2012

Auf jenem Grundstück, auf dem sich bis 2008 das Wohnhaus des Namensgebers des Instituts befand, wurde der Neubau derart positioniert und gegliedert, dass zusammen mit den Bestandsgebäuden ein räumlich gefasster Campus für Mitarbeiter und Studenten geschaffen wurde. Die organische Form des homogenen Gesamtbaukörpers ist angelehnt an die mikrobiologischen Forschungsinhalte des Instituts. Die Farbnuancen der Fassade erschließen sich schrittweise beim Herantreten - ähnlich der zunehmenden Tiefenschärfe beim Blick durch ein Mikroskop. Der Hauptbaukörper des Neubaus beinhaltet Labore (biomolekulare Forschung) und theoretische Arbeitsräume. Im Untergeschoss befinden sich tierexperimentelle Bereiche mit Tierhaltung (Nager), Behandlung und Untersuchung (u. a. Positronen-Emissions-Tomographie). Die vom gesamten Institut genutzten Räume für Präsentation, Lehre und Begegnung sind inmitten des grünen Campus als Pavillon mit Blick auf das Saaletal angelagert.

Neubau Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie - Hans-Knöll-Institut

| Foto: Architekturfotografie Krumnow

Neubau Bürogebäude mit Doppelgarage

Kaulsdorf | Am Wachhügel 26

Planungsbüro  Atelier-a11, Remptendorf

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Constanze Frank-Spindler

Bauherr  Jörg Kunstmann, Kaulsdorf

Fertigstellung  Dezember 2012

Ein Bürohaus für fünf Mitarbeiter zu entwerfen, später als Wohnhaus umnutzbar, war Aufgabe dieses Projekts. Das Grundstück liegt am Hang, an ein Wohngebiet angrenzend, mit herrlichem Ausblick. Die charakteristische Form der Baukörper mit versetztem Pultdach und Oberlichtband gibt den Innenräumen eine plastische Kubatur und erzeugt einen spannenden, großzügigen Raumeindruck. Zum Eingang kommt man von einem baulich gefassten Vorhof. Über einen Windfang wird der repräsentative Besprechungsraum mit Teeküche erreicht. Von dort gelangt man in die beiden Büros, in das Archiv und zum WC. Im späteren Wohnhaus werden daraus Wohnzimmer mit Südwestorientierung, Wohnküche, Bad, WC, Schlaf und Arbeitszimmer. Alle Räume sind ebenerdig zugänglich, die bodentiefen Fenster ermöglichen den Austritt ins Freie zu den Terrassen. Die Innenraumgestaltung in Weiß-, Anthrazit- und Grautönen folgt einer sachlichen, modernen Sprache und gibt dem Ensemble innen wie außen seine unverwechselbare Prägnanz.

Neubau Bürogebäude mit Doppelgarage

Gebäudeensemble und Außenbereich | Foto: Constanze Frank

Neubau Werkhalle mit Büro

Weimar | Ernst-Thälmann-Straße 9a

Planungsbüro  Architekturbüro Reimann, Weimar

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Frank Reimann

Bauherr  Sibylle Trunk, Weimar

Fertigstellung  November 2012

Dieser eingeschossige Neubau ist eine Werkstatt für Wartungs- und Reparaturarbeiten inklusive Büro und Sozialräumen mit einer Grundfläche von 412 Quadratmeter. Er wurde in Massivbauweise mit einem extensiv begrünten Flachdach auf einem Grundstück mit einer Fläche von 711 Quadratmeter errichtet. In der Werkstatt werden Pumpen mit den zugehörigen Bauteilen geprüft, gewartet und repariert sowie neue Aggregate zusammengestellt. Die Werkstatt orientiert sich an der städtebaulichen Grundstruktur des Gründerzeitquartiers und ist in drei Bereiche gegliedert: Empfang mit Reparaturannahme, Werkstatt mit Lagerbereichen sowie Sozialräume samt Pausenraum. Die Gestaltung des Baukörpers folgt den Prinzipien der Moderne: Momente der Reduktion und der sich daraus entwickelnde klare Baukörper, rhythmische Verwendung von Grundfarben und -formen. Weiterhin wurde hoher Wert auf den minimalistischen Einsatz unterschiedlicher Materialien sowie der Materialästhetik von handwerklich hergestellten Bauteilen gelegt.

Neubau Werkhalle mit Büro

| Foto: Peter Trunk

Neubau Einfamilienhaus mit Garage

Bleicherode | Goetheweg 10

Planungsbüro  Architekturbüro H.-J. Gerboth, Heringen

Entwurfsverfasser  Dipl.-Des. (FH) Hans-Jürgen Gerboth

Bauherr  Familie Schneidereit, Bleicherode

Fertigstellung  August 2012

Planungsaufgabe war die Errichtung eines zweigeschossigen Einfamilienhauses mit seitlich angebauter Garage und Nebengelass. Garage und Nebenflächen sind als Grenzbebauung eingeschossig. Das Haus ist nicht unterkellert. Die Gebäudegrundfläche beträgt circa 128 Quadratmeter, die Wohnfläche 138 Quadratmeter, die Nutzfläche 33 Quadratmeter und die Nettofläche 171 Quadratmeter. Die Kubatur hat ein Volumen von 631 Kubikmeter. Die Herstellungskosten inklusive Baunebenkosten belaufen sich auf 250.000 Euro brutto.

Neubau Einfamilienhaus mit Garage

Einfahrt mit Garage | Foto: Familie Schneidereit

Neubau „Mehrfamilienhaus M“

Erfurt OT Hochheim | Drei-Quellen-Straße 4a

Planungsbüro  funken architekten, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. (FH) Matthias Funken

Bauherr  Maulhardt, Erfurt

Fertigstellung  November 2012

Im Ortskern von Erfurt-Hochheim enstand dieses zweieinhalbgeschossige Mehrfamilienhaus mit drei Wohneinheiten. Jede Etage beinhaltet eine Zweizimmerwohnung mit circa 75 Quadratmeter Nutzfläche. Das Wohnhaus ist als Ersatzbau entstanden und nimmt Bezug auf den alten, baufälligen Vorgängerbau an gleicher Stelle. Holzfassadenapplikationen schaffen die Verbindung zur dörflichen Baustruktur und Materialität. Der massive Kalksandsteinbaukörper wurde mit einer 16 Zentimeter starken Mineralfaserdämmung gedämmt.

Neubau „Mehrfamilienhaus M“

Ansicht Straße | Foto: M. Funken

Neubau Einfamilienhaus mit Doppelgarage

Nordhausen | Heidelbergblick 41

Planungsbüro  Architekturbüro Tobias Winkler, Nordhausen

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Tobias Winkler

Bauherr  Dr. Martin Höpker, Nordhausen

Fertigstellung  Oktober 2012

Nördlich am Stadtrand von Nordhausen entstand in einem Wohngebiet für eine vierköpfige Familie ein Wohnhaus mit einer Wohnfläche von circa 216 Quadratmeter. Realisiert wurde ein großzügiges und modernes Raumkonzept mit den Bereichen Wohnen, Kochen und Essen im Erdgeschoss und den privaten Räumen, wie Bad, Kinder- und Schlafzimmer, im Obergeschoss. Ausgeführt wurden das zweigeschossige Wohnhaus sowie die angrenzende Doppelgarage in zeitgemäßer und moderner Architektur. Der kubische Baukörper mit flach geneigtem Satteldach ist gegliedert in verputzte Fassadenteile und Flächen aus Holzleistenschalung. In gleicher Gliederung und Ausführung der Fassade wurde auch die Doppelgarage gestaltet, um ein einheitliches und zusammenhängendes Gesamtbild der Gebäudegruppe zu erhalten.

Neubau Einfamilienhaus mit Doppelgarage

Ansicht Südseite Wohnhaus | Foto: Tobias Winkler

Neubau Mehrgenerationenhaus als Passivhaus

Floh-Seligenthal | Gartenweg 19

Planungsbüro  Martin Davignon Freier Architekt BDA, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Martin Davignon

Bauherr  privat

Fertigstellung  August 2011

In einer gewachsenen ländlichen Region entstand ein modernes Haus, welches in Passivhausstandard realisiert wurde und damit äußerst sparsam im gesamten Energieverbrauch ist. Auf circa 160 Quadratmeter ist ein Mehrgenerationenwohnen möglich. Der Entwurf lässt - durch das jeweilige Verschieben einer Trockenbauwand im Erdgeschoss - die wachsende, schrumpfende und alternde Familie zu. Die Räume haben große Fensterflächen nach Süden und Westen, um viele solare Wärmegewinne zu erhalten. Durch Optimierung des energetischen und ganzheitlichen Gesamtkonzeptes ist ein kostengünstiges Haus entstanden. Die Ausstattung des Gebäudes mit einem KNX-Bussystem ermöglicht die wetterabhängige Steuerung der Jalousieanlage zur optimalen Nutzung von solaren Energieeinträgen und Unterstützung der Raumheizung bei gleichzeitigem Schutz vor Überhitzung durch die Beschattung der Fensterflächen. Das Haus ist mit dem Energiesparpreis 2012 des Landkreises Schmalkalden-Meiningen ausgezeichnet worden.

Neubau Mehrgenerationenhaus als Passivhaus

Südfassade | Foto: Martin Davignon

Neubau Werkstatt für psychisch kranke und seelisch behinderte Menschen

Gera OT Bieblach-Ost | Otto-von-Guericke-Straße 6

Planungsbüro  BVS GmbH Architekt Dipl.-Ing. Klaus Sorger, Gera

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Klaus Sorger

Bauherr  Ortsvereinigung Lebenshilfe Gera Stadt/Land e. V., Gera

Fertigstellung  Dezember 2012

Die Ortsvereinigung Lebenshilfe Gera Stadt/Land e. V. hat eine Werkstatt für 60 psychisch kranke und seelisch behinderte Menschen errichtet. Ebenerdig wurden auf circa 2300 Quadratmeter sechs Werkstatträume, ein Zentrallager, Sozialräume sowie ein Speiseraum und Büroräume untergebracht. Das Gebäude ist in Vollholzbauweise aus vorgefertigten Kreuzlagenholzelementen errichtet. Die Wände sind zwölf und die Dachplatten neun Zentimeter stark. Das Dachtragwerk besteht aus Brettschichtbindern. Bis zum Fußboden reichende Stahlfenster mit Dreifachverglasung und eine Fassadenverkleidung mit Wellplatten aus Aluminium unterstreichen gestalterisch die Funktion der Werkstatt. Durch die innenseitig sichtbare Holzoberfläche wird eine angenehme Arbeitsatmosphäre erreicht. Die Wärmedämmung von Wand und Dach besteht aus 20 bzw. 24 Zentimeter starker Mineralwolle. Für den verschleißfesten Fußboden wurde ein Terrazzo-Estrich gewählt. Die Beheizung und Lüftung des Gebäudes erfolgt mittels Luft-Wasser-Wärmepumpen und einer Gasheizung.

Neubau Werkstatt für psychisch kranke und seelisch behinderte Menschen

Werkstattgebäude von Südosten | Foto: B. Koob

Neubau Einfamilienhaus Feldhamsterweg

Jena | Feldhamsterweg 10

Planungsbüros  TRZEBOWSKI SCHIFFEL ARCHITEKTEN, Jena | impuls°Landschaftsarchitektur GbR, Jena

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Frank-Peter Trzebowski

Bauherr  privat

Fertigstellung  November 2011

Auf einem 500 Quadratmeter großen Hanggrundstück wurde für das Wohnhaus einer vierköpfigen Familie ein klarer und einprägsamer Baukörper konzipiert. Dem plattenbekleideten Sockel mit bündigem Garagentor und Fensterschiebeladen steht der geputzte, leicht auskragende Baukörper der beiden Wohngeschosse darüber gegenüber. Baukörperliche Einfachheit und genaue Details, von bündig gesetzten Fenstern bis zum einfachen Übergang von Wandflächen in die Dachfläche, prägen die Situation. Das entlang der Straße konzentrierte Bauvolumen öffnet sich über eine großzügige, südwärts orientierte Erdgeschossfassade mit Glasschiebetüren und Holzschiebeläden, markiert durch ein gebäudebreites Betonvordach, zur ebenso klar gestalteten Gartenfläche. Innen schreiben nördlich angeordnete, einläufige Treppen und südlich orientierte Wohnräume die Grundstückszonierung fort. Die aus dem Pultdach resultierende Höhenreserve wird für Hochbetten in den Kinderzimmern und einen leichten Versatz zur räumlichen Betonung des Essplatzes im Erdgeschoss eingesetzt.

Neubau Einfamilienhaus Feldhamsterweg

Ansicht Süd mit Garten | Foto: Trzebowski Schiffel Architekten

Innenraumgestaltung Kaisersaal - Gourmetrestaurant „Clara“

Erfurt OT Altstadt | Futterstraße 15/16

Planungsbüros  hks architekten GmbH, Erfurt | lichtraum , Weimar

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. (FH) Michael Rommel | Dipl.-Ing. Torsten Müller | Dipl.-Des. Robert Waldmann, WaldmannDesign

Bauherr  Kaisersaal Gastronomie- & Veranstaltungs GmbH, Erfurt

Fertigstellung  Januar 2013

Ausgangspunkt für die innerhalb eines Monats realisierte Neugestaltung des Gourmetrestaurants „Clara“ im Kaisersaal war ein Masterkonzept für Licht und Farbe aus dem Jahr 2009, welches schrittweise in den Konferenzräumen, dem Foyer, dem großen Treppenhaus und der Bar „Concerto“ realisiert wurde. Das Raum- und Lichtkonzept in der nun neu eröffneten „Clara“ schafft eine entspannte, gehobene Atmosphäre. Brillantes Licht fokussiert die Tischmitte und rückt die geschmacklich und visuell überzeugend in Szene gesetzten Menükreationen der neuen Küchenchefin Maria Groß in den Mittelpunkt des Interesses. Das eigens für das Restaurant entwickelte Lichtsegel „Clara“ leuchtet in verschieden großen, polygonalen Flächen in Gelb-, Orange- und Rottönen unter einer unregelmäßig weiß gebänderten Lichtdecke. Clara Schumann - die Namensgeberin - blickt von einer dunkelgrauen Wand in den schlicht gehaltenen Gastraum, der etwa 30 Gästen Platz bietet.

Innenraumgestaltung Kaisersaal - Gourmetrestaurant „Clara“

Gourmetrestaurant - Blick auf Clara | Foto: hks architekten

Ersatzneubau Kindertagesstätte „Glückskäfer“

Erfurt OT Alach | Windmühlenweg 4

Planungsbüro  planungsgruppe_bonifaciusbrunnen architekten_und_ingenieure_gbr, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. (FH) Burkhard Becker | Dipl.- Ing. Steffen Dachsel

Bauherr  Landeshauptstadt Erfurt, vertreten durch das Amt für Grundstücks- und Gebäudeverwaltung

Fertigstellung  Januar 2013

Als Ersatz für die bestehende Kita in Erfurt-Alach wurde ein Neubau mit vier Gruppen für 80 Kinder in ökologischer Bauweise errichtet. Der Zuschnitt des Grundstückes bedingt eine zweigeschossige, kompakte Bauweise. Der Entwurfsgedanke leitet sich von zusammengefügten und sich teilweise durchdringenden Baukörpern ab. Die geschwungenen Innenwände, besonders die beheizte Stampflehmwand, geben dem Baukörper eine gewisse Verspieltheit. Durch die Verwendung weitgehend naturbelassener Baustoffe, wie farbiger Lehmputz, Holz, perlitgefüllte Ziegel, und einer Dachbegrünung wird ein gesundes Raumklima für die Kinder geschaffen. Der Naturbaustoff Holz findet sich auch in den geschwungenen Treppen und als zentraler „Treppenbaum“ im Foyer wieder. Wand und Deckenabsorber sorgen für eine gute Raumakustik. Die Gebäudetechnik verfügt über Sole-Wasser-Wärmepumpe, Photovoltaikanlage und Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung. Die Kriterien der „Erfurter Grünen Hausnummer“ für nachhaltiges und gesundes Bauen wurden eingehalten.

Ersatzneubau Kindertagesstätte „Glückskäfer“

| Foto: Steffen Dachsel

Neubau Wohnhaus „Ort und Holz“

Erfurt OT Altstadt | Fischersand 41

Planungsbüro  Dipl.-Ing. Tanja Ernst-Adams - Freie Architektin, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Tanja Ernst-Adams

Bauherr  Dirk Adams und Tanja Ernst-Adams, Erfurt

Fertigstellung  August 2012

Ein Holzhaus in Zeilenbebauung in der Erfurter Innenstadt zu errichten, war eine große Herausforderung. Beispielsweise gelten wegen der Höhe der obersten Wohnebene besondere Brandschutzauflagen. Dennoch entwickelten wir gemeinsam mit dem Statiker und dem Brandschutzplaner ein Konzept, bei dem immer eine Seite der Vollholzwand sichtbar bleiben kann. Auch wenn diverse kommunale Vorschriften den Einsatz alternativer Energiequellen verhinderten, erreichten wir mit Brettsperrholzbauweise, 28 Zentimeter Mineralwolldämmung, kontrollierter Wohnraumlüftung und Dreifachverglasung den Standard KfW-Effizenzhaus 55. Letztlich sind unsere Erwartungen an die Holzbauweise bezüglich Wohnklima, Optik und Haptik des Baustoffs sowie die vergleichsweise schnelle Errichtung des Rohbaus in nur drei Tagen voll und ganz erfüllt worden.

Neubau Wohnhaus „Ort und Holz“

Giebelansicht | Foto: M. F. Schmidt

Neubau Jugendclub „Café Conti“

Weimar OT Schöndorf | Carl-Gärtig-Straße 1a

Planungsbüros  Susanne Dieckmann Architektin, Weimar | freiraumpioniere | landschaftsarchitekten, Weimar | neu + rein ARCHITEKTEN, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Susanne Dieckmann | Dipl.-Ing. Anna Katharina Satzinger

Bauherr  Stadt Weimar, vertreten durch das Amt für Technische Gebäudewirtschaft

Fertigstellung  Februar 2012

In einer kleinen Waldlichtung wurde anstelle eines alten Containers ein neuer Jugendclub errichtet. Als thematischer Aufhänger für das Gesamtkonzept der Anlage diente der vorhandene Spielplatz mit Piratenschiff, der von den Jugendlichen selbst gebaut wurde. So entstand in der bewegten Topographie auf unterschiedlichen Niveaus eine dünenähnliche Landschaft mit Gruppen aus Spielpalmen und Spielfeldern, an deren Ende der zweigeschossige Jugendclub steht. Das rotbraune Gebäude schimmert durch das umgebende Grün und erinnert an ein vor Anker liegendes Schiff. Mit seinem L-förmigen Grundriss öffnet es sich zu den Freianlagen und umschließt diese leicht. Im Inneren ist der Jugendclub ein offenes, kommunikatives Haus, in dem sich die Räume miteinander verbinden, zueinander öffnen lassen und viele Blickbezüge entstehen. Daneben bieten kleine Nischen besondere Orte, in die sich die Jugendlichen und Kinder in kleinen Gruppen zurückziehen können.

Neubau Jugendclub „Café Conti“

| Foto: Michael Miltzow, Bildwerk Weimar

Neubau Wohnheim „Haus Jakob“

Buttstädt | Goethestraße 2

Planungsbüro  RJ Planungsbüro GbR, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Renée Möser

Bauherr  Stiftung Finneck, Rastenberg

Fertigstellung  Oktober 2012

Die architektonische Grundidee für das „Haus Jakob“, einem Wohnheim für Menschen mit geistiger und schwerstmehrfacher Behinderung, ist ein kompaktes Stadthaus, dem man den Heimcharakter, die institutionelle Einrichtung, nicht ansieht. Gemeinsames Wohnen und Leben für 24 junge Menschen mit Behinderung inmitten von Buttstädt ist dem Träger, der Stiftung Finneck aus Rastenberg, ein wichtiges Anliegen und setzt die Tradition des sozialen Engagements auch an diesem Standort fort. Drei Wohngruppen mit jeweils acht Bewohnern verteilen sich auf drei Etagen, die Bruttogrundfläche beträgt 1260 Quadratmeter. Das gesamte Haus ist barrierefrei gestaltet und entspricht sowohl den modernen Ausbaustandards als auch den technischen Anforderungen. Zum Beispiel erfolgt die Wärmeversorgung über eine Pelletheizung. Nach einjähriger Bauzeit wurde das Haus im September 2012 bezogen.

Neubau Wohnheim „Haus Jakob“

Ansicht Südwest | Foto: RJ Planungsbüro

Sanierung Gartenstadtsiedlung „Am Schmalen Rain“

Gotha | Friedrich-Ebert-Straße 26-34

Planungsbüros  WOHNSTADT Geschäftsstelle Weimar, Weimar | Heinisch Landschaftsarchitekten, Weimar

Entwurfsverfasser  Dr.-Ing. Claus Dieter Untermann

Bauherr  Gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft der Eisenbahner e. G., Gotha

Fertigstellung  März 2013

Die Wohnsiedlung „Am Schmalen Rain“ in Gotha ist ein überregional bedeutsames Beispiel für den von der Gartenstadtbewegung beeinflussten Genossenschaftswohnungsbau in Thüringen der 1920er Jahre. Die Siedlung wurde von der Gothaer Baugenossenschaft für Beamte und Arbeiter der Eisenbahnverwaltung in Weiterführung eines Wettbewerbes zum Bau einer „architektonisch charaktervollen und siedlungstechnisch einwandfreien Wohnanlage“ (Wohnstadt 1995, in: Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege, Neue Folge 21, Erfurt 2005) nach den Plänen der Architekten Bruno Tamme, Richard Neuland sowie Regierungsbaumeister Pfitzmann in den Jahren 1927 bis 1928 errichtet. Die Siedlung steht unter Denkmalschutz und wird seit mehreren Jahren unter Einsatz von Städtebaufördermitteln in Einzelschritten saniert. Gegenstand des nunmehr sechsten Bauabschnittes war die denkmalgerechte Sanierung der Gebäudehülle der Wohngebäude Friedrich-Ebert-Straße 26-34 sowie die Wiederherstellung der Außenanlagen.

Sanierung Gartenstadtsiedlung „Am Schmalen Rain“

Ansicht Straße von Süden | Foto: WOHNSTADT Geschäftsstelle Weimar

Neubau Seniorenwohnanlage „AWOsi“

Arnstadt | Lohweg 13

Planungsbüro  Projektscheune Planungsgesellschaft mbH, St. Kilian

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Jens Lönnecker | Dipl.-Ing. (FH) Georg Möller | Dipl.-Ing. Sebastian Kühn

Bauherr  AWO Kreisverband Ilm-Kreis e. V., Arnstadt

Fertigstellung  Juni 2012

Parallel zur benachbarten Gera verlaufend, befindet sich in der grünen Lunge der Stadt Arnstadt der Lohweg. Stattliche Bäume und vorwiegend gründerzeitliche Villenbauten prägen sein Erscheinungsbild. Die augenscheinlich hohe Wohnqualität findet ihre Fortsetzung in dem jüngsten Vorhaben des AWO Kreisverbandes Ilm-Kreis e. V. Das Neubauprojekt, im Ergebnis eines VOF-Verfahrens mit zehn eingeladenen Büros entstanden, wurde im Jahr 2012 fertiggestellt. Der trotz der kompakten Abmaße kleinteilige Kubus hat sich in Verbindung mit den warmen, mediterranen Farben zu einem „Hingucker“ entwickelt. Insgesamt 24 barrierefreie Wohneinheiten umschließen im Norden einen, mit einem Laubengang versehenen, Wohnhof. Nach Süden und Westen offerieren großzügige Balkone und Loggien hohe Aufenthaltsqualitäten. Eine parkähnliche Freianlage rundet das Ensemble ab. Im Erdgeschoss lädt eine Begegnungsstätte Bewohner und Neugierige zum Verweilen, Feiern und Zusammensein ein.

Neubau Seniorenwohnanlage „AWOsi“

Neubau Gästehaus Thüringer Landesmusikakademie

Sondershausen | Lohberg 11

Planungsbüros  AIG Architektur- & Ingenieurgesellschaft mbH, Sondershausen | PSL Landschaftsarchitekten Ziegenrücker. Kerl., Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Clemens Kober | Dipl.-Ing. Karsten Schmidt | Dipl.-Ing. Jochen Reitz

Bauherr  „Wippertal“ WBG mbH, Sondershausen

Fertigstellung  März 2012

Die Landesmusikakademie benötigte infolge steigender Auslastung ein Gästehaus mit Anbindung an den Akademiecampus auf dem Schlossareal. Als Bauplatz wurde das Grundstück Lohberg 11 mit seiner unter Denkmalschutz stehenden Bausubstanz gewählt. Entwurfsschwerpunkt war die Aufnahme der bestehenden Hofsituation, die von drei Gebäuden geprägt wird. Deren Anordnung ermöglicht die einladende Öffnung des Hofes zum Straßenraum: Im Vordergrund steht der denkmalgerecht sanierte Altbau. Städtebaulich zurückhaltend – da nah am Schloss und Schlosspark – und trotzdem mit Signalwirkung zeigt sich der prägnante neue Baukörper des Cafés. Über den Hof gelangt man zwischen Alt und Neu zum Gästehaus. Dieses tritt in den Hintergrund und kann bedingt durch den tiefer liegenden Hofbereich geschickt eine größere Baumasse aufnehmen. Der Hof bildet den zentralen Bereich der Anlage. Hier sind Eingänge, Foyer, Speiseraum, Café und Verwaltung unmittelbar zu erreichen. Alle Bereiche sind barrierefrei erschlossen.

Neubau Gästehaus Thüringer Landesmusikakademie

Ansicht Südost | Foto: Sylvester Mackensen

Umbau Döllbergschule in altersgerechte Wohnanlage

Suhl | Am Hoheloh 1

Planungsbüro  Projektscheune Planungsgesellschaft mbH, St. Kilian

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Jens Lönnecker

Bauherr  AWO Alten-, Jugend- und Sozialhilfe gGmbH, Erfurt

Fertigstellung  Juni 2010

„Wohnen im Klassenzimmer“: Das Vorhaben beinhaltet die modellhafte Umnutzung einer vormaligen Plattenbautypenschule zu einem Wohnprojekt. Dabei sind die Wechselbeziehungen zwischen Bewohner, Bauherrin, der Stadt mit ihren Gremien und nicht zuletzt den beteiligten Planern beispielhaft für ähnlich gelagerte Projekte. Die Wohnfunktion wird durch externe Dienstleistungen und Betreuungsangebote ergänzt. Die daraus resultierende Kombination ermöglicht ein selbstständiges und selbstbestimmtes Wohnen auch im dritten Lebensabschnitt und stellt eine echte Alternative zu vollstationären Pflegeformen dar. Aus baulicher Perspektive erfährt ein, in vielen Variationen existierender, Typenbau durch die Betonung seiner funktionalen, wirtschaftlichen und gestalterischen Potenziale eine neue Definition. Insgesamt entstanden 55 barrierefreie Wohneinheiten mit Concierge, die mit einer Begegnungsstätte und einer Gästewohnung ergänzt wurden.

Umbau Döllbergschule in altersgerechte Wohnanlage

Eingangsseite | Foto: Projektscheune

Freiflächengestaltung „An der Fuchsenkothe“

Schmalkalden | Nougatallee 1

Planungsbüro  RoosGrün PLANUNG, Kromsdorf

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Heike Roos

Bauherr  Stadt Schmalkalden und Landesgartenschau Schmalkalden 2015 GmbH

Fertigstellung  September 2012

Mit dem Neubau des Viba-Event-Centers in Schmalkalden und in Vorbereitung der Landesgartenschau 2015 war eine repräsentative, nutzungsorientierte Freiraumgestaltung des Grünzuges „An der Fuchsenkothe“ sowie des künftig öffentlichen Viba-Parks auf einer Gesamtfläche von circa drei Hektar das Ziel. Das städtische Entree ist der großzügig gestaltete, farbenfroh akzentuierte Haupteingangsbereich zum Viba-Event-Center mit Busstopp und Besucherparkplätzen. Das landschaftliche Entree erschließt den Talraum des Fließgewässers Fuchsenkothe im Süden. Großzügige Wiesen- und Wasserflächen sowie kulissenartige Baumreihen geben räumliche Weite und integrieren wie selbstverständlich die verschiedenen Nutzungen. Der neu gestaltete Park nimmt mit seiner Pflanzenverwendung Bezug auf die Produkte der Viba sweets GmbH: Nussbäume symbolisieren den Rohstoff für Nougat, Gräser stehen als Reminiszenz an Getreide, Obstbäume, Duft- und Aromapflanzen für weitere Produktkomponenten.

Freiflächengestaltung „An der Fuchsenkothe“

Blick über den Teich auf das Viba-Event-Center | Foto: Heike Roos

Neubau Kindergarten „Hedwigswiese“

Schmalkalden | Renthofstraße 20

Planungsbüro  Architekten und Ingenieure Bießmann+Büttner, Schmalkalden

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Jens Büttner | Dipl.-Ing. Thomas Hinz | Steffen Bießmann

Bauherr  Stadt Schmalkalden

Fertigstellung  Dezember 2011

Der bewusst von der historischen Bausubstanz abgerückte zweigeschossige Neubau mit Flachdach ergänzt den Kindergarten um einen multifunktional nutzbaren Sportraum im Erdgeschoss sowie einen Kreativ- und einen Personalraum im Obergeschoss. Der Leitgedanke des Entwurfes „die grüne Wiese“ findet sich sowohl im äußeren Erscheinungsbild als auch im Innenraum wieder. Unterschiedlich hohe, grüne Bänder gliedern die Fassade horizontal und nehmen dem Baukörper die Schwere. Der Verzicht auf einen Sockel bringt das Gebäude direkt auf die Wiese und ermöglicht neben der funktionellen auch die optische Einbindung in den Außenraum. Im Inneren unterstützen die farbpsychologischen Eigenschaften der Farbe Grün (beruhigend, harmonisierend, positive Eigenschaften fördernd) das Betreuungskonzept. Ein breites Spektrum an Raumsituationen, Raumhöhen, Einblicken und Ausblicken, Lichtverhältnissen und Materialien soll die Kleinsten zu Erkundungs- und Entdeckungstouren inspirieren.

Neubau Kindergarten „Hedwigswiese“

Ansicht Südwest | Foto: Wolfgang Benkert

Neubau Wohnhaus mit Doppelgarage

Moorgrund OT Gumpelstadt | Hohlesteiner Weg 6

Planungsbüro  Lehrmann & Partner GbR · Architektur- und Ingenieurbüro, Waltershausen

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. (FH) Michael Heß

Bauherr  Andreas Graul und Christin Wehner-Graul, Moorgrund

Fertigstellung  November 2012

„Architektur leben“ - unter diesem Motto entstand mit hoher Kreativität und dem Blick für das Besondere ein modernes Wohnhaus in Gumpelstadt. Der zeitgemäße Baukörper gliedert sich ortstypisch in ein zweigeschossiges Haupthaus mit den Wohn- und Individualräumen sowie in einen eingeschossigen Nebentrakt mit Wirtschaftsräumen und Garage. In unverbaubarer Lage am Ortsrand lebt das Haus durch einmalige Ausblicke ins Grüne. Große Fensteröffnungen bringen die Landschaft als Bilder in alle Räume. Blickachsen durchziehen das Haus und lassen keine dunklen Flure oder Zonen entstehen. Exklusives Wohnerlebnis ist der Luftraum über dem Essbereich, welcher die Kommunikation mit der Galerie im Obergeschoss erlaubt. Durch die geschossübergreifende Verglasung werden Licht- und Schattenspiele im Luftraum besonders stark inszeniert. Architektur und Innenarchitektur schaffen als Einheit ein harmonisches Ganzes. Die Bewohner erleben durchweg ruhige Räume mit anspruchsvoller Wohnqualität.

Neubau Wohnhaus mit Doppelgarage

Eingangsfassade | Foto: Tobias Kromke, Eisenach

Neubau „Hotel VielHarmonie“

Jena | Bachstraße 14

Planungsbüro  TRZEBOWSKI SCHIFFEL ARCHITEKTEN, Jena

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Frank-Peter Trzebowski | Dipl.-Ing. Claudia Schiffel

Bauherr  Brigitte Reinsch, Jena

Fertigstellung  Juni 2012

Die Überbauung zweier kleiner Grundstücke im Sanierungsgebiet zwischen Bachstraße und Krautgasse für das „Hotel VielHarmonie“ ermöglicht eine funktionelle und baukörperliche Quartiersverdichtung. 19 Zimmer mit circa 30 Betten wurden ab dem ersten Obergeschoss in beiden Gebäuden eingeordnet. Haupteingang und Frühstücksraum befinden sich im Bachstraßen-Haus, während im Krautgassen-Haus straßenseitig vier Pkw-Stellplätze untergebracht sind. Erschlossen werden die Zimmer über Treppenhaus und Aufzug in der Bachstraße, in der Krautgasse wurde eine Außentreppe angeordnet. Die Gestaltung beider Gebäude erfolgte als moderne, detaillierte Interpretation des zonierten und mit Lochfassaden versehenen Stadthauses. Mit der engen Quartierssituation fokussiert sich das Wirksamwerden der neuen Gebäude in den Straßenräumen weniger auf die baukörperliche Ausformung als vielmehr auf die straßenfassadenrelevante Gestaltung von Fassade und Dach. Mitarbeit: St. Müller. Corporate Design: R. Zinner, St. Hünniger.

Neubau „Hotel VielHarmonie“

Haus Bachstraße | Foto: Trzebowski Schiffel Architekten

Neubau Seniorenzentrum „Glück auf“

Bleicherode | Gartenstraße 4

Planungsbüro  Architekturbüro Tobias Winkler, Nordhausen

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Tobias Winkler

Bauherr  Jugendsozialwerk Nordhausen e. V.

Fertigstellung  Mai 2011

Auf einer großflächigen Brache im Zentrum von Bleicherode entstand ein modernes Altenpflegeheim mit insgesamt 55 Pflegeplätzen. Der zweigeschossige und teilunterkellerte Neubau des Seniorenzentrums ist ein Gebäudekomplex mit zwei Innenhöfen. Die rundgangförmige Anordnung des Ensembles orientiert sich an einer Hoferschließung der Seniorenzimmer. Die Gestaltung des Neubaus erfolgte in einer modernen und zeitgemäßen Architektursprache. Ortstypische Materialien, Putz und Holz wurden verwendet. Charakteristisch für das Erscheinungsbild des Seniorenzentrums sind die durchlaufenden Fensterbänder, während das Sockel- und Erdgeschoss durch eine Holzfassade abgesetzt wird.

Neubau Seniorenzentrum „Glück auf“

Haupteingang | Foto: Jens Schüffler

Neubau Bürgeramt

Erfurt | Bürgermeister-Wagner-Straße 1

Planungsbüros  Kummer.Lubk.Partner Architekten Ingenieure Generalplaner, Erfurt | thoma architekten, Zeulenroda-Triebes

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Roland Kummer

Bauherr  Landeshauptstadt Erfurt, vertreten durch das Amt für Grundstücks- und Gebäudeverwaltung

Fertigstellung  Mai 2012

Die Stadt Erfurt beabsichtigt, auf dem Gelände der ehemaligen Feuerwache im Bahnhofsquartier einen Verwaltungsstandort für städtische Ämter einzurichten. Der Gebäudekomplex besteht aus mehreren denkmalgeschützten Altbauten, denen ein Neubau angefügt wurde. Das Bürgeramt erstreckt sich entlang der Bürgermeister-Wagner-Straße in Nordsüdrichtung und nimmt die Gebäudeflucht des benachbarten dreigeschossigen Bestandsgebäudes auf. Im Vergleich zu diesem wurde die Geschossanzahl des Neubaus aus wirtschaftlichen Gründen um ein Geschoss auf insgesamt vier erhöht. Ein großzügiges Foyer mit Treppenanlage ermöglicht die barrierefreie Anbindung aller Ebenen. Eine Lochfassade mit stehenden Öffnungen prägt das Erscheinungsbild. Durch das zurückgesetzte Staffelgeschoss kann die Attika des zweiten Obergeschosses die Traufhöhe des Bestandsgebäudes aufnehmen.

Neubau Bürgeramt

Ansicht Bürgermeister-Wagner-Straße | Foto: Carlo Bansini

Neubau/Sanierung Wohn- und Geschäftshaus

Erfurt OT Altstadt | Regierungsstraße 61/62

Planungsbüro  Architekturbüro Erfurt, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Thomas Erfurt

Bauherr  D.E.S. Immobilien & Consulting GmbH & Co. KG, Erfurt

Fertigstellung  Juli 2012

Bei diesem Projekt handelt es sich um eine komplexe Aufgabe, bestehend aus der Sanierung des Fachwerkhauses „Zum Großen Christoph“ von 1605 und dem Errichten eines Neubaus. Der Altbau erhielt im rückwertigen Bereich einen Anbau mit zusätzlichen Flächen für Küchen und Bäder, der zugleich der Erschließung der Wohnungen dient. In Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege wurden zu erhaltende Bauteile, wie Stuckdecken, Gemälde und Natursteinverzierungen, bis ins Detail saniert. Der sich am Altbau anschließende Neubau mit schräg gestelltem Giebel lehnt sich an die damalige Bebauung an, ergänzt das Ensemble Regierungsstraße 61/62 und schafft zudem einen hochwertigen Innenhofbereich für die Bewohner. Ein alter historischer Keller des ehemaligen Anbaus wurde saniert und in die Gestaltung des Innenhofes eingebunden.

Neubau/Sanierung Wohn- und Geschäftshaus

Ansicht Straße

Neubau „Einfamilienhaus K“

Erfurt OT Marbach | Zschopauer Straße 8

Planungsbüro  funken architekten, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. (FH) Matthias Funken

Bauherr  privat

Fertigstellung  Dezember 2012

Dieses Wohnhaus wurde im alten Ortskern von Erfurt-Marbach auf einem großzügigen Grundstück entlang der Zschopauer Straße gebaut. Der Baukörper geht in seiner Kubatur auf die umgebende Bebauung ein und interpretiert die zeitgemäßen Wohnansprüche in seiner Ausformung. Eine Wärmepumpe mit integrierter Lüftungsanlage sorgt für eine zukunftsorientierte Gebäudetechnik und Wohlfühlatmosphäre im Haus.

Neubau „Einfamilienhaus K“

Ansicht Straße | Foto: M. Funken

Neubau Einfamilienhaus am Hang

Erfurt OT Marbach | Otto-Linne-Straße 18

Planungsbüro  Haus-mit-Zukunft Architekten Kaiser Weiß PartGmbB, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. (FH) Christian Kaiser | Dipl.-Ing. Architektur Stefanie Madsack

Bauherr  privat

Fertigstellung  Oktober 2012

Moderne Architektur trotz strenger städtebaulicher Vorgaben - nicht unmöglich, wie das Einfamilienhaus in Marbach zeigt. Ein flaches Dach, eine klare kubische Bauform - auf Wunsch der Bauherren haben wir einen Weg gefunden, neues Bauen in einem gewöhnlichen Baugebiet einzuführen. Für die genehmigungsfähige Umsetzung wurde eine völlig neue Dachkonstruktion entwickelt. Die exponierte Lage am Hang war eine weitere Herausforderung, die das Gebäude prägen sollte. Nur vom eigenen Garten wirkt das Gebäude in voller Höhe, offen, mit Ausblick auf die Stadt. Natürliche Holzelemente erzeugen ein harmonisches Farbspiel. Das offene Innenraumkonzept unterstreicht die Entwurfsidee einer modernen Wohnlandschaft mit vielen dezenten Besonderheiten. Eine Loggia mit weitem Blick erweitert den großzügig wirkenden Innenraum und schafft eine fließende Verbindung zwischen innen und außen.

Neubau Einfamilienhaus am Hang

| Foto: Haus-mit-Zukunft | Architekten + Ingenieure

Erweiterung Hof um Wohnhaus und Lager

Magdala OT Göttern | Dorfstraße 46

Planungsbüro  SIGMA PLAN - interdisziplinäre Bauplanung GmbH, Weimar

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Torsten Bude | Dipl.-Ing. Kathrin Fliedner | Dipl.-Ing. Darius Cizeika

Bauherr  privat

Fertigstellung  Februar 2013

Die Bauherren hatten den Wunsch, auf ihrem Grundstück sowohl den Firmensitz als auch das Wohnhaus zu erweitern. Der bereits sanierte Hof mit Wohnhaus und Nebengelassen weist eine schöne Fachwerkstruktur auf. Die fertiggestellten Baukörper nehmen mit den modernen Mitteln des Leimholzbaues die Struktur und Maßstäblichkeit des Bestehenden auf. Die Materialauswahl, das Farbkonzept und die Bauweise sollen die Einfachheit des umgesetzten Konzeptes im ländlichen Raum unterstützen. Es entstand ein modernes, 120 Quadratmeter großes Büro- und Lagergebäude sowie ein verglaster, transparenter Baukörper mit Einbauten, der künftig auch den neuen Zugang des Wohnhauses bildet. Die Außenterrassen wurden dem Baumbestand angepasst.

Erweiterung Hof um Wohnhaus und Lager

Anbau Wohnhaus

Sanierung Wohnhaus im Denkmalensemble

Weimar | Trierer Straße 18

Planungsbüro  VK Architekten, Weimar

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Veit Kästner

Bauherr  Bettina von Wangenheim, Weimar

Fertigstellung  Januar 2013

Ein städtisches Mehrfamilienhaus von 1876 wurde umfassend saniert, energetisch verbessert und barrierefrei ausgebaut. Spezielle Innendämmung, kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung, Fußboden- und Wandheizungen sowie Sonnenschutzvorrichtungen sorgen für ein erhöhtes Wohlbefinden im Haus. Eine Photovoltaikanlage und eine Holzpelletheizung ergänzen das komplexe Energiekonzept. Gegenüber dem Bestand wird eine Energieeinsparung von 90 Prozent erzielt. Differenziert verglaste Kastenfenster und andere Maßnahmen ermöglichen exzellenten Schallschutz am vielbefahrenen Stadtring. Die energetischen Maßnahmen und der hohe Ausstattungsstandard stehen nicht im Widerspruch zur historisch angelehnten architektonischen Sanierung. Ein baufälliger Wintergarten wurde durch einen neuen ersetzt. Vorhandene Fußböden, Vertäfelungen und Türen wurden restauriert bzw. rekonstruiert. Der frühere Dachboden wurde behutsam als Maisonettegeschoss zu Wohnzwecken umgestaltet und ein Aufzug dezent in das Gebäude integriert.

Sanierung Wohnhaus im Denkmalensemble

Hofansicht mit Wintergarten | Foto: Veit Kästner

Neubau Einfamilienhaus Georg-Muche-Platz

Weimar | Georg-Muche-Platz 5

Planungsbüros  Klaus Beer, Freier Architekt, Weimar | Planungsgruppe Fölsche Architekten + Ingenieure GbR, Weimar

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Klaus Beer

Bauherr  Christine und Klaus Beer, Weimar

Fertigstellung  Mai 2010

Das Gebäude ist Teil einer Mehrgenerationenhausgruppe. Es ist Alterssitz der Eltern. Auf dem noch unbebauten, rückwärtigen Grundstücksteil will die Familie der Tochter einmal bauen. Der Bebauungsplan sah zwei bis drei Geschosse vor, keine idealen Voraussetzungen für altengerechtes oder gar behindertengerechtes Wohnen. Deshalb wurde ein Personenaufzug vorgesehen. Es entstand ein Haus mit vier Ebenen: Unter-, Erd- und Obergeschoss sowie ein Dachgeschoss. Von der Dachterrasse aus hat man einen schönen Blick auf die Stadt, den Ettersberg und die Höhen von Belvedere. Alle Geschosse und alle Räume sind behindertengerecht erreichbar und eingerichtet. Der Grundriss ist flurlos, die Raumfolgen sind fließend. Der Wohnbereich ist im Wesentlichen ostwestorientiert. Den Individualräumen im Obergeschoss ist eine Galerie vorgeschaltet, von der aus der Wohnbereich und der Garten erlebbar sind.

Neubau Einfamilienhaus Georg-Muche-Platz

| Foto: Klaus Beer

Erweiterung PKW-Ausstellungshalle

Nordhausen OT Bielen | Nordhäuser Straße 11

Planungsbüro  Architekturbüro H.-J. Gerboth, Heringen

Entwurfsverfasser  Dipl.-Des. (FH) Hans-Jürgen Gerboth

Bauherr  Autohaus Triebel, Frank & Eleonore Triebel GbR, Nordhausen

Fertigstellung  August 2010

Planungsaufgabe war die Errichtung einer PKW-Ausstellungshalle zur Erweiterung der bestehenden Präsentationsflächen für eine neue Automarke. Sie soll gestalterischer Blickfang und Schlusspunkt der bestehenden vielgestaltigen Bausubstanz sein. Die Gebäudegrundfläche beträgt 295 Quadratmeter, die Nutzfläche 318 Quadratmeter und die Nettofläche 335 Quadratmeter. Die Kubatur hat ein Volumen von 1695 Kubikmeter.

Erweiterung PKW-Ausstellungshalle

Südseite | Foto: H.-J. Gerboth

Erweiterung Kindertagesstätte „Wippergärtchen“

Bad Frankenhausen | An der Wipper 9a

Planungsbüro  petermann.thiele.kochanek architekten und ingenieure, Bad Frankenhausen

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Tilman Kochanek

Bauherr  Stadt Bad Frankenhausen

Fertigstellung  November 2012

Im Blick ein Ziel: Das Haus zur Seite tretend, zügig überlassend dem Kind das (Spiel-)Feld. Das Haus formt mit. Eine Plattenbau-Kita erweiternd, der Neubau dabei als Affront zur geraden Kante. Zum großmaßstäblichen, zweigeschossigen Hauptgebäude entwickelnd mit geringem Gebäudevolumen ein Gegengewicht. Wie so oft Lösungsansatz: die Topographie. Ein Baukörper einschmiegend in den Hang, den Niveauunterschied zur Straße als fließenden Übergang interpretierend. Nach Norden sanftmütig geschlossen somit, nach Süden distanzbrechend offen und gelassen Präsenz zeigend. Zurücktretend die Farbgebung, in den Vordergrund drängend nur im Detail. Die lebhafte Struktur des Baukörpers Entsprechung findend in der subtilen funktionalen Organisation der Innenräume. Ein Raumkonzept orientiert an den Wünschen, hohe innenräumliche Qualität, intelligente Einbauten und Lichtkonzepte, direkter Bezug zum großen Garten, sodann W. Churchill zustimmend: „We give shape to our buildings and they, in turn, shape us.“

Erweiterung Kindertagesstätte „Wippergärtchen“

Südfassade | Foto: Kochanek

Freiflächengestaltung „Haus Lebenswert“

Meiningen | Straße der Justiz 1

Planungsbüros  Trebert Landschaftsarchitektur, Erfurt | Architekturbüro Caspari, Meiningen

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. (FH) Martina Trebert

Bauherr  Lebenshilfe Meiningen e. V.

Fertigstellung  Mai 2012

Die Lebenshilfe Meiningen errichtete auf einem ehemaligen Krankenhausgelände ein Pflegeheim mit besonderer Ausrichtung auf Demenzerkrankungen für 64 Menschen. Unsere Aufgabe bestand in der Planung der Frei- und Verkehrsflächen (circa 12.000 Quadratmeter), einschließlich Grundstücksentwässerung und Beleuchtung. Dabei wurde beim Abriss geborgenes Material, wie Mauersteine, Pflaster und Stufen, wieder verwendet und die Verkehrs- und Wegeflächen kostenbewusst mit Asphalt oder Betonstein befestigt. Die Wegeführung im Demenzgarten mit unterschiedlich großen Wegeschleifen und verschiedenen Sitzmöglichkeiten bietet Bewohnern und Gästen vielfältige Aufenthaltsmöglichkeiten im Garten. Die vorgesehene Bepflanzung rahmt den Garten und gibt Schutz, während Blüten- und Blattfarben oder auch Duftpflanzen im Bereich der Terrasse ebenso die Sinne anregen wie Rosen und Blauregen am noch zu errichtenden Bogengang.

Freiflächengestaltung „Haus Lebenswert“

Einfahrt mit Blick zum Pflegeheim | Foto: Martina Trebert

Erweiterung Schloss Krölpa um Mehrzwecksaal

Krölpa | Raniser Straße 17

Planungsbüro  SIGMA PLAN - interdisziplinäre Bauplanung GmbH, Weimar

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Torsten Bude

Bauherr  Gemeinde Krölpa

Fertigstellung  Juni 2012

Im Ortskern von Krölpa befindet sich das um 1730 von der Familie von Brandenstein errichtete Schloss Krölpa. Das Schloss liegt inmitten des historischen Parks mit einer fast vollständig erhaltenen Natursteineinfriedung. Heute wird es vor allem durch die Staatliche Grundschule Krölpa genutzt. Der sanierte und renovierte Barocksaal ist ein beliebter Kulturort der Region. Beide Funktionen sollen künftig durch den Anbau des neuen Mehrzwecksaales gestärkt werden. Der neue Saal und die neuen Nebenräumlichkeiten werden bereits jetzt durch Schüler und Bevölkerung für eine Vielzahl von Veranstaltungen genutzt. Städtebaulich war es das Ziel, einen modernen Baukörper aus Stahlbeton und Glas so einzufügen, dass nach Abriss der alten Aula die Schlossachse wieder sichtbar wird. Der neue Saal im Park des Schlosses bildet eine Raumkante des Schulhofes bzw. des öffentlichen Platzes. Er definiert den alten Ort neu, berücksichtigt dabei aber die Denkmalwerte von Schloss und Parkmauer. Bauleitender Ingenieur war Dipl.-Ing. Matthias Rub.

Erweiterung Schloss Krölpa um Mehrzwecksaal

Blick auf den Mehrzwecksaal | Foto: Torsten Bude

Sanierung/Erweiterung stadthistorisches Museum

Nordhausen | Barfüßerstraße 6

Planungsbüros  Architekturbüro H.-J. Gerboth, Heringen | Architekturbüro Annette Oeller-Gerboth, Heringen | LA21 Landschaftsarchitektur®, Nordhausen

Entwurfsverfasser  Dipl.-Des. (FH) Hans-Jürgen Gerboth | Dipl.-Ing. Annette Oeller-Gerboth

Bauherr  Stadt Nordhausen, vertreten durch das Amt für Kultur, Bildung und Soziales

Fertigstellung  Juni 2012

Die unter Denkmalschutz stehende „Flohburg“ ist eines der wichtigsten erhalten gebliebenen historischen Fachwerkgebäude der Stadt Nordhausen aus dem Mittelalter. Neben einer umfangreichen Sanierung der Altbausubstanz bedingte die geplante Nutzung als stadthistorisches Museum einen Erweiterungsneubau inmitten der noch bestehenden Altstadtstruktur um circa 1000 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Dabei lag der Schwerpunkt vor allem auf einer städtebaulich respektvollen Einordnung des neuen Baukörpers im Hinblick auf die Anbindung an das historische Gebäude einerseits und einer eigenständigen Formensprache als Ausdruck zeitgemäßer Architektur andererseits.

Sanierung/Erweiterung stadthistorisches Museum

Ansicht Blasii-Straße | Foto: H.-J. Gerboth

Neubau Pflegezentrum Sonnenschein „Haus Anna“

Gerstungen | Bahnhofstraße 1

Planungsbüro  WOLFF | Architekten & Ingenieure, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Stefan Wolff

Bauherr  Benkenstein Verwaltungs GbR, Gerstungen

Fertigstellung  Juli 2011

Das „Haus Anna“ ist ein dreigeschossiges, nicht unterkellertes Gebäude im Mauerwerksbau mit Walmdach. Drei Wohngruppen für je acht an Demenz erkrankte Bewohner sowie ein mobiler Pflegedienst befinden sich hier. Ein Flur mit Rundgang verbindet auf kleinstem Raum die Zimmer mit dem Essensraum, dem Therapieraum, dem Wohnbereich, einem Nottreppenhaus sowie einem Dienstzimmer und zwei Lager. Ein Bettenaufzug ermöglicht ein barrierefreies Betreten aller Vollgeschosse. Im Dachraum befindet sich die Technik - wie Server, Heizung, Pelletlager oder Lüftungszentrale mit Wärmerückgewinnung. Durch die Angliederung eines weiteren Bauköpers kann das Haus erweitert und somit die Kapazität der Anlage verdoppelt werden. Eine neu angelegte Zufahrt mit Stellplätzen und ein Bewohnergarten runden das Konzept ab. Das Gebäude wurde nach KfW-70-Standard (EnEV 2009) gebaut und bleibt in den Kosten unter dem BKI-Mindestkostensatz.

Neubau Pflegezentrum Sonnenschein „Haus Anna“

| Foto: Stefan Wolff

Neubau „Haus HRT“

Gotha | Freundstraße 28

Planungsbüro  kanngießer jauck architekten, Gotha

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Tom Kanngießer

Bauherr  privat

Fertigstellung  Februar 2013

Ein langgestrecktes, nach Norden ausgerichtetes Hanggrundstück sollte Basis für die Planung eines Wohnhauses sein. Neben der Erschließung über die südlich verlaufende Straße grenzt im Westen des Baugrundstücks der Hauptzugang an eine Kleingartenanlage an. Erschwerend kommen eine vier Meter mächtige Hanglehmschicht als Baugrund und die Gefahr von Schichtwasser hinzu. Der Entwurf des Gebäudes sollte durch Geradlinigkeit und Funktionalität geprägt sein. Im Ergebnis entstand ein Haus, das die Gegebenheiten des Grundstücks optimal ausnutzt: Das Souterrain beherbergt neben Technikräumen die Garage und eine Gästeeinheit, im Erdgeschoss befindet sich ein offener Wohn- und Essbereich mit Anbindung an den Garten. Durch die Drehung des Obergeschosses um fünf Grad ergibt sich einerseits ein fantastischer Ausblick nach Norden, andererseits ist so eine Terrasse im Westen entstanden, die - mit ausreichender Distanz zum angrenzenden Weg – bei privater Atmosphäre bis zum Sonnenuntergang zum Verweilen einlädt.

Neubau „Haus HRT“

Nordfassade | Foto: kanngießer jauck architekten

Neubau „Haus KIS“

Erfurt OT Brühlervorstadt | Brühler Herrenberg 51

Planungsbüros  kanngießer jauck architekten, Gotha | plandrei Landschaftsarchitektur GmbH, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Tom Kanngießer

Bauherr  privat

Fertigstellung  Februar 2012

Der Ausblick auf die Stadt mit Dom und Severikirche war Grundlage für die Ausrichtung und Gestaltung des Wohnhauses. Die interne Raumaufteilung, die Anordnung von Wohnhaus und Garage zueinander sowie die Gestaltung der Außenanlagen nehmen Bezug auf diese Blickbeziehung und brechen so mit konventionellen Planungsansätzen. Erdgeschoss und Garage wachsen scheinbar metamorph aus dem Gelände und korrespondieren mit schräg verlaufenden Grundstücksgrenzen und der gegebenen Hanglage. Die Wandverkleidung aus Zink unterstreicht den Entwurfsgedanken des aus dem Terrain „herauswachsenden“ baulichen Gefüges.

Neubau „Haus KIS“

Ostfassade | Foto: kanngießer jauck architekten

Gestaltung Uferterrassen am Mühlgraben

Sömmerda | Adolf-Barth-Straße

Planungsbüro  Büro für Landschaftsarchitektur Frank Feistel, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. (FH) Frank-Dirk Feistel

Bauherr  Stadt Sömmerda

Fertigstellung  April 2013

Die ursprüngliche Ausbildung des Mühlgrabens zwischen Stadtparkbrücke und Dreysemühle war von hohen Ufermauern geprägt. Der starke Geländeeinschnitt führte dazu, dass das Wasser nur aus der Nähe erlebbar war. Die Blickbeziehungen zwischen Park und Innenstadt wurden zusätzlich durch Hochbeete und Pflanzungen verstellt, so dass eine Verbindung zwischen Erholungsraum und Stadt kaum bestand. Räumliche Freistellung und sanfte Geländeabsenkung zum Mühlgraben ermöglichen nun den Blick auf das Wasser und verbinden die Räume bis in die Tiefe des Parks. Die Absenkung ist in Form von Terrassen ausgebildet, wobei die obere befestigte Fläche als Aufenthaltsbereich auch die Funktion der erforderlichen Wegeverbindung übernimmt. Die wertvollen Denkmalobjekte Mühle und Holzbrücke wurden durch die Geländeabsenkung freigestellt und sind somit besser erlebbar.

Gestaltung Uferterrassen am Mühlgraben

Blick von der Brücke | Foto: Frank Feistel

Umbau Eingangs- und Aufnahmebereich Südharz-Klinikum

Nordhausen | Dr.-Robert-Koch-Straße 39

Planungsbüro  arko bauplanung GmbH, Nordhausen

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Michael Becke | Dipl.-Ing. Martin Körner

Bauherr  Südharz Klinikum Nordhausen gGmbH

Fertigstellung  Dezember 2012

Das Südharz-Klinikum weihte Anfang Dezember 2012 seinen neu gestalteten Eingangs- und Aufnahmebereich ein. Patienten und ihre Besucher werden nun in einer modernen und großzügigen Halle in Empfang genommen. Am zentralen Tresen begrüßen die Mitarbeiter und geben den Ankommenden erste Informationen zum Klinikum. In fünf gläsernen Aufnahmekabinen erfahren die Patienten in diskreter Atmosphäre alles Wichtige zu ihrem Aufenthalt. Die Umgestaltung der Haupteingangszone beinhaltet mit der Magistrale den öffentlichsten Bereich und zentralen Verkehrspunkt im bestehenden Verbinder zwischen dem bereits sanierten Bettenhaus 1 (Hochhaus) und dem Funktionsgebäude. Auf fünf Ebenen führen hier alle Wege zusammen. Die offene Halle erstreckt sich nach der Umgestaltung über 25 Meter Breite und 25 Meter Länge. Mit dem Einbau einer Karusselltüranlage (mit einem Durchmesser von fünf Meter) in das neue Entree werden wesentliche Energieeinspareffekte erzielt.

Umbau Eingangs- und Aufnahmebereich Südharz-Klinikum

Blick in die Eingangshalle | Foto: arko bauplanung GmbH

Freiflächengestaltung „Werra-Energie-Stadion“

Bad Salzungen | Am Stadion 21

Planungsbüro  Casparius Architekten & Ingenieure, Erfurt

Entwurfsverfasser  Prof. Dr.-Ing. Joachim Casparius

Bauherr  Stadt Bad Salzungen

Fertigstellung  September 2012

Das generalsanierte „Werra-Energie-Stadion“ ist die größte Sportanlage des Wartburgkreises mit zahlreichen Sportfreiflächen für Schulen und Vereine. Nahe dem Stadtzentrum gliedert sich die gesamte Sportanlage im ansteigenden Gelände mit der benachbarten Werner-Seelenbinder-Halle in vier sportfunktionelle Teilbereiche. Herzstück der Anlage ist die Wettkampfanlage Typ B mit dem Naturrasenregelspielfeld. Laufbahnen und Kreisbogensegmente in Kunststoff bieten mit integrierten Weitsprung- und Speerwurfanlagen sowie Flächen für Hochsprung und Ballsport optimale Bedingungen. Oberhalb der anliegenden Tribünenanlage für mehr als 300 Zuschauer befinden sich ein Tennenplatz und die Kugelstoßanlage. Abseits der Kernsportanlage ersetzt ein moderner Kunstrasenplatz mit Flutlichtanlage den ehemaligen „Trainingsacker“. Die barrierefreie Gestaltung der Gesamtanlage und die anspruchsvolle Bepflanzung lohnt einen Besuch nicht nur für Sportler.

Freiflächengestaltung „Werra-Energie-Stadion“

Wettkampfanlage mit Vorplatz | Foto: Casparius Architekten & Ingenieure

Gestaltung Dorfbegrünung mit Stauden

Kamsdorf | Kaulsdorfer Straße 5

Planungsbüro  Büro für Freiraumplanung Möbius, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. (FH) Steffen Möbius

Bauherr  Freistaat Thüringen, vertreten durch das Straßenbauamt Mittelthüringen, Erfurt

Fertigstellung  Oktober 2012

Im Zuge der Sanierung der Ortsdurchfahrt erfolgte auch die Neugestaltung der Begrünung. Entlang der Kaulsdorfer Straße wurden die gehwegbegleitenden Flächen mit einer Staudenmischpflanzung bepflanzt. Ganzjährig sorgt die Bepflanzung für einen äußerst attraktiven Eindruck. Sie wertet den Verkehrsraum nicht nur für die Fußgänger auf, sondern sorgt auch bei der Betrachtung aus dem Fahrzeug für ein verbessertes Dorfbild. An der Ortseinfahrt wurden in die Staudenflächen symbolisch drei große Findlinge aus dem nahegelegenen Tagebau Großkamsdorf aufgestellt. Die Staudenpflanzung zeichnet sich durch einen ganzjährigen Blühaspekt aus und erweist sich als besonders pflegearm. Aufgrund der großen Pflanzenvielfalt bietet sie die Nahrungsgrundlage für zahlreiche Insektenarten und kann somit auch einen Beitrag zur Verbesserung der Biodiversität in urbanen Räumen leisten.

Gestaltung Dorfbegrünung mit Stauden

Pflegeleichte Staudenmischpflanzung | Foto: S. Möbius

Freiflächengestaltung Sportanlage „In der Griebse“

Pößneck | In der Griebse

Planungsbüro  Casparius Architekten & Ingenieure, Erfurt

Entwurfsverfasser  Prof. Dr.-Ing. Joachim Casparius

Bauherr  Landkreis Saale-Orla-Kreis und Stadt Pößneck, vertreten durch das Landratsamt, Schleiz

Fertigstellung  Juni 2011

Im ersten Bauabschnitt zur Generalsanierung und Neugestaltung der Sportanlage „In der Griebse“ wurde vorrangig auf die Belange des Schulsports eingegangen. Aber auch der Vereins- und Breitensport kommt auf der neuen Wettkampfanlage Typ C und dem Regelspielfeld in modernem Kunstrasen nicht zu kurz. Die neue Flutlichtanlage verlängert die Nutzungszeiten. Laufbahnen und Kreisbogensegmente in Kunststoff und Kunstrasen bieten mit den integrierten Anlagen für Weitsprung, Dreisprung, Hochsprung und Kugelstoßen optimale Bedingungen. Im Norden schließt ein Allwetterplatz in Kunststoff mit einer kleinen Tribüne an. Umgeben von einem sechs Meter hohen Ballfangzaun sind hier die verschiedensten Ballsportarten und Bewegungsspiele möglich. Der Haupteingangsbereich wurde zum Event-Platz mit Beleuchtung und komplett neuer Möblierung umgebaut. Zusammen mit der neuen Tribünenanlage mit mehr als 500 Plätzen wird nun auch Platz für größere Veranstaltungen geboten.

Freiflächengestaltung Sportanlage „In der Griebse“

Luftaufnahme | Foto: Casparius Architekten & Ingenieure

Architektenkammer Thüringen
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