73 Objekte in 32 Städten und Gemeinden

Samstag, 27. Juni | Sonntag, 28. Juni 2015
Im Rahmen der bundesweiten Initiative „Architektur hat Bestand“

Umbau/Innenraumgestaltung Messe-Restaurant

Erfurt | Gothaer Straße 34

Planungsbüro  VITAMINOFFICE ARCHITEKTEN Bastam Enenkel Partnerschaft, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Sven Enenkel

Bauherr  Messe Erfurt GmbH

Fertigstellung  Februar 2013

Die Aufgabe bestand darin, das ehemalige Messe-Bistro zu einem Restaurant mit neuer, angenehmer Atmosphäre zu verwandeln und seine Gastro-Küche sowie die WC-Anlagen zu erweitern. Eine schwarze Wandverkleidung als Einbaumöbel, mit Kupfer ausgekleidete Nischen und ein edler dunkler Eicheboden treffen im neuen Messe-Restaurant auf eine weiße Lamellen-Akustikdecke sowie einen weißen, hinterleuchteten Tresen aus Hi-Macs und weiße Sitzmöbel.

Umbau/Innenraumgestaltung Messe-Restaurant

| Foto: Vitaminoffice Architekten

Erweiterung Kindertagesstätte „Haus der Grashüpfer“

Erfurt OT Gispersleben | Am Kilianipark 3

Planungsbüros  architektur-design-Linse, Erfurt | Büro für Landschaftsarchitektur Regina Schmalz, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Gundula Linse

Bauherr  Landeshauptstadt Erfurt, vertreten durch das Amt für Grundstücks- und Gebäudeverwaltung

Fertigstellung  März 2015

Der Kindergarten liegt verkehrsberuhigt direkt am Kilianipark in Erfurt-Gispersleben, umgeben von einem großen Grundstück mit altem Baumbestand. Ein Kindergarten ist ein Ort der Begegnung und Kommunikation. Der Bildungsträger bietet mit einem offenen Konzept durch verschiedene Bildungsangebote und Projektthemen Raum für ideenreiches Spiel, Bewegung, Phantasie und Spiel an - ähnlich einem Baukastensystem. Entsprechend sollte sich der Entwurf danach richten. Ziel war es, den alten Baumbestand möglichst vollständig zu erhalten und die verbleibenden Freiräume zu nutzen. So gruppieren sich die Räume in lockerer Weise um einen Spiel- und Begegnungsflur. Die einzelnen Raumkuben sind auch von außen erlebbar und schaffen unterschiedliche Funktionsbereiche. Kleine Terrassenflächen, die den Gruppen individuell zugeordnet sind, bieten separate Freibereiche als Übergang zum gemeinsamen Spiel im Außengelände.

Erweiterung Kindertagesstätte „Haus der Grashüpfer“

Südostansicht

Neubau Kindertagesstätte „Mittelhäuser Spatzen“

Erfurt OT Mittelhausen | Friedrich-Neumeyer-Straße 1

Planungsbüro  VITAMINOFFICE ARCHITEKTEN Bastam Enenkel Partnerschaft, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Sven Enenkel

Bauherr  AWO Alten-, Jugend- und Sozialhilfe (AJS) gGmbH, Erfurt

Fertigstellung  November 2013

Die Kindertagesstätte „Mittelhäuser Spatzen“ ist ein Ersatzneubau für eine bestehende Kita im Ortskern. Der Neubau bietet nun Platz für maximal 65 Kinder, davon zwölf Plätze für Kinder unter drei Jahren. In unmittelbarer Nachbarschaft zur Kirche wird die Kindertagesstätte mit zum zentralen Ort von Mittelhausen. Der Baukörper ist ein eingeschossiger Flachbau, der sich durch seine in der Höhe gestaffelten Bauteile in die Kleinteiligkeit des Ortes einpasst. Im höchsten Teil befinden sich die zentrale Piazza und der Bewegungsraum, in den mittelhohen Bereichen die Gruppenräume und im niedrigsten Bereich die Nebenräume. Die Piazza mit ihren großen Oberlichtern ist der Mittelpunkt der neuen Kita. Hier ist Raum zum gemeinsamen Essen, Spielen und für gruppenübergreifende Beschäftigung. Die Gruppenräume orientieren sich alle nach Süden zum Garten. Ein großes Schaufenster zur Straße, verschiedene Eck- und Erkerfenster bieten einen Bezug zum Ort und dienen den Kindern zur Orientierung.

Neubau Kindertagesstätte „Mittelhäuser Spatzen“

| Foto: Vitaminoffice Architekten

Instandsetzung/Modernisierung Wohnhäuser

Erfurt | Jakob-Kaiser-Ring 14-54

Planungsbüro  HOFFMANN.SEIFERT.PARTNER architekten und ingenieure, Suhl

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Felix Harbig | Dipl.-Ing. Frank Pfefferlein

Bauherr  Wohnungsbau-Genossenschaft „Erfurt“ e. G.

Fertigstellung  März 2015

Die Liegenschaft Jakob-Kaiser-Ring 14 bis 54 liegt im Norden Erfurts im Stadtteil Roter Berg. Der Rote Berg ist ein „Plattenbaugebiet“, das in den Jahren 1978 bis 1981 durch das Wohnungsbaukombinat Erfurt erstellt wurde. Das Areal war zu seiner Errichtung aufgrund seiner städtebaulichen Anlage mit den vier autarken Ringen und der zentralen Grün- und der quer dazu verlaufenden Versorgungsachse eine Besonderheit in der Plattenbaugeschichte der DDR. Das Wohngebiet soll in einem der Wohnungsbau-Genossenschaft „Erfurt“ entsprechenden höheren Standard entwickelt werden. Das Ziel ist, gut vermietbare Wohnhäuser mit „gesunder“ Mieterstruktur jeder Altersgruppe zu gewährleisten bzw. zu bewahren. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf eine barrierefreie Erschließung des Erdgeschosses, auf eine sinnvolle energetische Sanierung der Gebäudehülle und die komplette Neugestaltung der Außenbereiche gelegt.

Instandsetzung/Modernisierung Wohnhäuser

Balkonsanierung und -erweiterung Häuser 18 bis 25 | Foto: Michael Miltzow

Neubau Kindertagesstätte und Wohnhaus

Erfurt | Lauentor 5

Planungsbüro  HOFFMANN.SEIFERT.PARTNER architekten und ingenieure, Suhl

Entwurfsverfasser  Dr.-Ing. Thomas Eberlein | Dipl.-Ing. Felix Harbig

Bauherr  Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen mbH, Erfurt

Fertigstellung  Juli 2014

Im Brühl, einem ehemals industriell genutzten Gebiet, entwickelt die Landesentwicklungsgesellschaft einen neuen Stadtteil. Um auch soziale Aspekte zu berücksichtigen, wurde die Idee einer Betriebs-Kita geboren. Es entstand eine zweigeschossige Kindertagestätte für 120 Kinder. Darüber befinden sich zehn Eigentumswohnungen im Standard KfW-Effizienzhaus 40. Das Gebäude besitzt eine Tiefgarage mit zwölf Stellplätzen. Der Krippenbereich im Erdgeschoss verfügt über einen direkten Zugang zu den Spielflächen, der darüberliegende Bereich über eine Dachterrasse. Eine große Spielfläche wurde aufgrund der beengten Situation seitlich des Gebäudes vorgesehen. Die äußere Gestalt des Hauses richtet sich nach den strikten Vorgaben des Bebauungsplans. Das Dachgeschoss wurde mit Fassadenpaneelen, das Erdgeschoss mit Keramikverblendung verkleidet. Im Gebäude wurden Fenster aus Holz mit außenliegendem Sonnenschutz als Raffstore verwendet.

Neubau Kindertagesstätte und Wohnhaus

Kindergarten mit Wohnungen | Foto: Michael Miltzow

Neubau Mehrgenerationenwohnhaus „Haus am Bache“

Erfurt OT Hochheim | Am Bache 7

Planungsbüro  Hauschild-Architekten BDA, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Sabine Hauschild

Bauherr  Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Erfurt e. V.

Fertigstellung  August 2013

Am Standort eines ehemaligen Dreiseitenhofes entstand ein Mehrgenerationenwohnhaus mit integrierter Tagesförderung für Menschen mit geistiger Behinderung. Das Gebäude am Ortsrand von Erfurt-Hochheim, nahe dem Luisenpark, verfügt über barrierefreie Zwei- bis Fünfraumwohnungen mit großzügigen Loggien. Die Grundrissfigur des Dreiseitenhofes wurde wieder aufgenommen, auch um die notwendige innere Verbindung der Gebäudeteile gewährleisten zu können. Der Innenhof ist Erschließungs-, Aufenthalts- und Kommunikationsbereich für Bewohner und Teilnehmer der Tagesförderung zugleich. Mit seinen zwei Geschossen und den ortstypischen Satteldächern nimmt der Entwurf Rücksicht auf die umgebende dörfliche Bebauung.

Neubau Mehrgenerationenwohnhaus „Haus am Bache“

| Foto: Sabine Hauschild

Neubau Wohn- und Begegnungshaus „MIA“

Erfurt | Brühler Straße 39

Planungsbüro  Hauschild-Architekten BDA, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Sabine Hauschild

Bauherr  Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Erfurt e. V.

Fertigstellung  August 2013

Der Neubau stellt die geschlossene Zeilenbebauung der östlichen Seite der Brühler Straße wieder her. Mit seinen vier Vollgeschossen und dem ausgebauten Dach fügt er sich in die umgebende Bebauung ein. Die gleichmäßige symmetrische Fenstergliederung nimmt sowohl Bezug auf den historischen Bestand als auch den Neubau des Sparkassen-Finanzzentrums. Durch die vertikale Fensteranordnung und den Erker wird das Gebäude spannungsvoll gegliedert. Im Erdgeschoss befindet sich das Begegnungscafé „MIA“. Es wird ergänzt durch Club- und Vortragsräume im ersten Obergeschoss, mit denen es durch eine Innentreppe verbunden ist. In den oberen drei Etagen befinden sich fünf barrierefreie Wohnungen für Wohngemeinschaften. Mit großzügigen Verglasungen und Balkonen öffnen sich die Wohnungen zum Innenhof. Die PKW- und Fahrradstellplätze sind in einem Teilbereich des Erdgeschosses untergebracht.

Neubau Wohn- und Begegnungshaus „MIA“

Ansicht Brühler Straße | Foto: Lutz Hauschild

Umbau Regelschule in barrierefreie Wohnanlage „Wohnen im Klassenzimmer“

Erfurt | Heckenrosenweg 2

Planungsbüro  Projektscheune Planungsgesellschaft mbH, St. Kilian

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Jens Lönnecker | Dipl.-Ing. (FH) Georg Möller

Bauherr  Wohneigentümergemeinschaft Heckenrosenweg 2, Erfurt

Fertigstellung  März 2014

Wohl an kaum einem Gebäude ist der demografische Wandel so gut ablesbar wie an einer leer stehenden Schule. Wo gestern noch Kinderlachen durch die Gänge hallte und Schüler in den Bankreihen beim Lernen schwitzten, künden heute lediglich bemalte Wände und zurückgelassenes Mobiliar von der einstigen Funktion. So auch in der vormaligen Regelschule im Erfurter Heckenrosenweg, gelegen am Wiesenhügel und nur wenige Gehminuten vom Ortsteilzentrum entfernt. Die Stadt Erfurt lobte zum „Wohnen im Klassenzimmer“ ein Interessensbekundungsverfahren aus, das die Arbeiterwohlfahrt Thüringen und die gleichfalls in Erfurt ansässige Wohnungsbaugenossenschaft „Gut Heim“ für sich entscheiden konnten. Der Spatenstich erfolgte im März 2012. Bereits im Herbst des darauf folgenden Jahres fanden etwa 70 Bewohner ein neues Zuhause. Der Erfolg des Projektes offeriert Lust auf mehr und fand mit dem Thüringer Zukunftspreis 2014 eine würdige Anerkennung.

Umbau Regelschule in barrierefreie Wohnanlage „Wohnen im Klassenzimmer“

Südwestansicht | Foto: Projektscheune

Neubau Wohnhaus Zeppelinstraße

Erfurt | Zeppelinstraße 12/13

Planungsbüro  hks architekten GmbH, Erfurt

Entwurfsverfasser  Prof. Dipl.-Ing. Ulf Hestermann

Bauherr  Bildungswerk BAU Hessen-Thüringen e. V., Erfurt

Fertigstellung  Februar 2015

Der Anfang 2015 fertiggestellte Wohnungsneubau am südlichen Erfurter Stadtrand umfasst elf Wohneinheiten mit Garten bzw. Loggia. Dazu gehören 15 Tiefgaragenstellplätze. Ziel des Entwurfes war es, mit einer möglichst differenzierten, kleinteiligen Gebäudekubatur die Baulücke zwischen einer Villa und einem Einfamilienhaus zu schließen. Dies wird durch die Anordnung von drei Einzelbaukörpern erreicht, die mit zwei zurückgesetzten, transparenten Treppenhäusern inklusive Aufzug miteinander verbunden sind. Die gläserne Fuge mündet über den drei Wohnwürfeln in zwei Penthäusern aus einer leichten Stahl-Holz-Konstruktion. Die Wohnungen sind hochwertig ausgestattet mit Parkett, Fußbodenheizung und vollflächigen, bodentiefen Fenstern zur Südseite. Durch die Reduzierung tragender Bauteile innerhalb der Wohnungen entstanden hochflexible Grundrisse. Das Gebäude wurde im Standard KfW-Effizienzhaus 70 errichtet. Solarthermie und Gas-Brennwertkessel sorgen für ausreichend Wärme.

Neubau Wohnhaus Zeppelinstraße

Nordseite mit Eingangsbereichen | Foto: Thomas Weiß, architecture-visual

Neubau Wohnhaus „Stadtblick“

Erfurt OT Marbach | Otto-Linne-Straße 2 (Nähe Ritterspornstraße)

Planungsbüro  Haus-mit-Zukunft Architekten Kaiser Weiß PartGmbB, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. (FH) Christian Kaiser | Dipl.-Ing. (FH) Thomas Weiß | Dipl.-Ing. Architektur Stefanie Madsack

Bauherr  privat

Fertigstellung  Oktober 2013

Ziel war es, eine freie Form als Antwort auf die größtenteils monotone Architektur der Marbacher Baugebiete zu finden. Die Funktionen im Inneren - abgestimmt auf die Bedürfnisse der Eigentümer und den Möglichkeiten der örtlichen Lage - prägten dabei die Grundideen. Dabei war es vor allem der fantastische Stadtblick, der immer wieder inszeniert wurde. Nachteilige Grundstückssituationen wurden zum Vorteil umgekehrt. Der Wohnbereich im Erdgeschoss wurde offen und großzügig gestaltet und lässt sich durch eine Faltanlage nach außen erweitern. Zentrales Element ist die in der Galerie freistehende Treppe. Das Wohnkonzept wurde perfekt auf die Nutzer abgestimmt, Bäder wurden individuell gestaltet, Einbaumöbel entworfen. Materialien wurden auf immer wiederkehrende Themen reduziert. Die Gebäudehülle ist optimal gedämmt. Wärmepumpe und Lüftungsanlage runden das Energiekonzept ab. Um den Strombedarf zum Teil selbst abzudecken, wurde eine Photovoltaikanlage in die Dachfläche integriert.

Neubau Wohnhaus „Stadtblick“

Südansicht | Foto: Haus-mit-Zukunft

Neubau Stadtvilla Barbarossahof

Erfurt | Barbarossahof 6

Planungsbüro  Haus-mit-Zukunft Architekten Kaiser Weiß PartGmbB, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. (FH) Thomas Weiß | Dipl.-Ing. (FH) Christian Kaiser | Dipl.-Ing. Architektur Stefanie Madsack

Bauherr  Bauherrengemeinschaft Barbarossahof, Erfurt

Fertigstellung  Juli 2014

Aufgabe war die Planung und Umsetzung eines Mehrfamilienhauses für eine private Bauherrengemeinschaft. Neben einer zeitgemäßen Architektur waren eine wirtschaftliche Bauweise und ein niedriger Energieverbrauch gewünscht. So wurde eine moderne Stadtvilla mit sechs Wohneinheiten zwischen 55 und 160 Quadratmeter Wohnfläche entwickelt. Für jede Einheit wurde ein eigenes Innenraumkonzept erarbeitet und je nach Nutzung ausgestattet. So entstanden individuelle Wohninseln ganz nach den Bedürfnissen und Wünschen der einzelnen Bauherren. Acht Stellplätze befinden sich in der Tiefgarage. Über einen Aufzug werden alle Etagen barrierefrei erreicht. Als KfW-Effizienzhaus 55 konzipiert, wurde das Gebäude optimal gedämmt. Sowohl passive solare Gewinne durch die großen Südfenster als auch eine aktive solare Nutzung mittels Photovoltaikanlage senken den Energiebedarf weiter. Abgerundet wurde das Energiekonzept durch Nutzung der örtlichen Fernwärme und den Einbau von Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung.

Neubau Stadtvilla Barbarossahof

| Foto: Haus-mit-Zukunft

Neubau Wohnhaus „H6“

Erfurt | Barbarossahof 13

Planungsbüro  dma deckertmesterarchitekten Partnerschaft mbB BDA, Erfurt

Entwurfsverfasser  Prof. Dipl.-Ing. Joachim Deckert | Dipl.-Ing. Rainer Mester

Bauherr  privat

Fertigstellung  September 2014

Die Westflanke des einstigen Kasernengeländes wurde mit einer Reihe von Einfamilienhäusern geschlossen. Der strenge Bebauungsplan sah freistehende Einfamilienhäuser mit 3,5 Meter breiten Zwischenräumen vor. Wir wählten eine der beiden zulässigen Weißtöne für die Fassade und setzten das Sockelgeschoss mit hellen Klinkern ab. Über einen Tiefhof mit Freitreppe werden die Untergeschossräume belichtet. Das Untergeschoss ist variabel nutzbar und so vorgerüstet, dass aus der „Kinderetage“ entweder eine separate Wohneinheit oder eine Wellnesszone entstehen kann. Die durchbindende Wohnebene und der Elterntrakt sind im Obergeschoss untergebracht. Von der offenen Wohnküche öffnet sich der Blick über die Stadt. Den begehrten Domblick eröffnet die geräumige Dachterrasse, die eine Hälfte des Daches einnimmt. Das Haus erfüllt hohe Ansprüche an Energieeffizienz: Es verfügt über eine Solar- und Photovoltaikanlage, eine Eisspeicherheizung und eine Regenwasserzisterne.

Neubau Wohnhaus „H6“

Eingangsfassade von Nordwest | Foto: dma

Neubau Einfamilienhaus Barbarossahof 7

Erfurt | Barbarossahof 7

Planungsbüro  VITAMINOFFICE ARCHITEKTEN Bastam Enenkel Partnerschaft, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Sven Enenkel

Bauherr  privat

Fertigstellung  September 2014

Das neue Einfamilienhaus im Barbarossahof inmitten der Erfurter Innenstadt bietet Platz für eine vierköpfige Familie und verbindet die Vorzüge eines Eigenheims mit den Qualitäten der Stadt. Helle, lichte Wohnräume mit einem starken Bezug zum Außenraum waren der Wunsch der Bauherren. Großzügige anthrazitfarbene Holz-Alu-Fensterelemente, die Ausblicke ins Grün bieten, setzen Akzente in den von weißen Einbaumöbeln und hellen Bodenbelägen geprägten Räumen.

Neubau Einfamilienhaus Barbarossahof 7

| Foto: Vitaminoffice Architekten

Erweiterung Wohnhaus „Auf der Mauer“

Erfurt OT Hochheim | Am Holzberg

Planungsbüro  herrschmidt architektur, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. (FH) Thomas Schmidt

Bauherr  privat

Fertigstellung  April 2014

Ein Altbau, auf der Terrasse des ehemaligen Kurhauses in Erfurt-Hochheim gelegen, wurde durch einen Erweiterungsbau zu einem Wohnhaus ertüchtigt. Da der Altbau nur eine lichte Raumtiefe von 3,60 Meter besitzt, wurde über den Neubau die nicht vorhandene vertikale und horizontale Erschließung organisiert und die Wohnfläche erweitert. Die reizvolle Topografie der bestehenden Natursteinterrasse zwischen Fluss und Steigerwald ist das bestimmende Thema. Ein Luftraum über der Außentreppe verbindet entlang der Hauptfassade den Zugangshof mit den Ebenen des Gebäudes. Zwei auskragende Volumen, die Spielgalerie und das Zwischenpodest der gegenläufigen Innentreppe, schieben sich in diese Erschließungsfuge. Vielfältige Blickbezüge zwischen den einzelnen Ebenen werden möglich, Innen- und Außenräume fließen ineinander. Der Wohnraum entwickelt sich im Inneren vertikal entlang der Fuge und öffnet sich über große Fensterflächen ins Geratal. Das Gebäude ist nachhaltig als Holzrahmenbau mit Holzweichfaserdämmung und Lehminnenputz ausgeführt.

Erweiterung Wohnhaus „Auf der Mauer“

| Foto: Marco Wicher

Gestaltung Garten mit Sommerküche Universität Erfurt

Erfurt | Nordhäuser Straße 63

Planungsbüro  PSL Landschaftsarchitekten Ziegenrücker. Kerl., Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Andrea Ziegenrücker

Bauherr  Universität Erfurt

Fertigstellung  März 2015

Die Außenfläche des einstigen Kindergartens im „Lehrgebäude 2“ sollte eine neue, zeitgemäße Nutzung erhalten. Die denkmalgeschützte Originalsubstanz aus den 1960er Jahren war zu beachten. Die barrierefreie Anlage kann mit Multifunktionsfläche, Boule-Platz, Sommerküche und Sitzbereichen für temporäre Veranstaltungen wie Sommerkino oder Partys genutzt werden. Eine Hainbuchenhecke und die vorhandene Kalksteinmauer umrahmen die Anlage. Zugangswege sowie Fläche an der Außenküche wurden gepflastert. Die vorhandenen polygonalen Natursteinplatten wurden am Boule-Platz, Betonplatten am Sitzbereich verlegt. Die Multifunktionsfläche erhält eine wassergebundene Wegedecke. Die Ausstattung besteht aus Betonbänken und einer vier Meter langen Außenküche aus Edelstahl. Ein Sonnensegel kann nachgerüstet werden. Der originale Baumbestand bleibt erhalten, Rasenflächen werden von Stauden und Gräsern ergänzt. Der erhaltene Süßkirschenbaum bereichert künftige Sommermenüs. Die Betongefäße erhalten eine Wechselpflanzung.

Gestaltung Garten mit Sommerküche Universität Erfurt

| Foto: PSL Landschaftsarchitekten

Sanierung/Erweiterung Staatliches Berufsbildungszentrum Weimar

Weimar | Lützendorfer Straße 10

Planungsbüros  Hartmann + Helm Planungsgesellschaft mbH, Weimar | Junk & Reich Architekten BDA Planungsgesellschaft mbH, Weimar | W&R Wittig & Rietig Landschaftsarchitekten Stadtplaner Ingenieure GmbH, Weimar

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Ulrich Helm

Bauherr  Stadt Weimar, vertreten durch das Amt für Gebäudewirtschaft

Fertigstellung  Januar 2015

Auf einem ehemaligen Kasernengelände wurden die bisher getrennt untergebrachten Schulteile des Berufsbildungszentrums auf einem gemeinsamen Campus zusammengeführt. Ein 1935 errichtetes Gebäude wurde grundlegend saniert und um einen separaten Neubau ergänzt. Der eingeschossige Neubau beherbergt die Verwaltung sowie Unterrichtsräume mit Werkstattcharakter für die Ausbildung in Anlagenmechanik, Umwelttechnik und Bauberufen. Im umgebauten Bestandsgebäude befinden sich allgemeine Unterrichtsräume, Fachkabinette sowie Umkleideräume. Für die Nutzung als Schulgebäude wurden zwei zusätzliche Treppenräume eingebaut. Komplett erneuert wurde das Dachgeschoss. Nach dem Rückbau der Bestandskonstruktion wurde eine neue Ebene mit großen, gut belichteten Atelierräumen und einem Mehrzweckraum geschaffen. Die gegliederte Fassade aus Aluminiumverbundtafeln schließt die gestalterische Klammer zum neuen Gebäude auf dem Campus.

Sanierung/Erweiterung Staatliches Berufsbildungszentrum Weimar

Hauptzugang zum Campus | Foto: Hartmann + Helm / Junk & Reich

Neubau „Digital Bauhaus Lab“

Weimar | Bauhausstraße 7

Planungsbüro  AV1 Architekten GmbH, Kaiserslautern

Entwurfsverfasser  Prof. Dipl.-Ing. Michael Schanné

Bauherr  Freistaat Thüringen, vertreten durch das Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr, Erfurt

Fertigstellung  April 2014

Der Entwurfsgedanke des Digitallabors für die Bauhaus-Universität Weimar basiert auf dem Masterplan aus dem Jahre 1999, der die Campusbebauung städtebaulich regelt. Die Gebäudekubatur entsteht in Anlehnung an die ausgeführten Werkstatthäuser aus den Jahren 2000 bis 2001. Das Gebäude beinhaltet Laborräumlichkeiten für digitale Gestaltungsbereiche wie Modellierung und Simulation. Ergänzt werden die Mediabereiche durch seminaristische Meeting-Räume. Mitarbeiter: Arnulf Bark, André Korn. Örtliche Bauleitung: Dipl.-Ing. Matthias Münz.

Neubau „Digital Bauhaus Lab“

Nordfassade | Foto: AV1 Architekten GmbH

Freiflächengestaltung Herderplatz

Weimar | Herderplatz 8

Planungsbüro  Schegk Landschaftsarchitekten + Stadplaner, Haimhausen

Entwurfsverfasser  Dipl.-Wirtsch.-Ing. Ludwig Schegk

Bauherr  Stadt Weimar, vertreten durch das Bau-, Grünflächen- und Umweltamt

Fertigstellung  März 2014

Vergangenheit bewahren – Zukunft gestalten: Weimarer Klassik, Bauhaus, Goethes Garten – das sind Zauberworte für Landschaftsarchitekten und Stadtplaner, die für Weimar gestaltend und bauend tätig werden dürfen. Dies gilt umso mehr, wenn es sich dabei um das Herz der Stadt, den Herderplatz, handelt. Einmal im historischen Stadtboden graben zu dürfen, den schon Goethe in seiner Zeit als Baurat in Weimar hat pflastern lassen, da bleibt eine gewisse Ehrfurcht nicht aus. Das bedeutet - auch nach dem Gewinn des ersten Preises im Realisierungswettbewerb 2010 - eine besondere Herausforderung, handelt es sich doch um die historische Keimzelle der heimlichen Hauptstadt deutscher Bau- und Sprachkultur. Im Vordergrund steht weniger die entwerferische Gestik der Landschaftsarchitekten als vielmehr die Rückgewinnung eines Stadtraumes, der irgendwie schon immer da war.

Freiflächengestaltung Herderplatz

Übersicht | Foto: Jürgen Creutzburg

Denkmalpflegerische Instandsetzung Orangerie Belvedere

Weimar | Schloss Belvedere

Planungsbüros  Arge Orangerie: Tectum, Hille · Kobelt, Architekten BDA / Architekturbüro Dr. Lutz Krause + Alexander Pfohl GbR, Weimar | DANE Landschaftsarchitektur BDLA, Weimar

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Christiane Hille | Dr.-Ing. Lutz Krause

Bauherr  Klassik Stiftung Weimar

Fertigstellung  Dezember 2014

Seit 1998 sind Schloss, Orangerie und Schlosspark Belvedere Bestandteil des UNESCO-Weltkulturerbes. Geprägt wird das bauliche Ensemble durch das mittig angeordnete Gärtnerwohnhaus, die beiden gekrümmten Orangerieflügel und das Orangerieparterre. Die Instandsetzung folgte dem Grundsatz des weitgehenden Rückgriffs auf Originalsubstanz, zum Beispiel mit der Erneuerung der Stampflehmböden, der Kasten- und Verbundfenster und der für Belvedere typischen Kanalheizung. Beim ehemaligen Gärtnerwohnhaus konnte die Rückgewinnung historischer Gebäudestrukturen als Büro- und Ausstellungsräume mit der barrierefreien Erschließung verbunden werden. Die als Ruine am Parkrand gelegene Große Grotte wurde in das UNESCO-Sanierungsprogramm integriert. Neben der baulichen Sicherung und denkmalpflegerischen Konservierung fanden hier umfangreiche Restaurierungsmaßnahmen statt. Dabei wurde das für eine Grotte charakteristische Element Wasser unter Verwendung geborgener Bauteile in freier Gestaltung wieder eingefügt.

Denkmalpflegerische Instandsetzung Orangerie Belvedere

Blick in den Orangeriehof | Foto: Alexander Burzik

Innenraumgestaltung Dorotheenhof Weimar

Weimar | Dorotheenhof 1

Planungsbüros  GiSi.ARCHiTECTURE | architekturbüro gisbert bachrodt, Jena | Architekturbüro Caspari, Meiningen

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. (FH) Gisbert Bachrodt

Bauherr  Hotel Dorotheenhof Weimar GmbH

Fertigstellung  September 2014

Das Vier-Sterne-Superior-Hotel, einstiges Anwesen des Rittmeisters Carl von Kalckreuth, liegt idyllisch im eigenen Park. Es gehört in die Gruppe der Romantikhotels und wurde entsprechend neu ausgestattet. Die Hauptaufgabe bestand darin, die Zielgruppe der „Romantiker“ zu definieren und das Hotel mit der gekrönten Küche des Hauses zu verschmelzen. Die Strukturen und Gliederungen des Gebäudes wurden angenommen und im Sinne der Gutsarchitektur überarbeitet. Alle Zimmer verfügen über einen zeitgemäßen Ausstattungsstandard. Die Möbel, die speziell für das Hotel entworfen wurden, orientieren sich an klassischen Formen und dienen als „ruhiges“ Mobiliar, um die Architektur mit ihren Stuckleisten und die üppigen Wandbeläge zur Geltung kommen zu lassen. Akzente wurden im Bereich der Sitzmöbel gesetzt: Hier sind aufwendig verarbeitete, schwere Stoffe mit Goldeinwebung zum Einsatz gekommen. Die Farbigkeit der Innenausstattung orientiert sich - in Kontrast zur grünen Parklandschaft - an erdigen Farbtönen.

Innenraumgestaltung Dorotheenhof Weimar

Mastersuite | Foto: GiSi.architecture

Umbau Mehrzweckgebäude

Weimar | Friedensstraße 42

Planungsbüro  Junk & Reich Architekten BDA Planungsgesellschaft mbH, Weimar

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Ulrich Junk

Bauherr  W-Casa GmbH & Co. KG, Ilmenau

Fertigstellung  Februar 2015

Das „Mehrzweckgebäude Friedensstraße 42“ ist ein zu Beginn der 1980er Jahre erstellter, fünfgeschossiger Stahlbeton-Fertigteilbau. Das Gebäude wurde in den 1990er Jahren durch Aufbringen eines Wärmedämmverbundsystems energetisch ertüchtigt. Nun wurde die Erschließung des Grundstücks und des Gebäudes im Zusammenhang mit dem bereits errichteten „Parkdeck Friedensstraße 42“ überarbeitet: Nach Abbruch der vorgestellten Treppenanlage und behutsamer Geländemodellierung wurde der Haupteingang ins Untergeschoss verlegt. Von hier erreicht man über das neu geschaffene Foyer einen Aufzug sowie das Sicherheitstreppenhaus. Die Eingriffe dienten der Anpassung an aktuelle Vorgaben des Brandschutzes sowie der Verbesserung des Komforts und der Barrierefreiheit. Das Gebäude wird unverändert als Mehrzweckgebäude genutzt. Neben der Verwaltung des Wasserversorgungszweckverbandes befinden sich die Regionalverwaltung 9 der BAD GmbH sowie andere Einrichtungen und Praxen des Gesundheitswesens im Gebäude.

Umbau Mehrzweckgebäude

Ansicht Friedensstraße | Foto: M. Bormann

Neubau Kindergarten

Weimar OT Legefeld | Parkallee 1a

Planungsbüro  VIERQUADRAT ARCHITEKTEN, Weimar

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Torsten Carl

Bauherr  Hufeland-Träger-Gesellschaft-Weimar mbH

Fertigstellung  Januar 2015

Der Bau erfolgte mit Mitteln aus dem Investitionsprogramm des Bundes „Kinderbetreuungsfinanzierung 2013-2014“. Der Kindergarten wurde zweigeschossig mit ausgebautem Satteldach konzipiert und verfügt über eine Holzpelletheizung sowie eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Eine Photovoltaikanlage hilft, die Betriebskosten zu minimieren. Die Vorgaben der Energieeinsparverordnung werden um circa 40 Prozent unterschritten. Im Erdgeschoss ist Platz für zwei Gruppen zu je zehn Kindern bis drei Jahre. Im Obergeschoss sind insgesamt 30 Plätze für größere Kindergartenkinder vorhanden. Es stehen fünf Funktionsräume für Bauen, Bewegen, Kreativität, Rollenspiel und das Kinderrestaurant zur Verfügung. Eine vorgesetzte Balkonanlage ermöglicht den direkten Zugang aus den oberen Gruppenräumen in den Außenbereich und dient zugleich als zweiter Rettungsweg. Während die Innenräume des Gebäudes teilweise auch mit intensiven Farbflächen gestaltet sind, wurde die Fassade in großen Bereichen mit einer unbehandelten Lärchenholzverkleidung versehen.

Neubau Kindergarten

Südwestansicht | Foto: Torsten Carl

Neubau Kinderkrippe

Weimar | Lyonel-Feininger-Straße 11

Planungsbüro  VIERQUADRAT ARCHITEKTEN, Weimar

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Torsten Carl

Bauherr  Hufeland-Träger-Gesellschaft-Weimar mbH

Fertigstellung  Dezember 2013

Die Krippe mit 40 Plätzen wurde mit Mitteln aus dem Investitionsprogramm des Bundes „Kinderbetreuungsfinanzierung 2008-2013“ gefördert. Das Gebäude ist zweigeschossig mit ausgebautem Satteldach und in regionaler Bauweise errichtet. Durch seine Dachform vermittelt es die schützende Funktion eines Hauses. Es wurden Räume geschaffen, die die Sinne und Entdeckerfreude der Kinder anregen. Bewegung spielt eine große Rolle. Sogenannte „Spielpodestlandschaften“ bieten schon Krabbelkindern große Herausforderungen. Die farbliche Gestaltung der Räume entspricht nach einem abgestimmten Farb- und Beleuchtungskonzept der jeweiligen Funktion des Raumes. Eine Balkonanlage ist dem Obergeschoss auf der gesamten Gebäudelänge vorgesetzt. Der Übergang ins Freie ist so direkt auch aus den oberen Gruppenräumen möglich. Die Kinderkrippe präsentiert sich nach außen mit intensiver Farbigkeit. Die Vorgaben der Energieeinsparverordnung werden weit unterschritten. Das Gebäude zeichnet sich durch eine wartungsfreundliche und nachhaltige Konstruktion aus.

Neubau Kinderkrippe

Nordostseite mit Eingang | Foto: Torsten Carl

Neubau Einfamilienhaus Ue

Weimar OT Taubach | Am Pappelgraben 2

Planungsbüro  Fischer Architekten | BDA, Weimar

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Detlef Fischer

Bauherr  privat

Fertigstellung  Dezember 2014

Das auf einem Eckgrundstück im Taubacher Wohngebiet „An der Schatzgrube“ gelegene Gebäude bietet den Bewohnern auf drei Etagen viel Wohnraum. Im Erdgeschoss sind vor allem Wohn- und Essbereiche untergebracht, in den Obergeschossen private Funktionen wie Schlaf-, Arbeits- und Gästezimmer. Stehende Fensterformate betonen, der exponierten und prägnanten Ecklage des Gebäudes angemessen, die Vertikalität des Gebäudes. Ein Eingangsbauwerk nimmt spielerisch widerspiegelnd die Umgebung auf, adressiert den Haupteingang und bietet zugleich Schutz vor Blicken von der Straße aus. Die mit einem Strukturputz und Fensterfaschen versehene und in Weißtönen gehaltene Fassade gibt dem Bau - im Zusammenspiel mit der hellgrauen Dachdeckung - eine reduzierte Farbigkeit und eine nuancierte Plastizität. Das Haus verfügt über einen nicht einsehbaren Innenhof mit kleinem Wasserbecken sowie eine Dachterrasse und wird dreiseitig von Grünflächen umschlossen.

Neubau Einfamilienhaus Ue

Südfassade | Foto: Stefan Martin

Gestaltung Garten „BEN“

Weimar | Georg-Muche-Platz 10

Planungsbüro  Trebert Landschaftsarchitektur, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. (FH) Martina Trebert

Bauherr  privat

Fertigstellung  Mai 2014

Mit der Fertigstellung des Wohnhauses im Jahr 2006 wurde der Garten in seinen Grundzügen, wie Hauseingang, Terrasse und einer reduzierten Bepflanzung, angelegt. Mit der Gartengestaltung wurde der Gartenraum definiert. Eine Sichtschutzwand verändert die Eingangssituation, trennt den öffentlichen vom privaten Raum und schafft mit den neu gepflanzten Hecken und Bäumen mehr Intimität im Garten. Stauden und Gräser, vor allem im neuen Hochbeet an der Hausterrasse und im Garten, sind heitere Gegenspieler zum modern schlichten Haus. Die automatisierte Bewässerung von Rasen und Pflanzflächen reduziert den notwendigen Pflegeaufwand und erhöht den Gartenkomfort.

Gestaltung Garten „BEN“

Gartenblick im August | Foto: Bauherr

Erweiterung Kindertagesstätte „Zum Bienenschwarm“

Ilmtal-Weinstraße OT Ulrichshalben | Kupferstraße 23

Planungsbüro  RJ Planungsbüro GbR, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Renée Möser

Bauherr  Gemeinde Ilmtal-Weinstraße

Fertigstellung  Januar 2015

Veranlassung und Zweck der Baumaßnahme war die Erweiterung der Kindertagesstätte „Zum Bienenschwarm“ in Ulrichshalben auf eine Kapazität von 55 Kindern, wobei in einem Neubau 25 Kinder im Alter von ein bis drei Jahren betreut werden sollten. Der Erweiterungsneubau wurde als eingeschossiger Anbau an den zweigeschossigen Altbau konzipiert. Mit dem neuen Baukörper wurde ein neuer Haupteingang geschaffen, der zu einer großzügigen Eingangsfläche führt. Diese lichtdurchflutete Eingangshalle, die auch als Mehrzweckraum, als Sport- und Spielfläche genutzt werden kann, bildet den neuen zentralen Kern des Gebäudes. Durch den winkelförmigen neuen Baukörper mit auskragendem Pultdach entstehen geschützte Außenterrassen und Spielflächen für den Kleinkindbereich. Die Fassade erhielt eine lasierte Lärchensperrholzplatte als Verkleidung und farbige Holzfenster. Das Projekt wurde vom europäischen ELER-Fonds und dem Land Thüringen gefördert. Mit Unterstützung der Eltern konnte der Altbau zusätzlich saniert werden.

Erweiterung Kindertagesstätte „Zum Bienenschwarm“

Südansicht | Foto: RJ Planungsbüro

Neubau Funktionsgebäude Sportplatz (Erster Bauabschnitt)

Kromsdorf | Dorfstraße 40

Planungsbüro  ROOS_ARCHITEKT, Kromsdorf

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Lars-Holger Roos

Bauherr  Gemeinde Kromsdorf

Fertigstellung  Dezember 2014

Das bisherige Funktionsgebäude steht im Hochwasserbereich der Ilm und behindert bauliche Maßnahmen zum Hochwasserschutz für Bereiche von Kromsdorf-Nord. 2007 wurde ein neues Konzept erarbeitet, das einen Standort außerhalb des Überflutungsbereiches vorsieht. Eine Umsetzung in Bauabschnitten verteilt die finanziellen Belastungen und die Eigenleistungen auf mehrere Jahre. Die Funktionen werden in vier Einzelbauten untergebracht: zwei Pavillons mit Umkleiden, jeweils für zwei Teams mit Duschen und WC, ein Funktionstrakt mit Schiedsrichterraum, Dusche/WC, Gäste-WC und Technik sowie ein Vereinshaus mit Imbissversorgung und Büro. Im ersten Bauabschnitt sind Umkleide- und Funktionstrakt fertiggestellt. Im zweiten verbessert ein zweiter, identischer Umkleidetrakt die Bedingungen. Im dritten Bauabschnitt soll das Vereinshaus entstehen. Nach Fertigstellung kann das alte Sportplatzgebäude rückgebaut werden. Ohne Fördermittel des Freistaates Thüringen brachte der Verein 43.000 Euro durch den symbolischen Verkauf des Spielfeldes auf.

Neubau Funktionsgebäude Sportplatz (Erster Bauabschnitt)

| Foto: Lars-Holger Roos

Umbau Winterpalais in Stadtbibliothek „Heinrich Heine“

Gotha | Friedrichstraße 2-4

Planungsbüros  A I G Gotha GmbH Architekten & Ingenieure, Gotha | Heinisch Landschaftsarchitekten, Weimar

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Regina Greiner-Lüth

Bauherr  Stadt Gotha

Fertigstellung  März 2014

Im Gebäudeensemble von Hofgärtnerhaus und ehemaligem Winterpalais fand die Stadtbibliothek Gotha im März 2014 ein neues Domizil. Die Bibliothek für Erwachsene und die Kinder- und Jugendbibliothek wurden damit an einem Standort vereint. Wichtigste Prämisse war die Erhaltung bzw. Wiederherstellung des historischen Erscheinungsbildes des Winterpalais für das Gothaer Stadtbild. Ein Nebengebäude und die ehemalige Tordurchfahrt wurden durch einen Neubau ersetzt. Dieser folgt in seinen Grundzügen der historischen Bebauung und ordnet sich in seiner Gestaltung dem historischen Hauptgebäude unter. Der vorgestellte Stahlbogen erinnert an das Tor an dieser Stelle und markiert gleichzeitig den Zugang zum Veranstaltungsbereich. Hofseitig wurde das Erdgeschoss durch einen Wintergarten ergänzt, um die notwendigen Funktionsflächen zu erweitern. Die Fassade und das Dach gehen in ihrem Verlauf und der Gliederung vom historischen auf den neuen Gebäudeteil über, um diese optisch und funktionell zu vereinen.

Umbau Winterpalais in Stadtbibliothek „Heinrich Heine“

Hauptansicht von der Friedrichstraße | Foto: AIG Gotha GmbH

Instandsetzung/Umbau Stadtkirche St. Peter und Paul

Weißensee | Kirchplatz 1

Planungsbüro  Smits + Tandler freie Architekten und Ingenieure Partnerschaft, Erfurt

Entwurfsverfasser  Bernhard Smits | Dipl.-Ing. Peter Tandler | Dipl.-Ing. (FH) Tino Baudler | Dipl.-Ing. Christina Weigelt

Bauherr  Stadt Weißensee

Fertigstellung  März 2015

Die Stadtkirche St. Peter und Paul in Weißensee ist ein bedeutender gotischer Kirchenbau. Seit den 1980er Jahren war die Kirche baupolizeilich gesperrt. Die Stadt Weißensee hat im Jahr 2005 mit der Kirchgemeinde einen Nutzungsvertrag abgeschlossen. Seit 2012 ist eine Begegnungs- und Veranstaltungsstätte entstanden für Versammlungen, Ausstellungen, Konzerte, aber auch für Gottesdienste. Der Chorraum ist mit dem Kompositaltar der bedeutendste sakrale Raum der Kirche. Der Entwurf beinhaltet bewusst keine feste Trennung zwischen sakralem Chorraum und weltlicher Nutzung im Kirchenschiff. Je nach Veranstaltung ist der Aufbau eines mobilen, freistehenden Paravents zwischen Chorraum und Kirchenschiff möglich. Im Kirchenraum wurden Wände, Decken, Fußböden, Emporen und Beleuchtung restauriert und teilweise erneuert. Planungsziel war die Erhaltung des Gesamtensembles von Chorraum und Kirchenschiff als Zeitzeugnis in Verbindung mit dem beispielhaften öffentlich-kulturellen Nutzungskonzept der Stadt Weißensee.

Instandsetzung/Umbau Stadtkirche St. Peter und Paul

Chorraum | Foto: H.-P. Szyszka

Sanierung Berg- und Jagdhotel Gabelbach

Ilmenau | Am Gabelbach 1

Planungsbüros  Dipl.-Ing. (FH) Maria Besinger Freie Innenarchitektin - Architektur + Innenarchitektur Hornschuh + Besinger / Bürogemeinschaft, Ilmenau | Dipl.-Ing. (FH) Romy Hornschuh - Architektur + Innenarchitektur Hornschuh + Besinger / Bürogemeinschaft, Ilmenau

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. (FH) Romy Hornschuh | Dipl.-Ing. (FH) Maria Besinger

Bauherr  gewerblich

Fertigstellung  Dezember 2014

Kann ein Haus Geschichte schreiben? Es kann! Die Natur in der Umgebung bestimmt die Philosophie des Hotels. Stil-, Farb- und Materialkonzept verbinden Innen und Außen, Tradition und Moderne. Dabei wird die Geschichte des Hauses nicht vergessen. Ausgehend von einem Kurhaus, errichtet im Jahre 1911, war das Hotel zu DDR-Zeiten Ferienheim des Zentralkomitees der SED. Die größte Herausforderung war die kurze Planungs- und Bauphase. Bei der Generalsanierung 2013 bis 2014 wurde das Haus zunächst entkernt, um die neu definierten und vereinfachten Funktionsabläufe umzusetzen. Alle Zimmer wurden neu gestaltet. Die 14 Suiten bekamen jeweils ein eigenes Thema, passend zum Gesamtkonzept. Im zweiten Bauabschnitt entstand ein neuer Spa-Bereich mit Sauna, Schwimmbad und Anwendungsbereich. Die alte Bowlingbahn wich einer Saunalandschaft. Ein Ruheraum mit Kamin wurde angebaut. Das Schwimmbad aus DDR-Zeiten bekam ein neues Gesicht. Größter Wert wurde darauf gelegt, Bestehendes zu erhalten und zu zeigen.

Sanierung Berg- und Jagdhotel Gabelbach

| Foto: Kai Hesbacher

Erweiterung Wohnraum

Wolfsberg OT Gräfinau-Angstedt | Singerstraße 9

Planungsbüro  Architekturbüro Weingart, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. (FH) Rüdiger Weingart

Bauherr  Familie Schmidt, Wolfsberg

Fertigstellung  Dezember 2014

Das Grundstück befindet sich im Ortszentrum, nicht weit von der Kirche entfernt. Das Wohngebäude besteht aus einem Haupthaus und einem erdgeschossigen Anbau. Im Erdgeschoss wohnen die Senioren und im Dachgeschoss die junge Familie. Das Dachgeschoss sollte erweitert werden. Dafür wurde das Dach des Anbaus abgebrochen und ein Erweiterungsbaukörper aufgesetzt. Der bestehende Anbau besitzt eine sehr unregelmäßige Grundrissform, auf die in der Planung reagiert wurde. Der neue Baukörper wurde in Form einer Box so auf dem Anbau platziert, dass dreiseitig ein Überstand und auf einer Seite eine Terrasse entstanden. Die Terrasse ist vom Wohnbereich zugänglich und besitzt eine Treppe, die in den rückwärtigen Gartenbereich führt. Die neu geschaffenen Wohnräume werden direkt über die Diele im Obergeschoss von der bestehenden Wohnfläche erreicht. Um alle konstruktiven und statischen Aufgaben lösen zu können, wurde die Box in Holzrahmenbauweise mit einer oberen und unteren Holzbalkendecke errichtet.

Erweiterung Wohnraum

Hofansicht | Foto: Rüdiger Weingart

Erweiterung Bibliothek Hochschule Nordhausen

Nordhausen | Weinberghof 4

Planungsbüro  Architektur- und Ingenieurbüro Nordhausen GmbH, Nordhausen

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Nadine Stevens

Bauherr  Freistaat Thüringen, vertreten durch das Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr, Erfurt

Fertigstellung  März 2015

Die steigende Studentenzahl und die Statik des Bestandes bildeten die Grundlage für die Erweiterung. Auflagen des Denkmalschutzes spiegeln sich im Entwurf wider. Der Baukörper besteht aus einem eingeschossigen, eingegrabenen Kubus, der sich zur Ostseite hin schräg öffnet und somit Blickbeziehungen aus der Bibliothek in den Freiraum und umgekehrt zulässt. Die Bücher werden so tagsüber und besonders nachts auch von außen als bedeutender Mittelpunkt erlebt. Ein gläserner Verbinder erschließt den Neubau. Die extensive Dachbegrünung lässt den Kubus in der Erde versinken und fließend in die Böschung übergehen. Auch die Eingangsebene erhält eine neue Gestalt und wird somit funktionaler, geräumiger und transparenter. Ein weiterer Aspekt der Sanierung des Bestandes ist die Barrierefreiheit: Das Bestandsgebäude erhält neben dem neuen Aufzug auch eine neue, auf die Anforderungen der UN-Behindertenkonvention angepasste Beschilderung, kontrastreiche Markierungen von Hindernissen sowie zusätzliche Handläufe.

Erweiterung Bibliothek Hochschule Nordhausen

Ansicht Ostseite

Umbau „Hochhaus am Grimmelhof“

Nordhausen | Grimmelallee 4

Planungsbüro  Architekturbüro Tobias Winkler, Nordhausen

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Tobias Winkler

Bauherr  Grimmelhof GmbH, Nordhausen

Fertigstellung  April 2014

Realisiert wurden durch die Grimmelhof GmbH der Umbau und die Umnutzung eines leer stehenden Bürohochhauses aus den 1970er Jahren in der Innenstadt von Nordhausen. Das bestehende achtgeschossige Hochhaus wurde durch umfangreiche Baumaßnahmen komplett entkernt und umgestaltet zu einer Wohnanlage mit 33 barrierefreien Wohnungen unterschiedlicher Größe. Erhalten blieb lediglich die Aluminiumfassade aus den 1990er Jahren. Vervollständigt wurde das Konzept „Wohnen mit Service“ mit einem Gemeinschaftsbereich für die Hausbewohner im Erdgeschoss und mit der Integration einer Apotheke im Untergeschoss. Wesentlich für die barrierefreien Mietwohnungen war die Gestaltung der Grundrisse in Nordsüdausrichtung und die Erschließung der Wohnungen über einen beheizten und verglasten Laubengang. Der neu entstandene und natürlich belichtete Laubengang in den Wohnebenen dient somit nicht nur zur Erschließung der Wohnungen, sondern auch als Aufenthaltsort und der Kommunikation.

Umbau „Hochhaus am Grimmelhof“

Straßenansicht | Foto: Tobias Winkler

Umbau Medizinische Fachschule Trakt 1 in Wohnungsbau

Nordhausen | Dr. Robert-Koch-Straße 41a-c

Planungsbüro  arko bauplanung GmbH, Nordhausen

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Michael Becke

Bauherr  Südharz Klinikum Nordhausen gGmbH

Fertigstellung  Februar 2015

Das Gebäude wurde in den 1970er Jahren als Typenschulbau errichtet. Der zweite und dritte Trakt wurden bereits 2010 saniert und beinhalten Seminarräume. Der Haupteingang befindet sich am Verbinder, dem zweiten Trakt. Der vordere, viergeschossige Riegel wurde jetzt zu 27 Wohnungen, Apartments und Wohngemeinschaften umgebaut. Die bestehende Tragkonstruktion aus Stahlbetonelementen blieb erhalten. Ergänzt wurden Stahlrahmen und Trockenbauwände in den Klassenräumen, um wohnungstypische Raumaufteilungen zu erhalten und die Decken statisch zu ertüchtigen. Die drei Treppenhäuser erhielten direkte Gebäudezugänge. Am Westtreppenhaus wurde ein Aufzug angebaut. Über diesen sind fast alle Wohneinheiten, der Verbinder sowie der Seminarbereich erreichbar. Die Außenwände haben eine Wärmedämmverbundsystemfassade erhalten. Das Flachdach wurde als Bitumenwarmdach saniert. Alle Wohneinheiten sind mit farbig verglasten Balkonen versehen, die ostseitig die Ankommenden schon aus der Ferne begrüßen.

Umbau Medizinische Fachschule Trakt 1 in Wohnungsbau

Ostfassade mit farbigen Balkonen

Umbau/Sanierung „Haus Altendorf 41“

Nordhausen | Altendorf 41

Planungsbüro  Architekturbüro Wagner, Matthias Wagner Dipl.-Ing. (fh), Nordhausen

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. (FH) Matthias Wagner

Bauherr  privat

Fertigstellung  Dezember 2014

Das „Haus Altendorf 41“ ist Bestandteil des Denkmalensembles „Altendorf“. Die straßenseitige, gründerzeitliche Fassade mit Jugendstilelementen konnte erhalten werden und wurde aufwendig saniert. Eingriffe aus den 1990er Jahren im Bereich der Ladenfront wurden entfernt. Die beiden Seitenflügel des Gebäudes mussten aufgrund der vorhandenen Bauschäden zum Teil abgebrochen und wieder hergestellt werden. Im Inneren wurden die Holzbalkendecken teils erneuert und ergänzt. Zudem war eine sorgfältige Hausschwammbekämpfung erforderlich. Die Treppenhauswände mussten aus Gründen des Brandschutzes abgebrochen und neu aufgemauert werden. Gleichzeitig wurde die historische Holztreppe erhalten. Im Erdgeschoss befindet sich nun wieder ein Geschäft. Im hinteren Bereich (Seitenflügel) wurde ein kleines Apartment von circa 30 Quadratmeter errichtet. Die drei Wohnungen in den Geschossen darüber wurden zu Vierraumwohnungen mit einem Balkon ausgebaut. Der Hof wurde neu gestaltet und dient der gemeinsamen Nutzung.

Umbau/Sanierung „Haus Altendorf 41“

Straßenfassade | Foto: Matthias Wagner

Neubau Landmaschinenbetrieb

Nordhausen OT Hesserode | Kleinwertherstraße 51

Planungsbüro  Architekturbüro Wagner, Matthias Wagner Dipl.-Ing. (fh), Nordhausen

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. (FH) Matthias Wagner

Bauherr  Gruber Agrartechnik GmbH, Elsnig

Fertigstellung  Dezember 2014

Im Gewerbegebiet „Brühl“ in Hesserode, auf einer Fläche von circa 20.000 Quadratmeter, ist ein moderner Landmaschinenbetrieb entstanden. Die Vorgaben der Bauherren bestanden darin, ein Hauptgebäude und eine Kalthalle zu entwerfen, die sowohl funktionalen als auch architektonischen Ansprüchen gerecht werden. Im Hauptgebäude wurden die Nutzungen, wie Ausstellungsraum, Lager, Werkstattraum und ein Bürotrakt mit Sozialräumen, untergebracht. Um die lange Fassadenfläche des Hauptgebäudes von 61 Meter aufzulockern, wurden die einzelnen Nutzungsbereiche durch Vor- und Rücksprünge definiert. Die auskragenden Dachüberstände in Verbindung mit den Leimholzbindern spiegeln das ländliche Bauen wider. Die Kalthalle im hinteren Bereich des Grundstückes dient als Abstellhalle und überdachter Waschplatz. Die eingesetzten Materialien beschränken sich auf Beton, Trapezblech, Leimholz und die Pfosten-Riegel-Fassade. Der Bürotrakt wurde konventionell mit Porotonziegeln und Wärmedämmverbundsystem hergestellt.

Neubau Landmaschinenbetrieb

Hauptgebäude | Foto: Matthias Wagner

Neubau Wohnhaus Schärf

Ellrich | Waldstraße 13b

Planungsbüro  ORTSBiLD Architektur- und Ingenieurbüro GmbH, Nordhausen

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. (FH) Detlef Schmidt | Dipl.-Ing. Stefanie Wolff

Bauherr  privat

Fertigstellung  Oktober 2012

Inmitten eines wilden Durcheinanders aus Blockhütte, Reithalle und Alpenschick steht das Einfamilienhaus und antwortet mit einer klaren, modernen Formensprache. Es streckt sich entlang der seitlichen Grundstücksgrenze in die Länge und zeigt der Straße nur eine schmale Front. Die Längsachse ist Rückgrat des modernen Raumgefüges, welches eng und weit, niedrig und hoch, offen und geschlossen sowie Aktions- und Ruhezonen kombiniert. Sie verbindet in Form einer Galerie die „zwei Türme“, ist Sichtachse vom Eingang bis zur Zorgeaue und wird zum vielseitig nutzbaren Raumhybrid: Garderobe, Bibliothek, Arbeitsinsel und Spielzone. Eltern- und Kinderturm sind dagegen Rückzugsräume, die über getrennte Treppen erreichbar sind. Der Elternturm steht in Dialog zu einem doppelgeschossigen Luftraum, der großzügig verglast ist und doch kaum Einblicke ermöglicht. Die Küche und der große Tisch sind als Fixpunkt des Familienlebens zentral und ganz offen angeordnet. Eine Glasfassade mit Schiebetür schafft den direkten Kontakt zum Garten.

Neubau Wohnhaus Schärf

Gartenansicht | Foto: Ortsbild GmbH

Neubau Einfamilienhaus

Neustadt | Osteröder Straße 17

Planungsbüro  Architekturbüro Tobias Winkler, Nordhausen

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Tobias Winkler

Bauherr  Marc Prengel, Neustadt

Fertigstellung  Januar 2013

Auf einem Hanggrundstück in Neustadt/Harz entstand ein Einfamilienhaus mit einer Wohnfläche von circa 150 Quadratmeter für eine junge Familie. Realisiert wurde für die Bauherrschaft ein offenes und großzügiges Raumkonzept mit den Bereichen Wohnen und Essen im Erdgeschoss sowie den privaten Räumen wie Bad- und Schlafzimmer im Dachgeschoss. Ausgeführt wurde das Wohnhaus in zeitgemäßer und moderner Architektur. Das schlichte Satteldach nimmt Bezug auf die umliegende dörfliche Bebauung. Wesentlich für die Baugestaltung sind die großzügigen Verglasungen des Wohnbereiches und die Gliederung der Fassaden aus weißen und grauen Putzflächen. Aufgrund der abschüssigen Lage war es möglich, rückseitig eine Garage im Hang einzufügen.

Neubau Einfamilienhaus

Straßensicht | Foto: Tobias Winkler

Umbau/Sanierung Grundschule Werther

Werther OT Großwechsungen | Schulstraße 2

Planungsbüro  Rembe / Borgwaldt - Freie Architektin / Stadtplaner / Ingenieure, Nordhausen

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Kathrin Rembe

Bauherr  Landkreis Nordhausen, Nordhausen

Fertigstellung  September 2014

Der historische Schulstandort in der Mitte des Dorfes wurde Ende der 1960er Jahre für die Klassenstufen eins bis zehn erweitert. Heute befindet sich hier eine moderne zweizügige Grundschule. Das Gebäude wurde baulich und funktionell entsprechend angepasst. Im ersten Bauabschnitt entstand ein Anbau auf der Nordseite mit WCs und Lehrerzimmern. Anstelle der früheren Lehrerzimmer befindet sich nun der Speiseraum als kommunikatives Zentrum der Schule. Der neue Verbinder ermöglicht die barrierefreie Erschließung und bietet zwei weitere Klassenräume. Im ersten Obergeschoss lädt der Kreativbereich des Hortes ein. Aufenthaltsräume im Kellergeschoss sind Vergangenheit, Lichtgräben konnten so verschwinden. Das „Grüne Klassenzimmer“ schließt direkt an das Schulhaus an.

Umbau/Sanierung Grundschule Werther

Blick vom Schulhof | Foto: Rembe/Borgwaldt

Ersatzneubau Multifunktionssporthalle

Heilbad Heiligenstadt | Leineberg 2

Planungsbüro  Casparius Architekten & Ingenieure, Erfurt

Entwurfsverfasser  Prof. Dr.-Ing. Joachim Casparius

Bauherr  Stadt Heilbad Heiligenstadt

Fertigstellung  November 2014

Die Menschen der Stadt Heilbad Heiligenstadt und des Landkreises sind begeisterte Nutzer der im Stadion „Gesundbrunnen“ neu gebauten Multifunktionssporthalle. Als Ersatzneubau am Standort des ehemaligen Schützenhauses passt sie sich durch den gegliederten Baukörper in das bestehende Umfeld maßstäblich ein und setzt auf neue Akzente in Form und Funktion. Die Multifunktionalität erlaubt es, zum Beispiel Volleyball, Badminton, Tischtennis oder Gymnastik, Tanzen und Kampfsport auf kleinstem Raum auszuüben. Der neue gemeinsame Hauptzugang zum Stadiongelände und der Sporthalle ist, wie alle Nebenzugänge, barrierefrei und zeugt vom hohen qualitativen Gesamtkonzept. Die Sportgeräte- und Technikräume, Umkleiden und Sanitäranlagen sind sowohl von der Sporthalle als auch vom Stadion aus erreichbar und optimal nutzbar. Eine sieben Meter hohe Kletterwand an der Fassade in lebhafter Farbigkeit ergänzt das Farbkonzept und die Multifunktionalität der Sporthalle.

Ersatzneubau Multifunktionssporthalle

Halle mit Kletterwand | Foto: Casparius Architekten & Ingenieure

Sanierung/Erweiterung Wohnhaus Ahrens

Kirchheilingen | Zum Sportplatz 176a

Planungsbüro  mann architektur, Erfurt

Entwurfsverfasser  Prof. Dipl.-Ing. Michael Mann

Bauherr  Doreen und Michael Ahrens, Kirchheilingen

Fertigstellung  Dezember 2013

Ein 1911 errichtetes Wohnhaus mit großem Garten wechselte den Besitzer. Schnell wurde klar, das Haus ist für eine vierköpfige Familie zu klein und sollte erweitert werden. Ein neuer Baukörper, als Bindeglied zum Garten, konnte die knappe Fläche im Erdgeschoss deutlich erweitern. Hier liegen Esszimmer und Küche. Das Wohnzimmer und die Schlafräume befinden sich im Altbau. Eine zurückgesetzte Verglasung in der Sockelzone des Neubaus versorgt den Raum im Untergeschoss mit Tageslicht. Die Tragkonstruktion des Neubaus besteht aus dünnen Stahlstützen, die Außenwände tragen nicht. Damit konnten die Fassaden mit besonders guten Wärmedämmeigenschaften einfacher hergestellt werden. Das kleine historische Wohnhaus wurde saniert und umgebaut. Neue Einbauten wie ein Einbauschrank und Schiebetüren im Erdgeschoss lassen den Grundriss großzügiger wirken. Dieser Eindruck wird durch die räumliche Verbindung zum Neubau und der Blickbeziehung in den Garten verstärkt.

Sanierung/Erweiterung Wohnhaus Ahrens

Gartenseite | Foto: Michael Mann

Erweiterung Wehrturm der Burganlage Volkerode

Volkerode | Steinweg 2

Planungsbüros  Lehrmann & Partner GbR · Architektur- und Ingenieurbüro, Waltershausen | Planungsbüro für Steinkonservierung Stephan Scheidemann, Dipl.-Restaurator (FH), Friedrichroda

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. (FH) Michael Heß | Stephan Scheidemann

Bauherr  Förderverein Volkeröder Schloss e. V., Volkerode

Fertigstellung  Dezember 2014

„Architektur hat Bestand“ - unter diesem Motto präsentiert sich der sanierte Wehrturm aus dem zwölften Jahrhundert mit der neuen Sichtbetonaufstockung als Aussichtsgeschoss. Die kleine romanische Burganlage in Volkerode befindet sich auf einem höher gelegenen Sandsteinfelsen in Dorfmitte. Zur Anlage gehören ein Wehrturm, ein Herrenhaus sowie ein Backhaus, umgeben von einer Ringmauer. Der Wehrturm war in schlechtem Zustand und wurde nun statisch gesichert, konserviert und restauriert. Zum funktionalen und konstruktiven Abschluss des Wehrturmes wurde ein neues Dachgeschoss als Aussichts- und Lüftungsgeschoss auf den Natursteinmauern errichtet. Die Aufstockung ist als archaisch wirkender, glatt geschalter Sichtbetonkubus mit geneigten Dachflächen hergestellt. Große Öffnungen, welche mit Holzklappschiebeelementen verschlossen sind, dienen zur Be- und Entlüftung und bieten einen Ausblick in die umgebende Landschaft bis hin zum Höhenzug Gobert. Alle weiteren „neuen Zutaten“ wie Treppen und Fenster bestehen aus unbehandeltem Stahl.

Erweiterung Wehrturm der Burganlage Volkerode

Straßenansicht von Westen | Foto: Axel Bauer

Neubau „DRK Seniorenzentrum am Leinebad“

Leinefelde-Worbis OT Leinefelde | Jahnstraße 18

Planungsbüro  Architekturbüro Stadermann - Architekten BDA, Hausen

Entwurfsverfasser  M.A. Matthias Stadermann | Dipl.-Ing. (FH) Ottmar Stadermann

Bauherr  Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Eichsfeld e. V., Leinefelde-Worbis

Fertigstellung  Juli 2013

Im DRK-Seniorenzentrum, an der „Grünen Achse“ der Stadt gelegen, haben 60 pflegebedürftige Menschen in behaglich gestalteten Räumen ein neues Zuhause gefunden. Die angenehm gegliederten Wohneinheiten, die zentralen Gemeinschaftszonen sowie ein lichtdurchfluteter, begrünter Innenhof erzeugen Gemeinschaftssinn und Geborgenheit. Infolge der Hanglage des Grundstückes war es möglich, eine öffentliche Ebene im Erdgeschoss zu schaffen, die von außen als zurückgesetzte Stützwand optisch in Erscheinung tritt. Die darüberliegenden Riegel schieben sich über diesen Sockel hinweg und bilden durch ihre eigenständige, in sich abgeschlossene Gestalt und Farbgebung die eigentlichen zweigeschossigen Baukörper aus. Diese sind durch glatte Putzflächen als Bandstrukturen, durchsetzt mit transparenten Glas- und „warmen“ Holzflächen, sehr wohnlich gestaltet. Die betont lebendige farbliche Gestaltung trägt dazu bei, dass sich die Bewohner wohlfühlen, die Umgebung genügend Anregung gibt, aber auch Ruhe und Rückzugsmöglichkeiten bietet.

Neubau „DRK Seniorenzentrum am Leinebad“

Südansicht | Foto: Fotografie-Grimm-Leinefelde

Neubau barrierefreies Wohnen Goethestraße

Leinefelde-Worbis OT Leinefelde | Goethestraße 33/35

Planungsbüros  Architekturbüro Stadermann - Architekten BDA, Hausen | Hartlep und Höch ingenieure, Leinefelde-Worbis

Entwurfsverfasser  M.A. Matthias Stadermann | Dipl.-Ing. (FH) Ottmar Stadermann

Bauherr  Leinefelder Wohnungsbau-Genossenschaft e. G.

Fertigstellung  Dezember 2013

Mit der „Grünen Achse“ wurde in Leinefelde eine Verbindung vom Bahnhof zu den Neubaugebieten der Südstadt geschaffen. Dabei wurden bestehende Strukturen aufgenommen, mit Gestaltungselementen ergänzt und Bereiche hoher Aufenthaltsqualität entwickelt. In dieser exponierten Lage entstand ein neuer Wohnkomplex, der aufgrund seiner architektonischen Anreize wie Barrierefreiheit, optimalem Zuschnitt der Wohnungsgrößen, hervorragender Verkehrsanbindung und sehr guter Erreichbarkeit aller Einrichtungen des öffentlichen Lebens alle Vorzüge eines Wohnens für Menschen verschiedener Generationen bietet: Das Wohnen ist praktisch, komfortabel, garantiert genügend Möglichkeiten zur Begegnung, aber auch ausreichend Distanz zur Wahrung der Privatsphäre eines jeden Bewohners. 24 Wohnungen sind in zwei separaten Häusern aufgeteilt, womit eine optisch angenehme Kleingliederung des Komplexes erreicht wird.

Neubau barrierefreies Wohnen Goethestraße

Südansicht | Foto: Fotografie-Grimm-Leinefelde

Freiflächengestaltung Ortseinfahrt mit Kreisel

Leinefelde-Worbis OT Worbis | südliche Ortseinfahrt B247

Planungsbüro  PSL Landschaftsarchitekten Ziegenrücker. Kerl., Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Andrea Ziegenrücker

Bauherr  Stadt Leinefelde-Worbis, vertreten durch das Bauamt

Fertigstellung  April 2013

Auf Initiative der Stadt Leinefelde–Worbis wurde die südliche Ortseinfahrt von Worbis attraktiv und identitätsstiftend gestaltet. Von der Bundesstraße 247 bis zum Kreisel wurde entlang der Ortseinfahrt eine Allee aus Winterlinden gepflanzt. In nordöstlicher Richtung wurde auf Bäume verzichtet, um den Blick auf das Ortszentrum mit dem Turm der Pfarrkirche freizuhalten. Grundlage für die Gestaltung des Kreisels war das neue Wappen der Stadt Leinefelde-Worbis. Die beiden silbernen Zinnenflanken, die die Burgen Scharfenstein und Bodenstein symbolisieren, wurden durch graugrünen Spindelstrauch dargestellt. Die rote Farbe des Wappenschildes wurde, ebenso wie der dreifach gespaltene „Wellenpfahl“ (Symbol für die Flüsse), in der Wappenmitte durch roten bzw. silbernen Splitt dargestellt. Die neun Stelen aus Muschelkalk symbolisieren die vielen Quellen in Worbis - die „neun Springe“. Ein blaues LED-Lichtband in jeder Stele setzt Akzente bei Dunkelheit und vermittelt den Eindruck von fließendem Wasser.

Freiflächengestaltung Ortseinfahrt mit Kreisel

Kreisel mit Wappen | Foto: PSL Landschaftsarchitekten

Freiflächengestaltung/Anbau Jugendkirche Mühlhausen

Mühlhausen | Ecke Langensalzaer Straße/Thomas-Müntzer-Straße

Planungsbüro  Bauhütte Volkenroda, Architekt Bernward Paulick, Körner

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Bernward Paulick

Bauherr  Kirchenkreis Mühlhausen

Fertigstellung  Juni 2013

Im Inneren der Jugendkirche sind sämtliche Fluchten neuer Einbauten auf den Altar ausgerichtet. Im Außenbereich setzt sich diese Struktur fort. Der Altar ist Mittelpunkt für die konzentrische oder tangentiale Anordnung aller Elemente: Sieben Leuchtstelen entsprechend den neuen Fensterschlitzen, die große Stele, ein weit erkennbarer „Leucht“-Turm, die Anordnung der Pflasterung und alle übrigen neuen Elemente weisen auf das – von außen nicht sichtbare – Zentrum hin. Inhaltlich wie geometrisch. Das neue Funktionsgebäude hat keine „Fassade“, ist nur Material. Zum Naturstein der Kirche schien uns allein Cortenstahl als angemessen zurückhaltendes und dennoch zeitgemäßes Material stimmig.

Freiflächengestaltung/Anbau Jugendkirche Mühlhausen

| Foto: Bernward Paulick

Neubau Behindertenwerkstatt

Vacha OT Oberzella | Einersbergstraße 8

Planungsbüro  B19 ARCHITEKTEN BDA, Barchfeld

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. (FH) Matthias Döhrer | Dipl.-Ing. Marc Rößling

Bauherr  Diakonische Behindertenhilfe Bad Salzungen - Schmalkalden e. V., Bad Salzungen

Fertigstellung  Dezember 2014

Mit dem Neubau der Werkstatt in Oberzella wird behinderten Menschen ein Arbeits- und Berufsbildungsangebot in einem rollstuhlgerechten Umfeld geboten. Es ist ein Haus entstanden, in dem jeder gerne arbeitet und Teil der Gemeinschaft ist. Bei der Konzeption des Gebäudes wurde viel Wert auf Tageslicht, eine lesbare und abwechslungsreiche Raumkombination und eine gute Orientierung gelegt. Die Räume gruppieren sich entlang einer Mittelachse, mit wechselnden Gärten, Höfen, Ausblicken und Außenraumbezügen. Mit Hilfe der Gärten und Pausenhöfe entsteht eine architektonisch wie sozial qualitativ hochwertige Gebäudestruktur, durch die der Außenraum überall im Haus spürbar bleibt. Die geschützten und verschieden bepflanzten Gärten werten die Innenräume auf, ebenso die Ausblicke in den Naturraum der Werraaue. Durch die an der Mittelerschließung angeordneten Räume ist das Haus hochflexibel und der kompakte Baukörper in Herstellung und Betreibung nachhaltig.

Neubau Behindertenwerkstatt

| Foto: B19 Architekten BDA

Erweiterung Bürogebäude

Suhl OT Albrechts | Am Mittelrain 2

Planungsbüro  Architekturbüro Ludwig Dipl.-Ing. Steffen Ludwig, Suhl

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Steffen Ludwig | Dipl.-Ing. Susanne Ludwig

Bauherr  Schlegelmilch GmbH, Suhl

Fertigstellung  Dezember 2014

Die Schlegelmilch GmbH ist eine überregional tätige Firma im Stahl- und Metallbau. Die stetige Expansion der Produktion erforderte eine Vergrößerung des Verwaltungs- und Konstruktionsbereichs. Eine horizontale Erweiterung der Flächenkapazität war aus Platzmangel nicht möglich. Die anspruchsvolle Planungsaufgabe bestand darin, das eingeschossige Bürogebäude um zwei Geschosse zu erweitern, ohne die laufenden Arbeitsprozesse durch den Bau zu unterbrechen. Dazu wurde über dem Bestandsgebäude, unabhängig von dessen Tragstruktur, ein zweigeschossiger Neubau errichtet. Die Grundkonstruktion bilden frei vor das Gebäude gesetzte Stahlbetonstützen, die einen 25 Meter langen Stahlbetonträger und die Stahlbetondecke tragen. Die Obergeschosse wurden in Stahlrahmenkonstruktion realisiert. Die Fassade besteht dem Firmenprofil entsprechend aus einer hochwertigen Aluminium-Glas-Konstruktion, die zweiseitig einen Neigungswinkel von fünf Grad aufweist. Das neue Treppenhaus verbindet die drei Ebenen des Gebäudes.

Erweiterung Bürogebäude

Eingang | Foto: Schlegelmilch GmbH

Umbau Grundschule in barrierefreie Wohnanlage „Wohnen mit Service“

Suhl OT Goldlauter-Heidersbach | Zellaer Straße 50

Planungsbüro  Projektscheune Planungsgesellschaft mbH, St. Kilian

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Jens Lönnecker

Bauherr  AWO Alten-, Jugend- und Sozialhilfe (AJS) gGmbH, Erfurt

Fertigstellung  Oktober 2014

Suhl stellt eine der am schnellsten alternden Kommunen in Thüringen dar. Infolge fehlender Kinder besteht das Erfordernis, vorhandene Schulnetzkonzeptionen kurzfristig fortzuschreiben. Das führt zu Schulschließungen wie 2008 im ländlichen Stadtteil Goldlauter-Heidersbach. Die vormalige, sich exakt im Ortsteilzentrum befindende Grundschule versank in einen fünfjährigen Dornröschenschlaf. Die intakte Infrastruktur und das solide Plattenbauobjekt wurden bewertet und flossen in die Entwicklung eines Nachnutzungskonzeptes ein. Dabei erwies sich die Verwendung vorhandener Substanz als ökologisch nachhaltig und wirtschaftlich sinnvoll. Nach Baubeginn im Frühjahr 2013 erfolgte die Übergabe im Sommer 2014. Im Ergebnis entstanden acht Wohnungen im Sinne der DIN 18040 Teil 2, zwei ambulant betreute Wohngruppen für je acht Bewohner mit zugehöriger Funktionsstruktur sowie vier Mietwohnungen im Nordflügel. Eine Begegnungsstätte rundet das Angebot ab. Das Vorhaben versteht sich als Beispielprojekt zur Nachnutzung kommunaler Liegenschaften.

Umbau Grundschule in barrierefreie Wohnanlage „Wohnen mit Service“

Südwestansicht | Foto: Projektscheune

Freiflächengestaltung Kriegsgräberstätte

Suhl OT Dietzhausen | Am Rain

Planungsbüro  Büro für Freiraumplanung Möbius, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. (FH) Steffen Möbius

Bauherr  Stadt Suhl, vertreten durch den Eigenbetrieb KDS - Abteilung Grünflächen/Friedhöfe

Fertigstellung  September 2014

Die bisherige Darstellung der Gedenkanlage nahm keinen Bezug auf die hier bestatteten zehn ukrainischen Kinder im Alter von null bis vier Jahren sowie vier erwachsenen Zwangsarbeiter, die 1943 aus ihrer Heimat zur Arbeit in den Gustloff-Werken nach Suhl verschleppt wurden. Aufgrund des baulichen Zustandes musste der nach Befehl der sowjetischen Militäradministration 1947 errichtete Obelisk abgerissen werden. Mit der Neugestaltung der Anlage soll vor allem auf den Tod der Kinder hingewiesen werden. Auf dem Grundriss der alten Anlage wurden quadratische Stelen aus hellen Kalkstein eingeordnet. Mit der Wahl des hellen Weichgesteins soll die Unschuld und Zerbrechlichkeit der hier bestatteten Menschen verdeutlicht werden. Durch die nach innen gerichtete Beschriftung muss der Besucher in die Mitte der Anlage treten. Hier wird er umringt von den vier Erwachsenen und zehn Kindern, deren Namen und Daten ihres kurzen Lebens zu Gedenken und Mahnung auffordern: „Nie wieder Krieg – haltet Frieden!“

Freiflächengestaltung Kriegsgräberstätte

Neugestaltung Kriegsgräberstätte | Foto: Claudia Petter, Suhl

Neubau Einhausung Anschubstrecke

Oberhof | Alte Ohrdrufer Straße

Planungsbüro  HOFFMANN.SEIFERT.PARTNER architekten und ingenieure, Suhl

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Felix Harbig | Dipl.-Ing. (FH) Michael Häfner

Bauherr  Stadt Oberhof

Fertigstellung  Juli 2013

Zur Rennschlittenbahn in Oberhof gehören eine offene und eine mit Wellblech überdachte Anschubstrecke, die für den Bob- und den Rodelsport genutzt werden können. Für den Betreiber ist eine Einhausung der Anlage wichtig, um die Betriebskosten zu minimieren und Wettkämpfe und Training bei fast allen Witterungsverhältnissen zuzulassen. Die Anschubstrecken für Bob und Rodel blieben baulich und technisch unverändert und wurden in die gewünschte Einhausung integriert. Die Bahnen gaben die geometrische Vorgabe für die Größe der Anlage, die eine Länge von circa 130 Meter und eine Breite von circa sieben Meter besitzt. Die Konstruktion der Einhausung besteht aus einem Stahlrahmen als Pultdach, welcher weitestgehend auf den bestehenden Fundamenten aufgesetzt wurde. Die Verkleidung von Wand- und Dachflächen erfolgt mit gedämmten Sandwichplatten aus beschichtetem Stahlblech. Zur natürlichen Belichtung der Anlage sind Polycarbonatplatten vorgesehen.

Neubau Einhausung Anschubstrecke

Startbereich Bob | Foto: Michael Miltzow

Neubau Überdachung Rennschlittenbahn

Oberhof | Tambacher Straße

Planungsbüro  HOFFMANN.SEIFERT.PARTNER architekten und ingenieure, Suhl

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Felix Harbig | Dipl.-Ing. (FH) Michael Häfner

Bauherr  Stadt Oberhof

Fertigstellung  September 2014

Die Rennschlittenbahn in Oberhof wurde in den Jahren 1970/1971 erbaut. Sie hat eine Gesamtlänge von circa 1300 Meter und überwindet eine Höhendifferenz von circa 100 Meter. Die Bahntrasse beinhaltet 15 Kurven und den sogenannten Kreisel. Die Bahn wurde als dünnwandige Stahlbetonkonstruktion ausgeführt, die in den Geraden als flacher Trog, in den Kurven als stehende, bis zu 4,50 Meter hohe Schale ausgebildet ist. Die Sportanlage wird vorwiegend für Trainingszwecke von Spitzensportlern und dem Nachwuchs genutzt. Jährlich finden der Weltcup und verschiedene Meisterschaften statt. Für den Betreiber ist eine optimale Überdachung der Anlage wichtig, um die Betriebskosten zu minimieren und die Bahn auch bei extremen Witterungsverhältnissen nutzen zu können. Zum einen soll die Überdachung Training und Wettkämpfe bei fast allen Witterungsverhältnissen zulassen, zum anderen soll das Sporterlebnis der Wettkampfbesucher nicht durch unnötige Sichtbarrieren eingeschränkt werden.

Neubau Überdachung Rennschlittenbahn

Eingang Kurve | Foto: Michael Miltzow

Ausgleichsmaßnahmen ICE-Strecke Nürnberg-Erfurt-Berlin, Bereich Schalkau

Schalkau OT Theuern | Limbacher Straße 44

Planungsbüros  Daber & Kriege GmbH, Blankenfelde-Mahlow | PSL Landschaftsarchitekten Ziegenrücker. Kerl., Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Tanja Driemel

Bauherr  DB Projektbau GmbH, Erfurt

Fertigstellung  Mai 2015

Die ICE-Neubaustrecke Ebensfeld-Erfurt ist Bestandteil des „Verkehrsprojektes Deutsche Einheit Nr. 8“ zwischen Nürnberg, Erfurt und Berlin. Begleitend zum Streckenausbau mit 22 Tunneln und 29 Talbrücken wurden naturschutzrechtliche und landschaftsgestalterische Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen ausgeführt. Die vorgestellten Maßnahmen liegen im Landkreis Sonneberg in den Gemeinden und Gemarkungen Welchendorf und Seltendorf sowie Roth, Schalkau, Grümpen, Theuern und Truckenthal. Die Orte liegen am steil abfallenden Südhang des Thüringer Waldes, im Norden begrenzt durch den eindrucksvollen, 867 Meter hohen Bleßberg. Bei den Maßnahmen handelt es sich um den Aufbau von Mischwald und Waldmänteln, die Anlage von Feldhecken/Kleingewässern, um Grünlandextensivierung, die Schaffung von Sukzessionsflächen, um Heumulchsaat, die Pflanzung von Laub- und Obstbäumen, die Anbringung von Nisthilfen für Vögel und Fledermäuse sowie die Pflege dieser Leistungen.

Ausgleichsmaßnahmen ICE-Strecke Nürnberg-Erfurt-Berlin, Bereich Schalkau

Einzelbaumpflanzung Deponie Müss | Foto: PSL Landschaftsarchitekten

Freiflächengestaltung Ulsterauen und angrenzende Bereiche

Geisa | Straße des Friedens 2

Planungsbüros  STORCH.LANDSCHAFTSARCHITEKTUR, Dresden | Büro für Landschaftsarchitektur Erik Hanf, Suhl

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Robert Storch

Bauherr  Stadt Geisa

Fertigstellung  Oktober 2014

Im Januar 2012 gewann unser Büro den Realisierungswettbewerb „Neugestaltung der stadtnahen Ulsterauen und angrenzender Bereiche in Geisa“. Die Aufgabe bestand darin, die Auenbereiche am Fuße der Altstadt von Geisa durch den Abbruch der ehemaligen Plastawerke wieder erlebbar zu machen. Unser Entwurf verwandelt die Aue in eine weitläufige und großzügige Wiesenlandschaft. Die Ulster und ihre angrenzenden Bereiche werden so zum zentralen und zusammenhängenden Freiraum der Stadt. Das bestehende Wegenetz erfährt durch die beiden neuen, flußbegleitenden Wege eine Aufwertung. Neue Wegebeziehungen zwischen Altstadt und Kulturhaus entstehen und lassen beide Ufer zusammenwachsen. Die Straßen entlang der Ulster wurden zugunsten einer autofreien Uferzone zurückgebaut. Damit steht die Auenlandschaft zukünftig ausschließlich Fußgängern und Radfahrern zur Verfügung.

Freiflächengestaltung Ulsterauen und angrenzende Bereiche

Renaturierung der Ulsterauen | Foto: Robert Storch

Neubau Zentrum für Angewandte Forschung

Jena | Philosophenweg 7

Planungsbüro  worschech architects, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dr.-Ing. Claus Dieter Worschech

Bauherr  Freistaat Thüringen, vertreten durch das Landesamt für Bau und Verkehr, Gera

Fertigstellung  Dezember 2013

Am Standort Philosophenweg im Campus der Naturwissenschaften ist ein Neubau für Applikations- und Exzellenzforschung der Universität Jena entstanden. Der stark gegliederte Baukörper reagiert auf die bewegte Topografie und stellt mit dem offenen Atrium eine angemessene städtebauliche Beziehung zum Max-Wien-Platz und zum bestehenden Gebäude der Physikalisch-Astronomischen Fakultät her. Zum Philosophenweg öffnet sich der großzügig gestaltete Eingangsbereich des Hauses, welcher den sonst blockartigen Charakter des straßenständigen Baukörpers kontrapunktiert. Die Funktionsbeziehungen im Inneren des Neubaus sind maßgeblich durch die Laborarbeit und die interdisziplinäre Kommunikation geprägt. Die themenbezogene Kooperation mit technologisch führenden Unternehmen der Region wird dazu beitragen, herausragende Forschungsergebnisse zu erreichen.

Neubau Zentrum für Angewandte Forschung

Haupteingang | Foto: worschech architects

Innensanierung Nordschule Jena

Jena | Dornburger Straße 31

Planungsbüros  ETB Bauprojekt Architektur- und Ingenieurbüro Jena GmbH, Jena | Elke Eisenbeiß, Freie Landschaftsarchitektin (FH), Jena

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Holger Baum

Bauherr  Kommunale Immobilien Jena

Fertigstellung  Februar 2015

Ziel der Maßnahme war die vollständige Innensanierung des als Grundschule genutzten Gebäudes und die Neugestaltung der Außenanlagen. Gleichzeitig erfolgte der Anbau eines verglasten Aufzugs zur Gewährleistung eines barrierefreien Zugangs zu allen Etagen. Das im Jahre 1908 erbaute Objekt steht unter Denkmalschutz. Der vom Bauherrn beauftragte Restaurator konnte in fast allen Gebäudeteilen historische Farbfassungen freilegen und dokumentieren. Auf dieser Basis wurde für die Flure und Treppenhäuser ein durchgängiges Farbkonzept nach bauzeitlichem Vorbild erarbeitet und in handwerklich hoher Qualität umgesetzt. Auch die bemerkenswerten Beton- und Werksteinkonstruktionen im Haupttreppenhaus wurden sorgfältig restauriert. Innerhalb der Klassen- und Nebenräume konnte eine vom Denkmalschutz unabhängige Gestaltung verwirklicht werden. Dabei wurde ein Farbleitsystem für die Geschossebenen entwickelt, welches insbesondere den Kindern eine bessere Orientierung in ihrem Schulhaus ermöglichen soll.

Innensanierung Nordschule Jena

Sekretariat Erdgeschoss | Foto: Holger Baum

Umbau/Sanierung Schulstandort Karl-Marx-Allee 7

Jena | Karl-Marx-Allee 7

Planungsbüros  pbr Planungsbüro Rohling AG Architekten und Ingenieure, Jena | RoosGrün PLANUNG, Kromsdorf

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Michael Bracke | Dipl.-Ing. (FH) Stefan Rabe

Bauherr  Kommunale Immobilien Jena

Fertigstellung  April 2014

Der 1972 erbaute, aus drei in H-Form angeordneten Gebäudeteilen bestehende Plattenbau in der Karl-Marx-Allee in Jena wurde komplett saniert und umgebaut, um den drei sehr unterschiedlichen Schulformen mit insgesamt bis zu tausend Schülern optimale Lernbedingungen zu bieten. Zur Orientierung wurden sowohl im Gebäude als auch an der Außenfassade die Identifikationsfarben der Schulen verwendet. Durch den Anbau von neuen, in Sichtbeton ausgeführten Erschließungsgängen erhielt das Schulzentrum eine vollständige innere Erschließung. Östlich des Schulgebäudes wurde für alle Schulen eine zweigeschossige Aula mit einem 200 Quadratmeter fassenden Veranstaltungs- und Mensasaal erbaut. Zudem wurde das gesamte Gebäude energetisch saniert. Die obere Dachfläche ist vollständig mit Photovoltaikelementen belegt und erzeugt, ersichtlich für die Schüler über ein Display im Eingangsbereich, ökologischen Strom. Die Dachflächen im Sichtbereich des Nutzers sind als Gründächer mit extensiver Begrünung ausgeführt.

Umbau/Sanierung Schulstandort Karl-Marx-Allee 7

Ansicht Karl-Marx-Allee | Foto: Michael Miltzow

Umbau Produktionshalle in Büro- und Werkstattgebäude

Jena | Ernst-Ruska-Ring 11

Planungsbüro  wurm + wurm architekten ingenieure gmbh, Bühl/Baden

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Robert Wurm

Bauherr  Christoplan GmbH, Garching

Fertigstellung  März 2012

Die Aufgabe bei diesem Projekt bestand darin, eine leer stehende, in Typenbauweise aus Betonfertigteilen errichtete Produktionshalle in ein flexibel vermietbares Büro- und Werkstattgebäude umzubauen. In der vorhandenen Kubatur war eine Struktur zu schaffen, die eine Belegbarkeit mit bis zu acht eigenständigen Nutzungseinheiten ermöglicht. Um die geforderte Nutzfläche zu erhalten, wurde eine zusätzliche Geschossdecke in die hallenhohen Räume eingebaut. Die Mittelachse der insgesamt neun Achsfelder wurde als gemeinsames Foyer und Erschließungszone über beide Ebenen ausgebildet und mit zwei Außeneingängen ausgestattet. An diesem Bereich sind zwei begehbare Lichthöfe angeordnet. Die Wandverkleidungen aus großflächigen Betonsandwichelementen wurden vollständig entfernt, das bestehende Tragwerk der Hallenkonstruktion statisch ertüchtigt. Die kleinteilige Fensteraufteilung der neuen Fassade wird mit vorhangartigen, aus individuell gekanteten Blechtafeln bestehenden Fassadenbändern umfasst.

Umbau Produktionshalle in Büro- und Werkstattgebäude

Südostansicht | Foto: Ester Havlova

Umbau Industriehalle in Büro- und Produktionsgebäude

Jena | Ernst-Ruska-Ring 23

Planungsbüro  wurm + wurm architekten ingenieure gmbh, Bühl/Baden

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Robert Wurm

Bauherr  Christoplan GmbH, Garching

Fertigstellung  September 2014

Die Aufgabenstellung dieses Projektes sah vor, eine leer stehende Industriehalle in Typenbauweise aus Vorwendezeiten in ein modernes und flexibel nutzbares Büro- und Produktionsgebäude umzunutzen. Das neue Gebäude sollte bis zu fünf Firmen beherbergen können. Um die erforderliche Nutzfläche zu erreichen, wurden zwei Geschossdecken auf einem vom Bestand unabhängigen Tragwerk in die Halle eingestellt. Zusätzliche Stützen wurden hinter den bestehenden Stützen an der Fassade platziert und tragen zusammen mit dem gemauerten Sanitärkern und dem Fahrstuhlschacht die Last der Geschossdecken ab. Nach Rückbau der Bestandsfassade und Erstellung des inneren Tragwerkes wurde das Gebäude mit einer ersten Fassadenschicht aus raumhohen Fensterelementen geschlossen. Dieser Ebene wurde eine weitere Hülle aus Betonfertigteilen vorgestellt. Diese zieht sich als perforierte Wand, wie ein vorgestellter Schirm, um das Gebäude. Das strenge Muster der Fensteröffnungen und die weit zurückliegenden Fenster erinnern an einen Scherenschnitt.

Umbau Industriehalle in Büro- und Produktionsgebäude

Südwestansicht | Foto: Ester Havlova

Neubau „TierGesundheitsZentrum Jena-West“

Jena | Erfurter Straße 50

Planungsbüro  ETB Bauprojekt Architektur- und Ingenieurbüro Jena GmbH, Jena

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Bernd Wienstroer

Bauherr  privat

Fertigstellung  Oktober 2014

Für Hund, Katze, Taube, Chamäleon und andere tierische Patienten öffnete das „TierGesundheitsZentrum Jena-West“ in der Erfurter Straße Ende 2014 seine Türen. In enger Zusammenarbeit zwischen Bauherrschaft und Planern wurde das Vorhaben auf dem Grundstück einer ehemaligen Tankstelle bzw. Autowerkstatt realisiert. Dabei wurde auch die umweltgerechte Entsorgung aller Altlasten erfolgreich und innerhalb des Kostenrahmens gemeistert. In hellgrauem Putzgewand zeigt sich das tief in den Hang eingeschobene Erdgeschoss. Ebenerdig beherbergt es Empfang, Wartebereiche, Behandlungs- und Operationsräume sowie Labor, Röntgen, Tierstation und Tierphysiotherapie. Das dunkelgrau verputzte Obergeschoss nimmt in seiner Kubatur einen Schulungsraum, Mitarbeiterbereiche und die Haustechnik auf. Zusätzlich bietet es eine großzügige Dachterrasse. Vorgelagerte Stellplätze sowie die zwischen Gebäude und Grundstücksgrenze liegende Ver- und Entsorgungszone vervollständigen das Ensemble.

Neubau „TierGesundheitsZentrum Jena-West“

Straßenseite | Foto: Holger Baum

Innenraumgestaltung Facharztpraxis Dr. Humbsch

Jena | Grietgasse 13a

Planungsbüro  GiSi.ARCHiTECTURE | architekturbüro gisbert bachrodt, Jena

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. (FH) Gisbert Bachrodt

Bauherr  Dr. Alexander Humbsch, Jena

Fertigstellung  August 2014

Die Facharztpraxis für Orthopädie und Unfallchirurgie befindet sich im Zentrum von Jena, in einem neu errichteten Gebäude. Der Praxisgrundriss fußt auf dem Grundriss von ehemals geplanten zweieinhalb Wohnungen. Die Aufgabe bestand darin, eine Praxis so zu arrangieren, dass sie den heutigen und zukünftigen Ansprüchen an eine medizinische Einrichtung genügt. Ziel der Planung war, eine Zentrale mit möglichst kurzen Wegen für alle Nutzer zu schaffen. Die Zonen der Praxis sind für Patienten gut ablesbar. Gestalterisch orientiert sich die Innenraumgestaltung an der Moderne, wobei auf hochwertige und natürliche Stoffe bei der Materialwahl geachtet wurde. Die Farbigkeit basiert auf erdigen Tönen, welche eine angenehme und entspannende Atmosphäre schaffen. Die Grundfarbe wird in verschiedenen Luminanzen eingesetzt und mit einem frischen Grün kontrastiert.

Innenraumgestaltung Facharztpraxis Dr. Humbsch

Wartezone | Foto: GiSi.architecture

Neubau Einfamilienhaus Rosenow

Jena | Kernbergstraße 65a

Planungsbüro  Architekturbüro Hennig, Jena

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Knut Hennig

Bauherr  privat

Fertigstellung  August 2014

Hauptanliegen bei der Planung des Einfamilienhauses mit Einliegerwohnung war die optimale Einordnung des Gebäudes in die Hangsituation unter Beachtung der Belichtung der Hauptwohnbereiche, welche nach Südwesten orientiert sind. Die Einliegerwohnung ist hangseitig erschlossen und ermöglicht den ungehinderten Talblick nach Westen. Beide Wohnungen haben Zutritt zur großzügigen Dachterrasse. Das Gebäude ist im Standard KfW-Effizienzhaus 70 nach Energieeinsparverordnung 2009 geplant und ausgeführt. Heizung und Warmwasserbereitung werden über eine Sole-Wasser-Wärmepumpe betrieben.

Neubau Einfamilienhaus Rosenow

Nordwestansicht | Foto: Knut Hennig

Freiflächengestaltung Volkspark Oberaue, Bereich Rasenmühleninsel

Jena | Rasenmühleninsel / Burgauer Weg

Planungsbüros  DANE Landschaftsarchitektur BDLA, Weimar | Ulrich Boock Freier Garten- und Landschaftsarchitekt, Jena

Entwurfsverfasser  Michael Dane | Dipl.-Ing. (FH) Ulrich Boock

Bauherr  Stadt Jena

Fertigstellung  August 2014

Der Volkspark Oberaue in Jena ist die größte zusammenhängende Grünanlage Jenas. 2002 wurde sie als Kulturdenkmal ausgewiesen. Die Besonderheit des Parks liegt im Zusammenspiel von behutsam gestalteter Landschaft, gartenkünstlerisch gestalteten Bereichen und geschickter Verbindung zur Umgebung. Die Erneuerung dieser Qualitäten war unter anderem Aufgabe der Sanierung. 2011 wurden Dane Landschaftsarchitektur und Ulrich Boock Freier Garten- und Landschaftsarchitekt mit der Umgestaltung je eines Teils der Anlagen auf der Rasenmühleninsel beauftragt. Ausgehend von der Parkhistorie und der denkmalpflegerischen Zielstellung sollten die Freiräume im Park wieder erlebbar werden. Verschiedene Besucheransprüche waren zu berücksichtigen, besonders sensible Bereiche durch neue Angebote an anderer Stelle zu entlasten. So wurden die Kegelbahnanlage aus den 1980er Jahren in einen Picknickplatz umgewandelt, die Freifläche am Glashaus neu gestaltet sowie eine großzügige Boule-Fläche und eine Slackline-Anlage errichtet.

Freiflächengestaltung Volkspark Oberaue, Bereich Rasenmühleninsel

Boule-Fläche | Foto: Büro Boock

Sanierung Gymnasium „Am Weißen Turm“

Pößneck | Am Schulplatz 1

Planungsbüro  gildehaus.reich architekten, Weimar

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Torsten Köppe

Bauherr  Landkreis Saale-Orla-Kreis, Schleiz

Fertigstellung  September 2014

Das Gebäude, in der Zeit von 1885 bis 1888 erbaut, ist als Kulturdenkmal im Sinne des Thüringer Denkmalschutzgesetzes eingestuft. Die Generalsanierung des Gymnasiums wahrt unter Berücksichtigung der Anforderungen an eine moderne Schule den historischen Charakter des denkmalgeschützten Gebäudes und stärkt zugleich die funktionalen Abläufe des Schulbetriebes. Als Erweiterung wurden dem Gebäude vier Ergänzungsneubauten angefügt. Die Stahl-Glas-Fassaden ordnen sich in Struktur und Farbigkeit den historischen Klinkerflächen unter, bleiben jedoch als zeitgemäße Ergänzungen erkennbar. Das Foyer und die angrenzende Schülermensa bilden den zentralen Eingangsbereich der Schule. Mit der Neueinrichtung der Mensa an dieser exponierten Stelle gelingt es, die Attraktivität der Schüler- und Lehrerversorgung innerhalb der Schule zu erhöhen. Eine wichtige Besonderheit des Turmgymnasiums bildet die gut erhaltene historische Lüftungsanlage der Klassenräume aus dem Jahr 1886. Die historischen Schächte wurden durch neue Innenrohre wieder nutzbar gemacht.

Sanierung Gymnasium „Am Weißen Turm“

Nordostansicht | Foto: Michael Miltzow

Neubau Zweifeldsporthalle Gymnasium Fridericianum

Rudolstadt | Weinbergstraße 1a

Planungsbüro  Wittenberg Architektur, Weimar

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Thomas Wittenberg | Dipl.-Ing. Anke Spittel

Bauherr  Landkreis Saalfeld-Rudolstadt, Saalfeld

Fertigstellung  Dezember 2012

Die Sporthalle befindet sich auf dem südlichen Teilgrundstück des Gymnasiums Fridericianum in der Rudolstädter Innenstadt. Um den alten Baumbestand auf dem Grundstück weitestgehend zu erhalten, ist die Halle von der westlichen Baugrenze zurückgesetzt. Das Bauwerk gliedert sich in zwei Bauteile – den flachen Nebenbereich und die eigentliche Halle, welche im Lichten eine Mindesthöhe von sieben Meter hat. Am Haupteingang samt Vorraum schließen sich zwei Umkleiden mit jeweils einer Sanitärzelle, das Lehrerzimmer, die Geräteräume sowie, am Ende des Nebentraktes, der Judo-Raum an. Die Halle selbst hat eine Abmessung von 31 mal 27 Meter und kann mittels eines Trennvorhangs in zwei Einzelfelder getrennt werden. Eine großzügige, verglaste Nordfront, Oberlichter sowie ein weiteres Lichtband in der Südfassade sorgen für eine lichtdurchflutete Halle. Durch eine zusätzlich zur normalen Schulausstattung errichtete Kletterwand kann der Schulsport sehr abwechslungsreich gestaltet werden.

Neubau Zweifeldsporthalle Gymnasium Fridericianum

Außenansicht | Foto: Claus Bach

Umbau/Freiflächengestaltung Kindertagesstätte

Bucha | Dorfstraße 36a

Planungsbüro  Helk Architekten und Ingenieure GmbH, Mellingen

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Nils Havermann | Dipl.-Ing. Andreas Kroße

Bauherr  Gemeinde Bucha, vertreten durch die Verwaltungsgemeinschaft „Südliches Saaletal“, Kahla

Fertigstellung  November 2014

Im Zuge einer Gefahrenverhütungsschau wurden bei der Kita in Bucha brandschutztechnische Mängel festgestellt. Diese und die fehlende barrierefreie Erschließung waren mit sehr begrenzten kommunalen Mitteln zu beheben. Die realisierten Maßnahmen beschränken sich im Wesentlichen auf die Außenhülle und die Freianlagen. Im Eingangsbereich wurde eine neue Treppenanlage errichtet, die über die gestalterische Betonung des Eingangsbereichs hinaus gleich mehrere Anforderungen erfüllt: die Erschließung von Erd- und Obergeschoss (Rettungsweg) sowie die Überdachung von Eingang und Kellertreppe. Die Freianlagen wurden in „Wellenform“ um das Gebäude herum neu modelliert, so dass die „Wellenkämme“ die Eingänge des erhöhten Erdgeschosses berühren. Ein im Halbkreis geführter Gehweg mit leichtem Gefälle ermöglicht den barrierefreien Zugang und bietet den Kindern eine „Bobbycar-Bahn“. Die ehemals ebene Hoffläche wurde durch die Geländemodellierung belebt und dient den Kindern als abwechslungsreiche Spiel- und Bewegungsfläche.

Umbau/Freiflächengestaltung Kindertagesstätte

Rettungstreppe | Foto: Alexander Burzik

Neubau Feuerwehrgerätehaus

Bucha | Dorfstraße 100

Planungsbüro  Helk Architekten und Ingenieure GmbH, Mellingen

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Nils Havermann | Dipl.-Ing. Andreas Kroße

Bauherr  Gemeinde Bucha, vertreten durch die Verwaltungsgemeinschaft „Südliches Saaletal“, Kahla

Fertigstellung  November 2014

Durch die Fertigstellung des Jagdbergtunnels vergrößerte sich der Aufgabenbereich der freiwilligen Feuerwehr in Bucha. Für die Einsätze am Westportal des Tunnels wurde vom Land ein spezielles Tunnellöschfahrzeug bereitgestellt. Das alte „Spritzenhaus“ musste durch einen zeitgemäßen und kostengünstigen Neubau ersetzt werden. Der Neubau beherbergt drei Stellplätze und ist entsprechend den Anforderungen der „Feuerwehr-DIN“ (DIN 14092) ausgestattet. Im Erdgeschoss befinden sich neben der Fahrzeughalle eine Werkstatt, ein Trockenraum, Lager- und Technikräume sowie die Umkleide- und Sanitärräume. Das Obergeschoss bietet Raum für einen großzügigen Schulungsraum mit Teeküche, Büroräume und einen Raum für die Jugendfeuerwehr. Alle im Einsatzfall notwendigen Funktionen befinden sich im Erdgeschoss, um die Unfallgefahr für die Einsatzkräfte zu minimieren. Die Umkleideräume sind so gestaltet, dass auf die wechselnde Zusammensetzung der freiwilligen Feuerwehr flexibel reagiert werden kann.

Neubau Feuerwehrgerätehaus

Westansicht | Foto: Alexander Burzik

Neubau Betriebsgebäude

Bürgel | In den Satteln 11

Planungsbüros  Architektur- u. Sachverständigenbüro projektRAUM, Weimar | Architekturbüro Andrea Umlauf, Weimar

Entwurfsverfasser  Dr.-Ing. Volker Drusche | Dipl.-Ing. Andrea Umlauf

Bauherr  InnoKlim e. G., Bürgel

Fertigstellung  Oktober 2013

Die Gestaltung und innere Organisation spiegelt den innovativen Charakter wider und ermöglicht eine flexible Anpassung an die Unternehmensentwicklung. Zum Erhalt eines dauerhaft umweltschonenden und kostengünstigen Gebäudebetriebs kamen zukunftsfähige Dämmqualitäten zur Ausführung. Der Wärmebedarf ist derart gemindert, dass die Wärmeerzeugung vollständig auf der Basis regenerativer Energien erfolgen kann. Der Primärenergiebedarf liegt mehr als 60 Prozent unter der Anforderung gemäß Energieeinsparverordnung. Durch die geplante Montage einer Photovoltaikanlage auf dem Süddach wird das Gebäude zum Plusenergiehaus! Am Betriebsgebäude der Firma InnoKlim konnte gezeigt werden, dass ein integraler Planungsansatz zu einem gestalterisch und wirtschaftlich überzeugenden Gesamtergebnis führt. Weitere Beteiligte: Dirk Lind, Gotha (HLS-Planung); Gabriel Urban, Weimar (Bauleitung); Martin Luck, Weimar.

Neubau Betriebsgebäude

Südostansicht | Foto: V. Drusche

Sanierung/Erweiterung Logierhaus Leuchtenburg

Seitenroda | Dorfstraße 100

Planungsbüro  Bau-Consult Hermsdorf Gesellschaft beratender Ingenieure GmbH, Hermsdorf

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. (FH) Jörg Kießling

Bauherr  Stiftung Leuchtenburg, Seitenroda

Fertigstellung  März 2015

Mit der im März 2015 vollständig eröffneten Dauerausstellung „Porzellanwelten Leuchtenburg“ wird ein weiterer Meilenstein der konzeptionellen Umnutzung der Burg abgeschlossen. In den neu entstandenen Räumlichkeiten wurden durch internationale Künstler sieben Welten errichtet, welche das Porzellan im neuen Kontext darstellen. Die zur Verfügung stehenden Räume im bestehenden Logierhaus reichten für die Konzeption der Welten und zugehöriger Funktionsflächen nicht aus. So wurde das bestehende Gebäude an der Nordseite um einen neuen Anbau erweitert. Baufeld war eine sehr beengte Restfläche, welche von der umgebenden Burgmauer begrenzt wurde. Eine Bebauung war somit nur unter erschwerten Bedingungen möglich. Die äußeren Umrisse des Neubaus passen sich dem Verlauf der alten Burgmauer an. Die dadurch entstandene Kantigkeit und Geschlossenheit der Fassade spiegeln den angetroffenen Burgcharakter wider.

Sanierung/Erweiterung Logierhaus Leuchtenburg

Nordansicht | Foto: Stephan Preißler

Neubau Hauptgeschäftsstelle

Gera | Leipziger Straße 39

Planungsbüro  Euen, Wolf und Winter GmbH - Architektur- und Ingenieurbüro, Gera

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. (FH) Mario Bürger

Bauherr  Geraer Bank e. G.

Fertigstellung  Mai 2014

Bei dem Neubau handelt es sich um einen fünfgeschossigen Baukörper mit Archiv und Stellplätzen im Kellergeschoss sowie einem Parkdeck im Erdgeschoss. Das Gebäude dient als Erweiterung des Nachbarhauses und ist für eine Büronutzung vorgesehen. Der Zugang zu den jeweiligen Etagen erfolgt durch einen separaten Zugang aus dem Treppenhaus der Geraer Bank in der Leipziger Straße 41. Die neuen Stellplätze sind im Erdgeschoss von der Leipziger Straße aus zugänglich. Die Kellergeschossstellplätze werden über die Zufahrt der Geraer Bank erreicht. Der Neubaukörper orientiert sich am ursprünglichen Bestandsgebäude. Der Innenbereich des Gebäudes wird durch einen Lichthof mit Tageslicht versorgt. Durch die großflächige Verglasung in den Obergeschossen erhält die Fassade einen modernen Charakter. Im Erdgeschossbereich sind straßenseitig eine wärmegedämmte Vorhangfassade mit Schaukästen sowie die Zufahrt auf das Parkdeck samt Rolltor angebracht. Die Fenster- und Attikahöhen orientieren sich am Gebäude der Geraer Bank.

Neubau Hauptgeschäftsstelle

Cafeteria | Foto: Christoph Beer

Neubau Wohnanlage Sperlingsberg

Altenburg | Sperlingsberg 13-16

Planungsbüro  Euen, Wolf und Winter GmbH - Architektur- und Ingenieurbüro, Gera

Entwurfsverfasser  Dipl.-Architektin Susann Euen

Bauherr  AWG Wohnungsgenossenschaft e. G., Altenburg

Fertigstellung  Dezember 2014

Bei dem Geschosswohnungsbau handelt es sich um einen dreigliedrigen Baukörper mit einer funktionalen Verbindung über Laubengänge in allen Geschossen. Das Kellergeschoss ist baulich und funktional miteinander verbunden. Die interne Erschließung aller Gebäudeteile erfolgt über außen liegende, nach Osten bzw. Norden ausgerichtete Laubengänge. Über neu geplante Aufzüge ist der barrierefreie Zugang zu allen Wohnungen sowie der Abstellbereiche im Kellergeschoss möglich. Mit dem Bauvorhaben wurden Eineinhalb-, Zwei- und Dreiraumwohnungen realisiert. Mehrere Wohnungen sind barrierefrei. Zusätzlich zu den 51 Wohnungen entstehen im Bauteil C eine Begegnungsstätte mit einem angegliederten Pflegebad und eine Gästewohnung. Alle Wohneinheiten wurden mit einer Loggia bzw. einem Balkon ausgestattet, der ebenfalls barrierefrei begangen werden kann.

Neubau Wohnanlage Sperlingsberg

Ansicht bei Nacht | Foto: Christoph Beer

Gestaltung Stadtstraße und Freiflächen

Königsee-Rottenbach OT Königsee | Bahnhofstraße 8

Planungsbüro  Büro für Landschaftsarchitektur Frank Feistel, Erfurt

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. (FH) Frank-Dirk Feistel

Bauherr  Stadt Königsee-Rottenbach

Fertigstellung  Mai 2014

Für die Verbesserung der Anbindungen zur Innenstadt waren eine Baulücke zur Bushaltestelle und der Übergangsbereich in die Innenstadt umzugestalten. Die gesamte Bahnhofstraße wurde grundhaft mit erneuert. Die Fassadenfluchten wurden durch eine Pergola, welche die Bushaltestelle überdacht, wieder aufgenommen. Die Freifläche in der Baulücke wurde in drei Bereiche höhengestaffelt gegliedert. Die obere Ebene wurde mit direktem Bezug zur Altstadt für eine spätere Kioskbewirtschaftung ausgelegt. Die mittlere Ebene ist als bevorzugte Verweilfläche durch Höhensprünge gut abgeschirmt. Neben einem Solitärbaum und einem Trinkbrunnen wird die Fläche durch Sitzmauern gerahmt. Die überspannende Stahlpergola schafft den Rahmen für die wettergeschützen Flächen des Buswartebereiches und in der Hauptfunktion den Baulückenschluss in der Fassadenfront der Bahnhofstraße.

Gestaltung Stadtstraße und Freiflächen

Bushaltestelle und Stadtübergang

Freiflächengestaltung Eingang „Von-Seckendorff-Park“

Meuselwitz | An der Mühle

Planungsbüro  Metzner, Ignaczak & Partner - Architekten und Stadtplaner, Gera

Entwurfsverfasser  Dipl.-Ing. Stephan Oertel

Bauherr  Stadt Meuselwitz

Fertigstellung  November 2013

Das nach dem Zweiten Weltkrieg vollständig abgebrochene Wasserschloss bildete als bauliches Gegenüber der Orangerie einen Endpunkt der Hauptachse im „Von-Seckendorff-Park“. Mit der Maßnahme zur Umgestaltung des ehemaligen Schlossareals entstand eine vielgestaltige Freianlage, welche die regional bedeutsame Parkanlage mit der Altstadt verknüpft und damit die Funktion eines würdigen Parkeingangsbereiches übernimmt. Ein wichtiges Leitbild der Planung war dabei auch, die ehemalige kulturhistorische Bedeutung und baustrukturelle Prägung des Areals mit zeitgemäßen Gestaltungsmöglichkeiten hervorzuheben. So wurde der genaue Umriss des abgebrochenen Schlosses anhand alter Pläne rekonstruiert und durch niedrige Landschaftsmauern innerhalb der neu entstandenen Grünanlage exakt nachgezeichnet. Die einst ortsstrukturprägende Bedeutung der Schlossgebäude wird zudem durch Baumblöcke angedeutet. Der Bereich des ehemaligen Festsaales wurde unter anderem durch eine „Festtafel“ mit individuell gestalteten Stadtmöblierungselementen hervorgehoben.

Freiflächengestaltung Eingang „Von-Seckendorff-Park“

Bereich der ehemaligen Parkbrücke zum Festsaal des Schlosses | Foto: Stephan Oertel

Architektenkammer Thüringen
Bahnhofstraße 39 | 99084 Erfurt | Telefon: +49 (0)361–210 500 | Fax: +49 (0)361–210 50 50
E-Mail: info@architekten-thueringen.de | WWW: www.architekten-thueringen.de

Adresse der Seite: www.architekten-thueringen.de/bauherren/architektur/2015/
Seite gedruckt am 21.01.2018 06:50

Logo Stiftung Baukultur
Logo Bauhaus Akademie Schloss Ettersburg
Logo Bundesarchitektenkammer